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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Semper Real Estate: Supermärkte schlagen Prunkbauten

Semper Real Estate

Des einen Leid ist des anderen Freud. Der TMW Immobilien Weltfonds, Schlusslicht in der Performanceliste der Immobilienfonds, wird in knapp sechs Monaten aufgelöst. Mit Billigung sogenannter Sachverständiger hat er ein überteuertes Portfolio gekauft. Ein weiteres unrühmliches Beispiel ist ein Hotelgebäude in Düsseldorf, das die spanische Melía-Gruppe betreibt. Die TMW-Anleger zahlten dafür 2007 noch 44 Millionen Euro, jetzt zahlte ihnen der Konkurrenzfonds UniImmo Deutschland nur 36 Millionen.

Der Volksbanken-Fonds hat ähnlich wie alle großen Fonds der heimischen Bankengruppen viel in der Kasse und muss investieren. Mitunter fließt Geld in gigantische Objekte. Eine halbe Milliarde Euro steckt der Deka-ImmobilienEuropa jetzt in einen Londoner Büroneubau.

Wer es lieber kleiner mag, der ist bei dem Semper Real Estate der österreichischen Privatbank Semper Constantia gut aufgehoben. Sein größtes Objekt steht mit 14 Millionen Euro in den Büchern, liegt in Ratingen und ist an SAP vermietet. Der Fonds wurde seit 2004 langsam aufgebaut. Mit 25 Immobilien aus Österreich und Deutschland kommt er auf ein Volumen von nur 163 Millionen Euro. 2008 musste er nach Mittelabflüssen schließen, schaffte es aber, die Anleger bei der Stange zu halten, und konnte wieder öffnen. Besonders hoch ist die Performance nur im Vergleich zu anderen Publikumsfonds, nicht aber, wenn man ihn mit Großanlegerfonds vergleicht. Der Aachener Grund etwa erzielt ähnliche Werte, steht aber nur der katholischen Kirche offen. Mit 33 Prozent Kreditquote ist das Portfolio des Semper-Fonds nicht übermäßig belastet und mit Zinsen von im Schnitt 1,85 Prozent günstig, allerdings auch nur kurzfristig finanziert.

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Prunkgebäude haben die Wiener nicht zu bieten. Auf ihrem Einkaufszettel stehen schmucklose Supermärkte, die Penny oder der Aldi-Ableger Hofer mieten. Die schmucklosen Bauten werden auch in sehr guten Zeiten keine üppigen Wertsteigerungen erzielen können. Aber bei einer Nettomietrendite von im Schnitt sieben Prozent werfen sie auch in schlechteren Zeiten noch genug ab. Der österreichische Fonds unterliegt weder deutschen Kündigungsfristen noch einer Mindesthaltedauer.

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