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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Aktientipp - Hamborner: Sechs Prozent Rendite und Substanz dahinter

Die Kapitalerhöhung vom Juli brachte die Aktie des Immobilienkonzerns Hamborner vorübergehend unter Druck. Mittlerweile aber hat der Kurs die ausgegebenen neuen Anteile verarbeitet, das Geschäftsjahr 2012 läuft gut, und dank 74 Millionen Euro neuer Mittel aus der Erhöhung geht die Expansion weiter.

Hamborner ist ein Reit, ein Real Estate Investment Trust. Das hat den Vorteil, dass das Unternehmen keine Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlen muss und fast alle Gewinne an die Aktionäre ausschüttet.

Hohe Ausschüttungen haben bei Hamborner Tradition: Seit mehr als 20 Jahren steigt die Dividende. Zuletzt waren es 40 Cent je Aktie. Auch wenn nach der Kapitalerhöhung 11,4 Millionen Aktien mehr (insgesamt jetzt 45,5 Millionen Aktien) bedient werden müssen, dürfte Hamborner an 40 Cent Dividende je Anteil festhalten. Das wären fast sechs Prozent Rendite auf den aktuellen Kurs.

Kursverlauf der Hamborner-Aktie

Der Geschäftsverlauf gibt das her. Hamborner ist ein Bestandshalter, das heißt, der Großteil der Erträge kommt aus Mieteinnahmen, nur ein kleiner Teil aus Verkäufen und Käufen des Immobilienbestands. Im ersten Halbjahr erhöhten sich die Mieteinnahmen netto um gut ein Viertel auf 16,8 Millionen Euro. Die operativen Gewinne (Funds from Operations) kletterten um 22 Prozent auf 9,8 Millionen Euro. Die Leerstandsquote ist mit 1,6 Prozent niedrig, bis Jahresende sind zweistellige Zuwachsraten bei Einnahmen und Gewinn absehbar.

Hamborner hat (Stand 30. Juni) 67 Immobilienobjekte im Bestand, vor allem Geschäfts- und Bürohäuser, Einzelhandelsgeschäfte, Baumärkte, Arztpraxen und Wohngebäude, meist in guten innerstädtischen Lagen. Neu erwarb Hamborner gerade ein großes Einzelhandelsareal in Tübingen. Dazu kommen 1,4 Millionen Quadratmeter unbebauter Flächen, überwiegend im allerdings wenig attraktiven Duisburger Norden. Den Verkehrswert der Immobilien gibt das Unternehmen mit 518 Millionen Euro an. Nach Abzug von Schulden und Verrechnung von Finanzmitteln bleibt derzeit je Aktie ein Nettoinventarwert von 8,04 Euro. Das liegt deutlich über der aktuellen Aktiennotierung und ist eine substanzielle Absicherung gegen Rückschläge.

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