Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Wie Anleger jetzt mit der Porsche-Holding-Aktie Rendite machen können oder warum sich Zertifikate auf Nahrungsmittel-Aktien lohnen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Gelber Porsche Quelle: dpa

Aktientipp - Porsche: Spekulation um 30 Prozent Aufholjagd

Man kann dem ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking viel vorwerfen: Etwa, dass er mit einer halsbrecherischen Strategie versuchte, den viel größeren Autokonzern Volkswagen zu übernehmen; oder dass die unter seiner Ägide gebauten Autos nicht mehr die Langlebigkeit älterer Modelle erreichen. Doch für eines werden sowohl freie als auch Familienaktionäre dem Westfalen dankbar sein: Dass er aus einer etwas verschrobenen Sportwagen-Manufaktur einen effizienten Autokonzern machte, der dank eines verbreiterten Modellangebot ein enormes Entwicklungspotenzial bietet. Die Zuwachsraten in den Absatzmärkten China und USA sind zweistellig. Mit wahrscheinlich 1,8 Milliarden Euro Reingewinn bei 13,5 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr ist Porsche der profitabelste Autobauer der Welt.

Allerdings, wer Porsche-Aktien kauft, ist nur noch indirekt am Erfolg der 911er, Cayennes, Panameras und anderer Flitzer beteiligt. Die Porsche-Aktien, die es an der Börse gibt, sind Anteile der Porsche Holding SE. In dieser Dachgesellschaft (deren nicht notierte Stammaktien den Familien Porsche und Piëch sowie dem Emirat Katar gehören) stecken als wertvollster Bestandteil 32,2 Prozent am VW-Konzern. Der Marktwert dieses Pakets liegt bei 24 Milliarden Euro; und das ist keineswegs übertrieben: Das erwartete Gewinnwachstum bei VW ist dank starker Geschäfte in den Schwellenländern zweistellig, die Gewinnbewertung (KGV 2013) liegt nur bei sieben.

Kursverlauf der Porsche-Aktie

Setzt man für die nicht börsennotierten PSE-Anteile den gleichen Kurs wie für die PSE-Vorzüge an, ergibt das für die Porsche-Holding gut 17 Milliarden Euro Börsenwert. Das wären sieben Milliarden Rabatt auf das VW-Paket. Ein Grund dafür sind mögliche Klagen gegen Porsche wegen Marktmanipulation in der Übernahmeschlacht um VW. Doch selbst, wenn man dafür vorsichtshalber zwei Milliarden Euro abzieht, bleiben noch fünf Milliarden Vorteil. Über den Daumen gepeilt wären das 30 Prozent Kursspielraum.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Zudem: Ob die Familien Piëch und Porsche nach den extremen Kursturbulenzen der vergangenen Jahre Porsche für alle Zeiten an der Börse lassen, ist fraglich. Ein eventueller Rückkauf würde dem Papier einen weiteren Kick geben.

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