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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - UniEuroRenta Emerging Markets: Mit Kolumbien-Anleihen in ruhigere Gefilde

Kursverlauf UniEuroRenta EM

Von Versicherern und Pensionskassen, die zu den Großanlegern von Frank Ehrich zählen, hört der Fondsmanager der genossenschaftlichen Union Investment derzeit nur eine Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um unseren Bestand an Schwellenländer-Anleihen zu erhöhen? Schwellenländer-Bonds in Dollar bieten nach den vorangegangenen Kursverlusten etwa drei Prozentpunkte mehr Rendite als US-Staatsanleihen, das macht sie für risikobereite Anleger attraktiv. „Während der Krisen in den Achtzigerjahren gab es Aufschläge von acht Prozentpunkten.

Eine richtige Krise ist derzeit noch nicht in den Kursen eingepreist“, sagt Ehrich, der auch den UniEuroRenta Emerging Markets managt. In ihm mischt er Staats- und Unternehmensbonds, die vor allem auf Dollar lauten. Dabei setzt er sowohl auf verlässliche als auch auf weniger solide Schuldner. Zu den sicheren gehören für ihn Korea, Taiwan, Mexiko, Chile und Kolumbien. „Die Fundamentaldaten der Länder stimmen“, sagt Ehrich. Besonders viel zu holen gibt es dort aber nicht. Eine sechsjährige kolumbianische Anleihe bietet nur 3,6 Prozent Rendite. Ehrichs Vorsicht hat sich trotzdem gelohnt, der Fonds verlor weniger als der Index (siehe Chart).

Die Krise hat Anleihen besonders getroffen, die in lokalen Währungen ausgegeben wurden. „In dem Markt tummeln sich Hedgefonds, die mit Zinsswaps und Devisenderivaten auf Währungen und Renditen Einfluss nehmen“, sagt Ehrich. Selektiv greift er aber dort zu: etwa bei einer fünfjährigen auf Real lautenden Brasilien-Anleihe mit zwölf Prozent Rendite.

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Sehr vorsichtig engagiert er sich in Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und der Türkei. Die Staaten heißen wegen ihrer Leistungsbilanzdefizite und der daraus resultierenden Abhängigkeit von Auslandskapital „Fragile Five“. Mehrere von ihnen haben die Zinsen erhöht, um die Währungen zu stabilisieren und Anlegergelder zu halten. Soziale Unruhen belasten die Wirtschaft in Südafrika und Indonesien, durch Wahlen in der Türkei und im Herbst in Brasilien entstehen neue Risiken.

Spannend wird es in der Ukraine. „Sie ist einem Ausfall am nächsten“, meint der Manager. Es werde dringend Geld benötigt, vor allem, um fällige Anleihen zurück zu zahlen.

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