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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: Charlemagne Magna Mena - Nahost-Aktien trotzen den Kriegen

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) enthauptet Journalisten im Irak, im benachbarten Syrien tobt der Bürgerkrieg, und in Gaza schwelt der Konflikt zwischen Israel und der Hamas. Doch die Kriege lassen die Aktienmärkte in der Region weitgehend kalt. Der S&P Pan Arab Composite, der elf Börsen der Region umfasst, legte seit Jahresbeginn um rund ein Viertel zu. Nahezu doppelt so stark wie sein Vergleichsindex stieg der Aktienfonds Magna Mena (Middle East and North Africa) der britischen Fondsgesellschaft Charlemagne.

Fondsmanager Akhilesh Baveja schaffte mit seiner Aktienauswahl 46 Prozent plus. Er konzentriert sich auf Titel aus den ölreichen Golfstaaten. Etwa 90 Prozent des rund 40 Millionen Euro schweren Fondsvolumens sind in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angelegt. „Diese Staaten sind gegen eine Ansteckung durch die Konflikte weitgehend immun“, glaubt Baveja. Das liege einerseits an den strengen Einwanderungsgesetzen. Andererseits verstünden es die Herrscherfamilien, durch soziale Wohltaten die Bevölkerung bei Laune zu halten. Zu den größten Fondspositionen zählen die Immobilienentwickler Emaar Properties und Damac Properties, die in Dubai Luxusbauten hochziehen.

Ein risikoreiches Geschäft: Erst im Juni hatte beim Immobilienkonzern Arabtec ein staatlicher Investor Anteile auf den Markt geworfen. Das setzte den Kurs der Aktie und die gesamte Börse Dubai unter Druck. Auch die beiden Fondspositionen litten deutlich. Inzwischen haben sich die Kurse wieder erholt. Die Probleme der Vergangenheit seien überwunden, meint Baveja. So hat Dubai etwa die Grunderwerbsteuer auf vier Prozent verdoppelt, um spekulative Immobilienblasen zu verhindern. Das Platzen einer solchen Blase hatte 2008 noch zu großen Turbulenzen geführt.

Börse



Außerhalb der Golfstaaten kaufte Baveja an der Börse Kairo jüngst Aktien von Arabian Cement (ACC). Der ägyptische Zementkonzern sollte vom geplanten Bau einer zweiten Wasserstraße entlang des Suezkanals profitieren. Wichtigster Vorteil von ACC: Der Konzern kann seine Zementwerke mit Kohle betreiben. Und die sei günstiger als Gas.

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