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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Zertifikattipp - Exchange Traded Commodity: Platin

Es gibt wenige Rohstoffe, deren globales Angebot so abhängig ist von der Produktion in einem einzigen Land wie Platin. Drei Viertel des weltweit geförderten Platins von zuletzt 6,48 Millionen Unzen kommt aus südafrikanischen Minen. Die große Abhängigkeit von der Förderung am Kap wird immer mehr zu einem Risiko für die weltweite Versorgung mit dem korrosionsbeständigen Edelmetall.

Das Wachstum der südafrikanischen Platinförderung stockt seit Jahren wegen steigender Förderkosten, immer wiederkehrender Engpässe bei der Stromversorgung und hoher Lohninflation. Temporäre Förderunterbrechungen einzelner Minen durch Streiks von Minenarbeitern sind in Südafrika an der Tagesordnung. Doch zuletzt eskalierte die Lage. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Gewerkschaften und der Polizei ruht die Produktion in immer mehr Minen.

Platin

Der mit Abstand wichtigste Einsatzbereich von Platin ist der Katalysatorenbau für die Autoindustrie. Allerdings kommen mit Platin ausgerüstete Katalysatoren überwiegend in Dieselfahrzeugen zum Einsatz. Diesel sind aber vor allem in Europa verbreitet. Und dort stockt derzeit die Nachfrage. Das ist der Grund, warum der Platinpreis noch nicht stärker auf die Produktionsausfälle am Kap reagiert hat. Doch der für 2012 erwartete Angebotsüberschuss steht inzwischen auf der Kippe. Sollten die Gewerkschaften mit ihren hohen Lohnforderungen durchkommen, müssten die Minen, um weiter kostendeckend produzieren zu können, von ihren Abnehmern einen höheren Preis einfordern oder alternativ, sollte die Nachfrage weiter nachlassen, Kapazitäten stilllegen, um so den Preis zu stützen.

Ein mit physischen Platinbarren besicherter Exchange Traded Commodity (ETC) wäre eine mögliche Variante, um an einem steigenden Platinpreis zu verdienen. Anleger müssen aber wissen, dass sie mit dem Kauf das physische Platinangebot zusätzlich verknappen. Die Bestände aller mit physischem Material besicherten Wertpapiere erreichen inzwischen rund 1,5 Millionen Unzen.

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