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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Aktientipp - Veolia: Fetter Vorschuss und den Staat im Rücken

Nach mehr als 80 Prozent Kursverlust binnen fünf Jahren gehört der Umwelt- und Entsorgungskonzern Veolia zu den großen europäischen Wende-Spekulationen. Verfehlte Expansionspolitik hatte die Ertragskraft ruiniert und einen Schuldenberg von 15 Milliarden Euro aufgetürmt. Mit einer Schrumpfkur steuert Konzernchef Antoine Frérot erfolgreich gegen: Nach 490 Millionen Euro Verlust 2011 dürften 2012 netto über 200 Millionen Euro hängen geblieben sein.

Veolia konzentriert sich jetzt auf drei Geschäftsfelder: Wasserversorgung und Entsorgung (über 40 Prozent Umsatzanteil), Abfallwirtschaft (gut 30 Prozent) und Energieservice (zum Beispiel Stromkostenmanagment). Auf allen drei Gebieten kann Veolia auf den Heimatmarkt Frankreich bauen.

Kursverlauf der Veolia-Aktie

Aus schwierigen Märkten zieht sich Veolia zurück: Das Wassergeschäft in Großbritannien wurde weitgehend verkauft, das Nahverkehrsgeschäft in Deutschland könnte folgen. Die Verkaufserlöse helfen, die Schulden in den nächsten Jahren unter zwölf Milliarden Euro zu drücken. Dank Kostensenkungen sollte die Nettomarge vom Umsatz wieder auf zwei bis drei Prozent klettern.

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Selbst wenn das Geschäftsvolumen nach Verkäufen unter den 29 Milliarden Euro von 2012 liegt, sind in den nächsten Jahren Gewinne um 500 Millionen Euro realistisch (pro Aktie rund 90 Cent). 2013 und 2014 will Veolia je Aktie üppige 70 Cent Dividende zahlen (mehr als sieben Prozent Rendite) – ein Vorschuss auf künftige Gewinne, der wohl auch den staatlichen Großaktionär, das Finanzinstitut CDC (9,2 Prozent Anteil), gnädig stimmen soll.

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