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Aktien, Anleihen, Fonds Gute Rückversicherung mit fetter Dividende

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Zertifikate und Anleihen

Zertifikatetipp: K+S - Wette auf Kalipreis und Kanada-Schub

291 Euro hat K+S Ende vergangenen Jahres im Durchschnitt für eine Tonne Kali bekommen. 279 Euro waren es im Sommerquartal, rund 270 im Jahr davor. Immer deutlicher zeichnet sich nach dem Preiscrash von 2013 auf dem internationalen Kalimarkt eine Erholung ab. Der kanadische Weltmarktführer Potash hat deshalb sogar einen Gewinnsprung erzielt. K+S, mit jährlich sieben Millionen Tonnen Kali einer der führenden Kaliproduzenten weltweit, erwartet wegen der robusten Nachfrage 2015 weitere Preiserhöhungen. Aktien von K+S (DE000KSAG888) proben die Wende. Risikofreudige Anleger können darauf eine Spekulation mit Zertifikaten und Optionen starten.

Optionen für eine Spekulation auf steigende Kurse der K+S-Aktie

Der mögliche Preisanstieg bei Kali ist der Hauptgrund für höhere K+S-Kurse. Darüber hinaus hilft der schwache Euro. Um etwa 50 Millionen Euro steigt der Gewinn vor Zinsen und Steuern, wenn der Dollar um 10 Cent aufwertet. Ebenfalls ein Vorteil sind niedrige Energiepreise, sie machen vor allem die Rechnung für Gas günstiger.

K+S selbst hat nach der Krise von 2013 umfangreiche Sparmaßnahmen eingeleitet. Damit dürften die Kosten 2015 um mindestens 120 Millionen Euro sinken. Planmäßig voran kommt die Erschließung riesiger Kalivorkommen in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Ab 2016 dürfte die Produktion beginnen. Langfristig könnten hier jedes Jahr bis zu 2,9 Millionen Tonnen Kali abgebaut werden.

Anleihentipp: Freeport - Schatz aus der Tiefe

Fast fünf Prozent Jahresrendite, eine aussichtsreiche Währung und dazu noch ein Rating im Investmentbereich – ein solcher Mix dürfte in den Ohren EZB-geplagter Zinsanleger wie ein Märchen klingen. Und etwas Exotisches haben Anleihen von Freeport-McMoran, um die es hier geht, durchaus.

Im indonesischen Westneuguinea betreibt Freeport die Grasberg-Mine, mit 28,2 Millionen Unzen das größte Goldvorkommen der Welt und zugleich eine der größten Kupferminen. Einschließlich seiner Minen in Süd- und Nordamerika und in Afrika verfügt Freeport insgesamt über Kupferreserven von 46 Millionen Tonnen. Die allein würden bei einer aktuellen Jahresförderung von 1,9 Millionen Tonnen fast ein Vierteljahrhundert reichen.

Dennoch, Freeport steht vor einem schwierigen Jahr. Das ist auch der Grund für die hohe Rendite seiner Anleihen. Das erste Problem sind die schwachen Metallpreise, die den Konzernumsatz in diesem Jahr wahrscheinlich von 21 Milliarden Dollar auf 18 Milliarden drücken könnten. Immerhin hat Freeport sehr niedrige Förderkosten. Für Kupfer liegen sie bei rund 3350 Dollar je Tonne, also weit unter dem aktuellen Kupferpreis von 6000 Dollar.

Kurs92,50 Prozent
Kupon3,55 Prozent
Rendite4,87 Prozent
Laufzeit bis01.03.2022
WährungDollar
ISINUS35671DAU90
Stand: 24.04.2015

Zweites Problem von Freeport: Vor zwei Jahren stieg der Konzern wieder in die Öl- und Gasförderung ein – und wurde prompt von der im Herbst 2014 einsetzenden Baisse am Ölmarkt erwischt. Im ersten Quartal 2015 kam es deshalb zu 2,5 Milliarden Dollar Abschreibungen. Insgesamt sitzt Freeport auf 18 Milliarden Dollar Schulden. Bei einem in diesem Jahr noch möglichen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation von fünf Milliarden wäre dies das 3,6-Fache.

Die Ratingagentur S& P hat Freeport im Februar auf BBB- herabgestuft. Das ist die unterste Note im Investmentbereich. S&P rechnet aber damit, dass Freeport dank Kostensenkungen, Schuldenabbau und dem langfristig steigenden Bedarf an Metallen und Energie ab 2016 wieder besser abschneidet. Mit 36 Prozent Eigenkapitalquote ist Freeport gut finanziert.

4,9 Prozent Jahresrendite bieten lang laufende Freeport-Anleihen, mit einem gesamten Nennwert von zwei Milliarden Dollar ein großer Unternehmensbond. Notiert sind die Anleihen in Dollar. Für international orientierte Anleger ist die US-Währung nach wie vor attraktiv. Die Konjunktur in Amerika ist robust, das allgemeine Zinsniveau höher als hierzulande – und da die Euro-Krise noch länger anhalten dürfte, hebt das den Dollar zusätzlich.

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