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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Im konjunktursensiblen Stahlmarkt kann die Salzgitter-Aktie 2014 auf eine Rückkehr in die Gewinnzone hoffen. Aktien und Anleihen für die private Geldanlage.

Kursverlauf der Salzgitter-Aktie

Aktientipp - Salzgitter: Wette auf Russen-Gas und Kohle in der Bilanz

Nachzügler wie Salzgitter müssen nicht automatisch steigen, nur weil sie bisher mies gelaufen sind (2013: minus 21 Prozent). Noch sind die Risiken unübersehbar: Überkapazitäten im Stahlmarkt, wahrscheinlich 400 Millionen Euro Verlust im Geschäftsjahr 2013. Dazu könnten 150 Millionen Euro Rückzahlung anstehen, sollte die Entlastung von der Ökostromumlage durch Brüssel gekippt werden.

Dennoch, selbst für den Stahlkocher Salzgitter werden die Aussichten langsam besser. Wenn die internationale Wirtschaft in diesem Jahr etwa so anzieht, wie es die Weltbank erwartet (plus 3,2 Prozent), dürfte das den konjunktursensiblen Stahlmarkt stabilisieren. Vor allem aus den florierenden Branchen Auto, Anlagen- und Maschinenbau sowie der Bauwirtschaft (wichtige Kunden der Stahlkocher) sind mehr Bestellungen absehbar. Das internationale Geschäft bringt Salzgitter 58 Prozent der Umsätze.

Hochofen lässt hoffen: 10 Milliarden Euro Umsatz möglich Quelle: dpa

Große Hoffnungen der Niedersachsen ruhen auf der neuen, 2400 Kilometer langen Pipeline South Stream, durch die bis 2015 russisches Gas (durch das Schwarze Meer, Bulgarien, Serbien, Griechenland) nach Westeuropa fließen soll. Der russische Energiekonzern Gazprom, federführend bei dem Projekt, wird insgesamt Aufträge in Milliardenhöhe vergeben. Schon beim Schwesterprojekt Nord Stream hat Salzgitter Röhren geliefert.

Bei einer merklichen Wirtschaftserholung und mit einem möglichen South-Stream-Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe könnte Salzgitter seinen Umsatz in diesem Jahr auf knapp zehn Milliarden Euro erhöhen. Die operativen Margen dürften bei leicht erholten Stahlpreisen und dank Abbau von 1500 Stellen etwas höher ausfallen. Die Wende in die Gewinnzone ist 2014 möglich.

Bis es so weit ist, hat Salzgitter genug finanzielle Reserven. Die Eigenkapitalquote der Bilanz beträgt 39 Prozent (kein Vergleich zu den 7,1 Prozent von ThyssenKrupp); dazu liegen 450 Millionen Euro Netto-Cash auf dem Konto. Und dass sich die Aktie des Kupferkonzerns Aurubis (an dem die Niedersachsen 25 Prozent der Aktien halten) zuletzt deutlich erholt hat, kommt Salzgitter ebenfalls zugute.

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