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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Scherrer Small Caps Europe: Weg vom Auto, hin zum Tablet-Rechner

Kursverlauf Scherrer Small Caps Europe

"Für deutsche Nebenwerte zahle ich derzeit meist nur das Sechs- bis Achtfache des Gewinns vor Zinsen und Steuern", sagt Josef Scherrer, Fondsberater aus dem schweizerischen Eschlikon. Vergleichbare Schweizer Unternehmen kosteten dagegen oft mindestens den zehnfachen Gewinn. Scherrer konzentriert sich daher auf kleine deutsche Unternehmen mit weniger als 100 Millionen Euro Börsenwert. Der Schweizer Fondsberater mag vor allem Unternehmen mit hohem Cash-Bestand, niedriger Verschuldung und einem transparenten Geschäftsmodell. "Intransparent sind beispielsweise Bio- und Nanotechnologieunternehmen", sagt Scherrer. Es sei kaum absehbar, ob Innovationen sich in Geld umsetzen ließen. Er setze dagegen auf bereits profitable Industriewerte wie den Medizintechniker Pulsion Medical Systems oder den Autozulieferer Elmos Semiconductor sowie auf Software- und IT-Unternehmen, etwa Adesso und Datron.

Fonds-Gebühren im Überblick

Elmos, die Sensoren und Halbleiter für Auto- und Industrieelektronik herstellen, seien momentan interessant, weil das Unternehmen sich vom konjunktursensiblen Autogeschäft unabhängiger machen will. Dazu versuchen die Dortmunder, Aufträge von Konsumelektronikherstellern an Land zu ziehen. Geplant sei beispielsweise der Einsatz von Sensoren für moderne Tablet-Rechner oder Smartphones. Auch im Autogeschäft habe das Unternehmen den Schalter inzwischen umgelegt. Statt auf den schrumpfenden Automarkt in Westeuropa zu setzen, liege der Schwerpunkt jetzt in Asien, wo die Nachfrage noch wachse: Elmos habe kürzlich mehrere Ausschreibungen asiatischer Autohersteller gewonnen. Derzeit setze das Unternehmen jeden fünften Euro in Asien um.

Börse



Scherrer schätzt ebenfalls den Maschinenbauer Berthold Hermle sowie den Funktechnikdienstleister LS Telcom. Da beide Titel zuletzt jedoch weit gelaufen sind, habe er deren Anteil im Fonds reduziert und Gewinne mitgenommen. Auch Hermle selbst hat die Ernte an der Börse bereits eingefahren. So trennte sich der Maschinenbauer im Juni von eigenen Aktien, die das Unternehmen 2008 und 2009 zu deutlich günstigeren Kursen vom Markt gekauft hatte.

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