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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Franklin Mutual European: Finanzinvestor soll Thyssen Druck machen

Europa zweifelt an sich. Aus Sicht eines Fondsmanagers aus der Kleinstadt Short Hills, im Hinterland von New York, sieht es in Europa gut aus. Philippe Brugère-Trélat erwartet mehr Wachstum und wettet darauf in seinem Fonds mit Aktien von Handelsriesen wie Metro, Kingfisher und Tesco, mit dem Autobauer Volkswagen und den Reifenherstellern Michelin und Pirelli. „Ein höherer Umsatz wird die Unternehmensgewinne steigen lassen. Das haben viele Analysten noch gar nicht auf dem Radar“, sagt Brugère. Der 64-Jährige ist seit 30 Jahren im Geschäft, er arbeitet für die auf günstige und werthaltige („Value“-)Aktien spezialisierte Fondsgesellschaft Mutual Series, die zum US-Riesen Franklin Templeton gehört. Seine Einjahresperformance ist Mittelmaß, aber weil er langfristig Chancen gut nutzt und die Kursverluste klein gehalten hat, hat er von der Ratingagentur Morningstar Gold bekommen.

Das haben nur noch fünf andere europäische Aktienfonds geschafft. Brugère-Trélat hat Geduld. Er sucht etwa schwierige Unternehmen, die in einem Umbauprozess stecken oder schlecht gemanagt werden und deshalb an der Börse billig sind. Ist ein Beschleuniger in Sicht, der Kursgewinne ermöglicht, steigt er ein. Auf Metro setzte er, als im Januar 2012 Olaf Koch Chef wurde. Richtig gezündet hat die Aktie seitdem nicht. Die Ukraine-Krise verhinderte den Börsengang der Russland-Tochter, aber der Fondsmanager erwartet, dass Koch „das Schiff in die richtige Richtung bewegt“. Notfalls wartet er Jahre, bis der Börsenwert erreicht wird, den er für angemessen hält.

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Auch bei ThyssenKrupp ist das Ziel noch längst nicht erreicht. Brugère erwartet, dass Stahl- und Technologiebereich getrennt werden könnten, und hofft auf Druck des skandinavischen Thyssen-Investors Cevian. „Wir kennen sie gut, und sie haben mit ihren Einflussnahmen vielen Investments zum Erfolg verholfen“, sagt er. Die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zur Geldversorgung hält Brugère für wichtig. Indirekt profitierten vor allem italienische Unternehmen von den langfristigen Refinanzierungsgeschäften (LTRO), die den Banken billige Mittel bereitstellen. „Italien wächst nicht stark, aber das könnte etwas helfen.“

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