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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Omikron 7: Bits und Bytes statt Bauchgefühl

Kursverlauf Omikron 7

Fondstipp - Omikron 7: Bits und Bytes statt Bauchgefühl

Bei dem ursprünglich aus einem Family Office entstandenen Aktienfonds wählt in erster Linie ein Computer die Aktien aus. Der Rechner geht dabei nach sieben unterschiedlichen Strategien vor, die Vermögensverwalter Wolfgang Schiketanz aus Wien entwickelt hat. Die Strategien unterscheiden sich nach dem Börsenwert der Aktien sowie den verwendeten Filtern. Eine der simpelsten Strategien ist die Sortierung großer Titel ab drei Milliarden Euro Börsenwert nach Dividendenrendite und Aktienrückkaufprogrammen. Zuletzt spuckte der Rechner beispielsweise Amgen, CBS und Home Depot aus. „Vor allem US-Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück und verringern so die Zahl der handelbaren Papiere, was letztlich dem Kurs zugute kommt“, sagt Schiketanz.

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Der österreichische Vermögensverwalter verlässt sich nicht völlig auf seinen Computer. Er prüft die Kaufempfehlungen für Einzeltitel auf Plausibilität und kümmert sich um die regionale Streuung der Aktien. Momentan liegt der Schwerpunkt auf US-Aktien. „Die Haushaltskrise in den USA wird keine nachhaltigen Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen“, sagt der österreichische Vermögensverwalter. Im Herbst 1995 habe es eine ähnliche Situation gegeben, in der sich die beiden großen Parteien gegenseitig blockierten und der US-Verwaltung vorübergehend der Geldhahn zugedreht wurde. Nach wochenlanger Diskussion legte der S&P 500 im November und Dezember dennoch um insgesamt zehn Prozent zu. Ähnliches erwarte Schiketanz auch für dieses Jahr.

Bei mittelgroßen Unternehmen ab 200 Millionen Euro Börsenwert nutzt Schiketanz eine Strategie, die vor allem Aktien mit relativer Stärke bevorzugt. Zunächst werden nur Unternehmen ausgewählt, die sowohl im laufenden als auch im vergangenen Jahr profitabel sind und waren. Im zweiten Schritt fliegen alle Titel raus, deren Kurs-Umsatz-Verhältnis über 1,5 liegt. Die so selektierten Einzelwerte werden mithilfe von Gewinnmarge auf den Umsatz und der relativen Stärke weiter gefiltert, bis nur noch 25 Aktien übrig bleiben. Diese Titel hält der Fonds zwölf Monate. Maschinenbauer Dürr, Jenoptik und die Modekette Adler haben das Auswahlverfahren überstanden und liegen im Fonds.

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