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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Otto: Magerzeit vorüber

Das Orakel von Omaha hat gesprochen
Zum Auto-Versicherer Geico"Geico hilft den Menschen Geld zu sparen. Das kommt an. Wir haben hier auch eine Menge nette Leute von Geico in der Exhibition Hall. Sie können auch Ihnen Geld sparen. Sie können die Halle jederzeit verlassen, wenn Charlie spricht." (Buffett) „Ich rechne damit, dass Geico in diesem Jahr eine Million neue Kunden gewinnt. Das sind Dreiviertel des Wachstums des Gesamtmarkts.“ (Buffett) Quelle: rtr
Zur Wertentwicklung von Berkshire Hathaway"Wenn die Märkte sich so weiterentwickeln in diesem Jahr, wird es das fünfte Jahr in Folge sein, in dem wir schlechter abschneiden als der S&P500. Das ist kein Freudentag, aber es wird uns auch nicht entmutigen. Wir legen Wert darauf, dass wir in schlechten Markt-Jahren wie 2008 besser abschneiden und unsere Stärke zeigen." (Buffett) „Wir wachsen ein bisschen langsamer, aber wir sind immer noch ziemlich gut.“ (Munger) Quelle: rtr
Zur Frage nach Buffetts Nachfolger und der Zeit nach Buffett„Der Schlüssel wird sein, die Kultur von Berkshire zu erhalten und einen Nachfolger als Vorstandschef zu haben, der sogar mehr Leidenschaft, Hirn und Energie besitzt als ich.“ (Buffett) „Wir sind im Aufsichtsrat schon übereingekommen, wer dieses Individuum sein wird.“ (Buffett) „An alle Mungers im Saal: Seid nicht so dumm, dann eure Anteile zu verkaufen“ (Munger) „Das gilt auch für alle Buffetts!“ (Buffett) „Mein Nachfolger wird nicht alle identisch machen, aber die Dinge werden sich nicht dramatisch ändern.“ (Buffett) „Berkshires Reputation wird noch dadurch gefestigt, dass wir Kapital bereitstellen, wenn andere es nicht mehr können. Und wenn das passiert, wenn ich nicht mehr da bin, dann wird es die Marke Berkshire stärken.” (Buffett) „Mein Sohn Howard wird Berkshire nicht leiten oder in die Geschäfte eingreifen. Als nonexecutive Chairman soll er darauf achten, dass die Kultur von Berkshire erhalten bleibt.“ (Buffett zu der Frage von Kass, was Howard Buffett zu dem Job qualifiziere außer seiner Geburt als Buffett) Quelle: AP
Zur Übernahme von Heinz zusammen mit 3G Capital„Das ist ein absolut fairer Deal. Ich musste kein Wort der Vereinbarung ändern.“ „Falls jemand glaubt, dass die Investition totes Geld ist, der macht meiner Meinung nach einen Fehler. Aber wir werden das in fünf Jahren wissen.“ (Buffett) Im Bild: Karma Perrot aus New Mexico am Empfang der Berkshire-Hauptversammlung. Quelle: AP
Zu der Entscheidung der SEC, dass kursrelevante Nachrichten auch per Facebook & Co verbreitet werden dürfen„Ich lehne das ab. Ich will nicht ständig auf deren Webseite starren müssen und hoffen, nicht zehn Sekunden später als die anderen zu sein.“ (Buffett) Quelle: AP
Zur Nutzung von Twitter„Ich weiß auch nicht genau, warum ich das mache.“ (Buffett) „Ich halte mich von Twitter fern wie von der Pest.“ (Munger) Quelle: AP
Zur Frage, ob Berkshire zu groß geworden ist„Wir machen es besser als die Giganten der Vergangenheit“ (Munger) Quelle: REUTERS

Zu den deutschen Mega-Familienkonzernen, die zwar jeder kennt, die aber trotzdem eher als verschwiegen gelten, zählt die Otto-Gruppe. Der Hamburger Konzern erzielte nach letzten Zahlen im Geschäftsjahr 2011/12 (Stichtag 28. Februar) 11,6 Milliarden Euro Umsatz. Die Einzel-, Versand-, Internet-Handelssparte steht dabei für 86 Prozent der Erlöse, die Logistik für knapp zehn Prozent und der – ertragreiche – Finanzdienstleistungsbereich (Kredite, Versicherung, Inkasso) für knapp 600 Millionen Euro Umsatz. Der Handelsbereich leidet unter starkem Konkurrenzdruck, über Altanbieter wie Amazon und aufstrebende Unternehmen wie Zalando. Im Jahr 2012 sind die Umsätze deshalb nur um 0,4 Prozent gewachsen. Im reinen Online-Geschäft allerdings seien die Erlöse „kräftig auf weltweit 5,7 Milliarden Euro gestiegen“, so Konzernchef Hans-Otto Schrader. Erste Zahlen für das Ende Februar abgelaufene Geschäftsjahr hat bisher schon die Einzelgesellschaft Otto veröffentlicht. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro zu. Das Ziel, eine Umsatzrendite von drei bis fünf Prozent zu erzielen, ist laut Bereichsvorstand Alexander Birken „sehr, sehr gut“ erfüllt worden. Das deutet darauf hin, dass die Otto-Gruppe insgesamt bei der Bilanzvorlage am kommenden Mittwoch bessere Zahlen als noch vor Jahresfrist wird vorlegen können. Damals lag das Ergebnis in der Gruppe vor Steuern und Zinsen bei 259 Millionen Euro, als Jahresüberschuss blieben magere 23 Millionen Euro übrig.

Anleihe-Info: Otto
Kurs (in Prozent)104,70
Kupon (in Prozent)3,85
Rendite (in Prozent)3,09
Laufzeit bis1. November 2019
WährungEuro
ISIN XS0847087714

Die Aussicht auf bessere Zahlen hat sich positiv in den Kursen der Otto-Anleihen niedergeschlagen. Trotzdem lassen sich auf Sicht von sechs Jahren noch 3,1 Prozent Rendite erzielen. Abzüglich Steuern auf den Zinskupon von 3,875 Prozent bleiben gut 2,1 Prozent Rendite hängen, zurzeit ist das sogar fast ein Prozentpunkt mehr als die Inflation. Das Risiko bei Otto ist insgesamt nicht ganz ohne. Die Nettofinanzverschuldung lag in der Gruppe zuletzt bei 1,9 Milliarden Euro oder dem fast vierfachen Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda). Das ist eine schwache Quote.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Die Hamburger weisen jedoch eine für einen Einzelhändler hohe Eigenkapitalquote von 27 Prozent aus. Das Verhältnis von Eigenkapital zu Nettofinanzschulden lag laut letzter Bilanz bei eins – das ist tragbar. Insgesamt darf Otto daher so eben in den Investitionsbereich eingeordnet werden. Die Anleihe darf in einem konservativen Depot leicht, in einem spekulativen Depot höher gewichtet sein.

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