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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - iShares MSCI World: Auf kleine Stürmer oder die Weltauswahl wetten

Kursverlauf des Fonds iShares MSCI World ETF

Börsengehandelte Indexfonds gehören zu den erfolgreichsten Innovationen in der Geldanlage. Die ETF genannten Produkte sind schnell handelbar, gesetzlich strenger reguliert als Zertifikate und kosten ein Drittel von dem, was bei traditionellen Fonds üblich ist. So ist in Europa in zehn Jahren ein gigantischer Markt mit 320 Milliarden Euro Volumen und 2100 Produkten entstanden, den iShares, db x-trackers und Lyxor dominieren. Längst bilden ETFs aber nicht mehr nur stur Aktienindizes ab. In der Niedrigzinsphase sind günstige Anleihe-ETFs gefragt. Und auch gehebelte ETFs, die bestenfalls überproportional steigen, wenn etwa der Dax zulegt, werden rege gehandelt. „Die speziellen ETFs werden von Anlegern eingesetzt, die eine klare Marktmeinung haben und ihr Depot täglich beobachten“, sagt Heike Fürpaß-Peter, bei Lyxor für deutsche Privatanleger zuständig.

Tritt ein Index auf der Stelle, sieht es bei ETFs generell mau aus. Doch aktive Anleger finden Chancen: Zu den Verkaufsschlagern gehörten zuletzt Aktien-ETFs für Italien, Griechenland, Spanien und Portugal, in die netto seit Oktober monatlich 300 Millionen Euro flossen und die zu den Top-Performern zählen. Wer sich das Timing in den Länder-Märkten nicht zutraut, ist bei einem breit gemischten Aktien-ETF wie dem MSCI World gut aufgehoben. Er belastet jährlich nur 0,5 Prozent Kosten.

Börse



Vieles spricht dafür, dass ETFs weiter wachsen: Anbieter und Aufseher haben auf das Misstrauen der Anleger gegenüber manchen Praktiken reagiert, etwa den Einsatz von Derivaten. Die Branche ist transparenter geworden. db x-trackers und Lyxor bilden jetzt mehr ETFs mit den Aktien oder Anleihen nach, die im Index stecken, statt Tauschgeschäfte (Swaps) mit einer Bank zu schließen. Dabei überlässt sie dem ETF Aktien, verbucht deren Gewinne oder Verluste, und der ETF erhält von ihr die Indexperformance.

Steigen die Aktien im ETF um zwei Prozent, der Index aber um vier, müsste die Swap-Bank zwei Prozent an den ETF zahlen. Ginge sie pleite, droht ein Verlust. Sobald der Swap-Partner zahlen muss, lässt sich Lyxor deshalb von ihm Wertpapiere liefern, deren Gegenwert die Zahlungsverpflichtung sogar noch übersteigt.

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