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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondestipp - First Private Euro Dividenden Staufer: Keine Hütchenspieler-Tricks bei Ausschüttung

Kursverlauf des Fonds First Private Euro Dividenden Staufer

Fondestipp - First Private Euro Dividenden Staufer: Keine Hütchenspieler-Tricks bei Ausschüttung

Dividenden sind ins Gerede gekommen, weil sie benutzt wurden, um Steuererstattungen zu erschleichen. Dazu wurden Aktien um den Ausschüttungstermin herum hin und her geschoben wie bei einem Hütchenspiel. Ein Beteiligter bezahlte Kapitalertragsteuer auf die Dividende, zwei forderten Steuererstattungen vom Fiskus. Oft kamen ausländische Banken ins Spiel, weil sie deutsche Dividenden ohne Steuerabzug auszahlten. Erst 2012 wurde die Steuerlücke beim Dividenden-Stripping gestopft. Jetzt muss bei grenzüberschreitenden Aktiengeschäften die letzte Bank im Inland – meist eine Wertpapiersammelbank wie Clearstream – Steuern abführen, bevor Dividende ins Ausland fließt. Die sogenannten Cum-ex-Deals beschäftigen den Bundesfinanzhof und Staatsanwälte.

Börse



Dividenden-Aktienfonds erzielen ihre Performance aber nicht mit solchen Steuertricks. Die LBBW Asset Management etwa ist von den Ermittlungen gegen ihre Mutter LBBW nicht betroffen. Fondsgesellschaften verleihen allerdings Aktien aus ihren Fonds gegen Gebühr. Wer die Entleiher sind und was die mit den Aktien angestellt haben, wissen sie meist nicht.

Sebastian Müller, Fondsmanager bei First Private in Frankfurt, schaffte sein Plus von 38 Prozent unter anderem dadurch, dass er früh in italienische Aktien investierte. Sie waren durch die Staatsschuldenkrise unter die Räder gekommen, erholten sich zuletzt aber stark. Italien ist mit Titeln wie dem Bremsenhersteller Brembo und der Energie-Holding Iren noch immer stark im Fonds vertreten. Müllers Computermodell sucht Unternehmen mit einer im Verhältnis zum Gewinn niedrigen Börsenbewertung und einer hohen Ausschüttung, die möglichst noch Luft nach oben lässt. Zu Aktien mit einer langen Dividendenhistorie wie Daimler oder Telekom-Dienstleister Drillisch mischt Müller Neulinge, sobald die Datenlage zu den Titeln ihn überzeugt. Aktien der belgischen Post gibt es erst seit der Privatisierung 2013. Verglichen mit der Deutschen Post ist bpost günstig: Anleger bezahlen das Elffache der für 2014 erwarteten Gewinne statt das 16-Fache, die Dividendenrendite ist mit 6,8 Prozent doppelt so hoch wie die der Deutschen.

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