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Aktientipp - Andritz: Schwaben-Perle bringt Milliardenschub

Kursverlauf der Andritz-Aktie

Schon heute ist absehbar, dass der österreichische Industriekonzern Andritz in diesem Jahr einen Schub bei Umsatz und Gewinn machen wird. Hauptgrund dafür ist die Übernahme des schwäbischen Pressenherstellers Schuler, die soeben von den Kartellbehörden abgesegnet wurde.

Schuler ist für Andritz eine wertvolle Stärkung. Mit seinen Großpressen (für die Auto- und die Verpackungsindustrie) baut Andritz seinen bisher kleinen Geschäftsbereich Metall verarbeitende Maschinen aus. Zu den bisher dominierenden Kundenbranchen Papierindustrie und Wasserkraft kommt als Ausgleich eine dritte, davon unabhängige Sparte dazu. Zudem ist Schuler ein kerngesundes Unternehmen. Gerade kam ein wichtiger Großauftrag von deutschen Autoherstellern herein. Schuler allein dürfte mit mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr das Andritz-Geschäftsvolumen von 5,2 Milliarden Euro auf mindestens 6,5 Milliarden anschwellen lassen. Und dabei ist Schuler rentabel. Schulers operative Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation zum Umsatz) ist mit 9,6 Prozent höher als die von Andritz (7,2 Prozent).

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Auch das bisherige Kerngeschäft von Andritz ist vielversprechend: Anlagen, Maschinen und Service für die Papier- und Faserindustrie (rund ein Drittel des Konzernumsatzes, Schuler mitgerechnet) profitieren vom Boom der südamerikanischen Holz- und Faserhersteller, der wiederum von der massiven Nachfrage aus China angetrieben wird. Im Geschäftsbereich Ausrüstungen für Wasserkraftwerke kamen 2012 trotz weltweiter Wirtschaftsberuhigung fast genauso viel Neuaufträge herein wie im Rekordjahr 2011. Jüngste Großaufträge (etwa Turbinen und Generatoren für das Wasserkraftwerk Muskrat Falls in Labrador in Kanada) sind ein gutes Vorzeichen für 2013.

Insgesamt dürfte Andritz dank stabiler eigener Geschäfte und der Perle Schuler in diesem Jahr netto mehr als 300 Millionen Euro verdienen. Das wäre etwa viermal so viel wie vor zehn Jahren und zugleich der höchste Gewinn in der 161-jährigen Geschichte des Unternehmens. Dank mehr als einer Milliarde Euro Cash sind weitere Zukäufe absehbar.

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