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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Schwedenkrone: Raus aus dem Euro

Die höchsten Inflationen aller Zeiten
Turkmenistan, Januar 1992 - November 1993Währung: Manat Tägliche Inflationsrate: 5,71 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 12,7 Tage Quelle: Institute for Applied Economics, John Hopkins University Baltimore Quelle: AP
Armenien, Oktober 1993 - Dezember 1994Währung: Rubel Tägliche Inflationsrate: 5,77 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 12,5 Tage Quelle: REUTERS
China, Oktober 1947 - Mitte Mai 1949Währung: Yuan Tägliche Inflationsrate: 14,1 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 5,34 Tage
Griechenland, Mai 1941 - Dezember 1945Währung: Drachme Tägliche Inflationsrate: 17,9 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 4,27 Tage
Deutschland, August 1922 - Dezember 1923Währung: Papiermark Tägliche Inflationsrate: 20,9 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 3,70 Tage
Republika Srpska, April 1992 - Januar 1994Währung: Dinar Tägliche Inflationsrate: 64,3 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 1,41 Tage
Jugoslawien, April 1992 - Januar 1994Währung: Dinar Tägliche Inflationsrate: 64,6 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 1,41 Tage Quelle: dpa

Mit einem Zugewinn von fünf Prozent allein in den vergangenen drei Monaten gehört die schwedische Krone zu den stärksten internationalen Währungen. Selbst andere bei Euro-Flüchtlingen beliebte Währungen, wie der Schweizer Franken oder die norwegische Krone, schlagen sich derzeit nicht so gut wie das Schwedengeld. Wer entsprechende Anleihen hat (etwa nach Empfehlung in WirtschaftsWoche 35/2012), kann ruhigen Gewissens an seinem Investment festhalten. Neueinsteiger können die Rendite noch etwas erhöhen, wenn sie auf Papiere mit einer längeren Laufzeit setzen, etwa bis ins Jahr 2020.

Schweden ist eine Erfolgsstory. Seit 2000 ist das Land im Durchschnitt pro Jahr um mehr als zwei Prozent gewachsen. Reiche Rohstoffvorkommen, vor allem Eisenerz aus Kiruna im Norden des Landes, kommen über den staatseigenen Bergbaukonzern LKAB direkt dem Land zugute. Schweden kann sich hohe Forschungsausgaben leisten, sie machen 3,4 Prozent des Inlandsprodukts aus (Deutschland bringt es nur auf 2,8 Prozent). Das hebt die Produktivität und das Lohnniveau, beides stützt den Konsum.

Die großen Exportunternehmen klagen zwar über Nachteile durch die starke Krone; doch die Regierung versucht das mit niedrigeren Steuern und verstärkten Infrastrukturausgaben auszugleichen. Die Währung dämpfen will sie keineswegs, auch die Notenbank verfolgt hier strikt eine neutrale Linie. Im Gegenteil: Die Regierung nutzt die starke Krone sogar als Druckmittel, damit die Unternehmen weitere Teile ihres internationalen Geschäfts von der angeschlagenen Euro-Zone in die Schwellenländer verlagern.

Anleiheinfo Schwedenkrone
Kurs (in Prozent)115,66
Kupon (in Prozent)5,00
Rendite (in Prozent)2,72
Laufzeit bis1. Dezember 2020
WährungSchwedische Kronen (SEK)
ISINXS0219399275

Für dieses Jahr rechnet die schwedische Notenbank mit 1,2 Prozent Wachstum, nächstes Jahr sollen es mehr als 2,5 Prozent werden. Die Verschuldung ist mit 36 Prozent der Wirtschaftsleistung gering.

Schweden hat, kein Wunder, ein Top-Rating von AAA. Entsprechend knapp sind die Renditen für schwedische Staatsanleihen. Laufzeiten bis 2020 etwa (SE0001149311) bringen derzeit 1,7 Prozent jährliche Rendite.

Einen Prozentpunkt mehr gibt es auf Schwedenkronen-Anleihen der Europäischen Investitionsbank. Die EIB, 1958 mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, ist das Finanzierungsinstitut der Euro-Zone. Eigentümer der EIB sind die Mitgliedsländer der EU. Auch die EIB hat ein AAA-Spitzenrating.

Schweden-Anleihen der EIB sind ab einer Stückelung von 5000 Kronen (600 Euro) an deutschen Börsen zu handeln.

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