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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Irland: Weg ins Grüne

Bei diesen Aktien steigt die Dividende

Nach dem Zusammenbruch seiner Immobilienwirtschaft und seiner Banken wurde Irland mit 68 Milliarden Euro Hilfen von der EU und dem IWF vor der Staatspleite gerettet. Nun, gut drei Jahre später, zeichnet sich ab, dass Irland als erster der europäischen Krisenstaaten bald wieder auf eigenen Füßen stehen könnte. Mit jährlichen Renditen von drei bis vier Prozent sind irische Staatsanleihen ein verlockendes Angebot.

Im vergangenen Jahr legte die irische Wirtschaft um rund ein Prozent zu, für 2013 rechnet der IWF mit 1,1 Prozent Wachstum. Dass zuletzt sogar die Arbeitslosigkeit leicht zurückging, dürfte helfen, nach dem Export die Binnenwirtschaft zu stabilisieren.

Dank Steuererhöhungen und Einsparungen konnte das Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr auf acht Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden. Das ist zwar noch weit entfernt von dem Ziel, 2015 unter drei Prozent zu kommen; aber bisher hat Irland seine Vorgaben immer planmäßig erfüllt.

Anleihe-Info: Irland
Kurs (in Prozent) 104,65
Kupon (in Prozent) 4,50
Rendite (in Prozent) 3,75
Laufzeit bis 18. April 2020
WährungEuro
ISINIE0034074488

Ein Meilenstein war die Fristverlängerung, die Irland im Februar für die Altlasten seiner notleidenden Banken durchdrückte. Dabei übernahm die irische Notenbank einen Schuldschein des irischen Staates von 25 Milliarden Euro und wandelte ihn in Staatsanleihen um. Deren durchschnittliche Laufzeit ist mit 34 Jahren viermal so lang wie die bisherige Frist. Als Folge muss Irland in den nächsten Jahren weniger neue Schulden aufnehmen.

Auch bei der Rückzahlung der Hilfen an die EU und den IWF wird derzeit über Fristverlängerungen diskutiert. Irland soll damit die selbstständige Finanzierung (durch die noch in diesem Jahr mögliche Ausgabe neuer Staatsanleihen) erleichtert werden. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat vor Kurzem den Ausblick für Irland von „negativ“ auf „stabil“ angehoben und das Rating bestätigt, das mit BBB+ sogar schon im Investmentbereich liegt.

Was Sie über Gold wissen sollten

Dennoch, ein Selbstläufer ist die irische Erholung nicht. Zum einen besteht die Gefahr, dass Preisrückgänge am Immobilienmarkt neue Hilfsaktionen für Banken notwendig machen. Zum anderen ist die irische Wirtschaft vom Export in andere europäische Länder abhängig. Sollte hier die Konjunktur abkippen, würde das auch Irland nach unten ziehen. Im Gegensatz zu S&P stuft Moody’s irische Staatsanleihen mit Ba1 als spekulativ ein, wenngleich hier mit der obersten Note.

Irische Staatsanleihen (etwa Papiere mit Laufzeit bis 2020 und 3,7 Prozent Jahresrendite) eignen sich als spekulative Depotergänzung. Ein Basisinvestment sind sie nicht.

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