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Aktien, Anleihen, Fonds Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Invesco Balanced Risk

Kursverlauf Invesco Balanced Risk

Der Anleihenhebel wird vielen zum Verhängnis

Mit dem Versprechen, in jedem Marktumfeld stabile Erträge zu erzielen, haben Fonds mit alternativen Anlagestrategien Milliarden bei Anlegern eingesammelt. Einige sind gut gemacht, wie der DWS Concept Kaldemorgen oder der Standard Life Global Absolute Return. Die Fonds werden durch die Kombination aus erfahrenem Management, strenger Risikokontrolle und einem reichhaltigen Werkzeugkasten zu einer wetterfesten Anlage.

Der Invesco Balanced Risk, die Pictet-Absolute-Return-Fonds oder die Aquila-Capital-Fonds hingegen, die auf eine vermeintlich ausgefeilte Strategie namens Risk-Parity setzen, kamen in den vergangenen Monaten unter die Räder. Die Fondsmanager verteilen das Geld vereinfacht gesagt nach dem Risiko auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Besteht ein Fonds aus 40 Prozent Aktien und 60 Prozent Anleihen, tragen die Aktien zu 90 Prozent des Risikos bei.

Diese unterschiedlichen Risikobeiträge wollen die Manager egalisieren. Sie bestimmen das Risiko von Aktien und Anleihen per Rückblick auf deren frühere Schwankungsbreiten, auch Volatilität genannt. Um den Anteil der von ihnen als risikoärmer identifizierten Anleihen im Fonds auszudehnen, blähen sie ihn im Portfolio über Derivate auf. Aber das Ziel, die Risiken des gesamten Fonds zu senken, hat insbesondere Aquila Capital (AC) nicht erreicht.

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Die Vergangenheitsdaten haben natürlich nicht die starken Schwankungen berücksichtigt, die es jüngst an den Rentenmärkten gab und die zu hohen Verlusten führten. Und je höher der Hebel für den Anleihenanteil im Portfolio angesetzt wurde, desto tiefer der Sturz. Die AC-Fonds haben seit Januar zwischen 7 und 22 Prozent verloren und sind auch im Einjahresvergleich die Schlusslichter (siehe Tabelle). Besonders ärgerlich: AC hat in den Vorjahren hohe Erfolgsgebühren kassiert, die sie jetzt nicht wieder rausrücken müssen.

Der Invesco Balanced Risk ist zumindest günstiger und besser diversifiziert. Mit dem frühen Einstieg in den japanischen Aktienmarkt über Indexfutures hat der Fondsmanager vom dortigen Aktienboom nach Lockerungsmaßnahmen der japanischen Notenbank profitiert und Anleihenverluste ausgebügelt.

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