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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Nach dem Rückschlag im vergangenen Jahr könnte die Coca-Cola-Aktie 2014 wieder etwas zulegen. Die Anzeichen verdichten sich, dass das Brause-Imperium wiederkommt. Aktien und Anleihen für die private Geldanlage.

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Kursverlauf der Coca-Cola-Aktie

Mit zwei Prozent weniger Umsatz und fünf Prozent weniger Reingewinn war das Jahr 2013 für Coca-Cola enttäuschend. Anders als der Dow Jones haben Coke-Aktien seit einem Jahr an Wert verloren. Doch das Brause-Imperium kommt wieder. Im ersten Quartal verringerten sich die Erlöse zwar noch einmal um vier auf 10,58 Milliarden Dollar und der Nettogewinn schrumpfte um gut sieben Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar. Doch das Absatzvolumen zog weltweit wieder an um zwei Prozent.

In den Industrieländern ist Coke bei Softdrinks die Nummer eins, etwa in den USA mit 42 Prozent Marktanteil. In den Schwellenländern legt Coca-Cola zu. Dazu kommen Neuerungen. Für 1,25 Milliarden Dollar ist Coke beim Kaffeeröster Keurig Green Mountain eingestiegen. Damit hat Cola den Zugang zum hochrentablen Kapsel-Kaffeemarkt; außerdem sind portionierte Kaltgetränke geplant. Mit der Beteiligung am kalifornischen Start-up Zico mischt Cola beim Trend Kokoswasser mit.

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Fast sichere Ausschüttung

Nach dem Rückschlag im vergangenen Jahr könnte Coca-Cola 2014 wieder etwas zulegen. Der Umsatz dürfte den bisherigen 2012er-Rekordwert von 48 Milliarden Dollar übertreffen. Dank eingeleiteter Sparmaßnahmen (bis 2016 sollen jährlich eine Milliarde Dollar Kosten wegfallen) dürften rund neun Milliarden Dollar Reingewinn bleiben.

Die hohen Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft geben Spielraum für Aktienrückkäufe. Deren Volumen könnte 2014 bis zu drei Milliarden Dollar erreichen. Das würde auch negative Effekte eines geplanten und von Aktionären kritisierten Mitarbeitervergütungsprogramms abmildern, mit dem Coca-Cola im großen Stil Aktien an Mitarbeiter ausgeben will („2014 Equity Plan“).

Als Dividende gibt es für 2013 insgesamt 1,12 Dollar je Anteil; für 2014 sind als 1,22 Dollar möglich. Das wären mehr als drei Prozent Rendite.

Und die Ausschüttung dürfte fast so sicher sein wie bei einer guten Anleihe: Seit 52 Jahren hat Coca-Cola nicht nur immer Dividende gezahlt, sondern sie in jeder Saison auch angehoben. Kein Wunder, dass strategische Langfristinvestoren an Bord sind: Warren Buffett, dessen Berkshire Hathaway etwa neun Prozent an Coca-Cola in der Hand hat.

Anleihe: Singulus

Kursverlauf der Singulus-Anleihe

Anleiheinvestoren haben die Qual der Wahl: Sie können Anleihen kaufen, die die Europäische Zentralbank, solange es geht, aufkauft, das heißt mit den Steuergeldern der Euro-Staaten stützen will. Also etwa solche aus Spanien, Italien und, ja, seit Neuestem auch aus Griechenland. Wer jedoch glaubt, dass eine solche Planwirtschaft irgendwann vor die Wand fahren wird, der schaut sich lieber am noch real existierenden Kapitalmarkt um.

Zu den Papieren dort, für die mit Sicherheit kein müder Cent Rettungsgeld fließen würde, gehört eine Anleihe von Singulus Technologies. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass auch die Hessen einmal Stützungsgelder brauchen werden. Denn das Papier gehört zur Klasse der riskanten Hochzinsbonds.

Singulus entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Maschinen und Anlagen zur Herstellung von optischen Speichermedien (Blu-ray, DVD), Solarzellen und Halbleitern. Obwohl auch ein klassischer Mittelständler, sollten Anleger das Unternehmen nicht in einen Topf werfen mit all den Zameks, Renas oder Solaranbietern, deren Papiere im neuen Markt für Mittelstandspapiere gerade geplatzt sind. Denn Singulus hat eine schon recht lange Börsenhistorie: Die Aktie ist seit Ende 1997 an der Börse notiert.

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Sieben Prozent Zitterprämie

2013 wuchsen die Umsätze deutlich von 107,5 auf 133,4 Millionen Euro, unterm Strich schrieben die Hessen mit einem Nettoverlust von 0,7 Millionen Euro leicht rote Zahlen, nach tiefroten im Vorjahr. Die Bilanz hat sich denn auch verbessert. Den bilanzierten Anleiheschulden über 56,3 Millionen Euro stehen 51 Millionen Euro liquide Mittel gegenüber. Bankverbindlichkeiten gib es keine. Die Eigenkapitalquote liegt bei guten 38 Prozent.

Für das Jahr 2014 erwartet Singulus „wieder eine gute Entwicklung des Geschäftsverlaufes mit einem positiven Ergebnis auf operativer Basis“, wie es heißt. Mit operativ ist dabei das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) gemeint.

Börse



Risikobewusste Anleger erhalten für das Papier derzeit sieben Prozent jährliche Zitterprämie. Das ist viel, angesichts eines gar nicht mal so üblen Zahlenwerkes. Zweimal schon sind die 7,75 Prozent Zinskupon seit der Vorstellung der Anleihe zur Emission geflossen.

Wie viele Papiere hat die Anleihe Klauseln. Im kommenden Jahr kann sie zu einem Kurs von 102 Prozent und 2016 zu 101 Prozent gekündigt und zurückgezahlt werden. Eine vorzeitige Kündigung hält das Unternehmen selbst „aus derzeitiger Sicht allerdings für sehr unwahrscheinlich“.

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