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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Stada: Rentables Rezept

Das sind Deutschlands wertvollste Städte
Platz 10Auf dem letzten Rang der Top Ten landet Hannover. Hier sitzen etwa die Continental AG und die Versicherungsgesellschaft Talanx. Börsennotierte Unternehmen: 4 Börsenwert in Milliarden Euro: 35,56 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 9In Stuttgart sitzt etwa die Daimler AG. Börsennotierte Unternehmen: 2 Börsenwert in Milliarden Euro: 49,52 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 8In Frankfurt finden sich etwa die Deutschlandzentralen von Nestlé und Ferrero. Börsennotierte Unternehmen: 6 Börsenwert in Milliarden Euro: 59,57 Quelle: dpa
Platz 7Bonn ist der große Verlierer des Jahres. Die ehemalige Bundeshauptstadt fliegt zum ersten Mal in der Geschichte der Börsenliga aus den Top 5 und ist nur noch auf Rang 7 zu finden. "Das liegt aber nicht etwa an absolut schlechten Ergebnissen von Telekom und Post. Andere haben sich in diesem Jahr einfach besser entwickelt und sind dadurch im Ranking hochgerutscht“, erklärt Dr. Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher.Börsennotierte Unternehmen: 2 Börsenwert in Milliarden Euro: 64,34 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 6Ludwigshafen ist der Standort des Chemieriesen BASF. Börsennotierte Unternehmen: 1 Börsenwert in Milliarden Euro: 68,02 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 5Volkswagen ist das Markenzeichen schlechthin von Wolfsburg - es ist auch das einzige börsennotierte. Börsennotierte Unternehmen: 1 Börsenwert in Milliarden Euro: 71,81 Quelle: dpa
Platz 4Düsseldorf hat einen Stammplatz unter den Top Ten der Börsenliga. Allerdings war die Stadt im Vorjahr noch auch Rang 2 zu finden. Zu den börsennotierten Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf gehören Henkel und die Metro Group. Börsennotierte Unternehmen: 6 Börsenwert in Milliarden Euro: 72,04 Quelle: dpa Picture-Alliance

Mit 2,4 Prozent Jahresrendite ist die neue Anleihe des Pharmakonzerns Stada zwar kein Hochzinspapier, bringt allerdings immer noch doppelt so viel wie der Durchschnitt öffentlicher Anleihen. Zudem ist die Ausstattung des Stada-Bonds für Privatanleger geeignet: Die Mindeststückelung liegt bei 1000 Euro, die Laufzeit ist mit fünf Jahren überschaubar, die Kauf-Verkaufs-Spanne mit 0,1 Prozent günstig – und verzwickte Kündigungsklauseln sind auch nicht eingebaut. Dass für Stada kein Rating einer großen Agentur vorliegt, ist zu verschmerzen. Dem Unternehmen spart das Gebühren – und dass Stada seit mehr als 20 Jahren in jeder Saison einen Nettogewinn gemacht hat, spricht auch so für die Stabilität des Geschäfts.

Stada aus dem hessischen Bad Vilbel konzentriert sich auf die Produktion und den Verkauf von Generika, also Nachahmermedikamenten, die nicht mehr unter Patentschutz stehen. Eine aufwendige Forschung nach neuen Wirkstoffen entfällt damit; das dämpft die Kosten.

Anleihe-Info: Stada
Kurs (in Prozent)99,52
Kupon (in Prozent)2,25
Rendite (in Prozent)2,36
Laufzeit bis5. Juni 2018
WährungEuro
ISINXS0938218400

Trotz der Sparzwänge im Gesundheitswesen bietet der Generikamarkt gute Wachstumsaussichten: Der Bedarf an preisgünstiger Medikation steigt, die Zahl auslaufender Patente ist hoch. Das Branchenforschungsinstitut IMS Health rechnet damit, dass der weltweite Pharmamarkt in den nächsten Jahren im Durchschnitt um neun Prozent pro anno zulegt. Auch wenn das echte Wachstum nach Gewährung von Rabatten geringer ausfällt, dürfte Stada durchaus mit der durchschnittlichen Rate der vergangenen drei Jahre weiter zulegen, also um rund fünf Prozent pro Jahr.

Motor dafür ist immer mehr der zweite Geschäftsschwerpunkt: frei verkäufliche Markenprodukte wie Grippostad, Mobilat (gegen Gelenk-beschwerden) oder Ladival (Sonnencreme). Dieses Geschäftsfeld baut Stada aus, da es weniger regulatorischen Eingriffen unterliegt als die Generika. Allein im ersten Quartal erhöhte Stada hier den Umsatz um 13 Prozent. Dabei sind die Gewinnmargen doppelt so hoch wie bei den Generika.

Insgesamt dürfte Stada nach einem guten ersten Quartal (Umsatz und operativer Gewinn plus acht Prozent) in diesem Jahr fast zwei Milliarden Euro Umsatz schaffen. Angesichts stabiler Margen sind vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation rund 400 Millionen Euro Gewinn realistisch. Daran gemessen sind die Nettoschulden (knapp 1,2 Milliarden Euro) noch vertretbar. An Eigenkapital stehen 969 Millionen Euro in den Büchern, 32 Prozent der Bilanzsumme.

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