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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Warum Anleger jetzt von der Aktie des Pharmaherstellers Stada profitieren oder sich Zertifikate auf Platin lohnen könnten. Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds für die private Geldanlage.

Stada: 2013 winkt ein Rekordumsatz Quelle: dpa

Aktientipp - Stada: Mehr Gewinne ohne Kasse und Rezept

Soeben erhielt Stada von der Krankenkasse AOK den Zuschlag für die wichtigen Massenmedikamente Omeprazol (gegen Magenleiden) und Risperidon (gegen Psychosen). Mit diesen Rabattverträgen bekommt die AOK die Medikamente von Stada zwar günstiger, dafür aber sorgt sie dafür, dass ihre Versicherten nur diese Präparate bekommen. Angesichts von 24 Millionen AOK-Versicherten bringt der Vertrag ordentlich Umsatz. Ähnliche Abkommen hat Stada auch mit den großen Kassen Barmer und Techniker abgeschlossen. Stada dürfte so seinen Anteil am deutschen Generikamarkt von derzeit 13 Prozent weiter ausbauen.

Wesentlich stärker als im Geschäft mit Nachahmerpräparaten legt Stada bei Produktion und Absatz rezeptfreier Medikamente zu. Grippostad (gegen Erkältungskrankheiten), Mobilat (bei Gelenkschmerzen) und andere frei verkäufliche Markenprodukte machen derzeit ein Drittel der Stada-Umsätze aus, bringen aber schon fast die Hälfte der Gewinne. Ihr Anteil am Stada-Geschäft wird zunehmen – und damit steigt auch die Gewinnspanne schrittweise an.

Kursverlauf der Stada-Aktie

Der wichtigste Zukunftsmarkt für Stada ist Russland. Über den Ableger Nizhpharm werden dort Medikamente produziert und verkauft. Dank zweistelliger Wachstumsraten dürfte das Russlandgeschäft in diesem Jahr ein Fünftel zum gesamten Stada-Umsatz beitragen. Die erzielten Preise sind gut, da Patienten ihre Medikamente überwiegend direkt bar bezahlen müssen und weil es keine mächtigen Krankenkassen gibt, die Preise deckeln.

In den nächsten Jahren will Stada auch die Position in Asien und im pazifischen Raum ausbauen. Mit vier Prozent Umsatzanteil hat Stada hier reichlich Nachholbedarf. In Serbien hat Stada die aus Zahlungsausfällen von Großhändlern entstandenen Probleme bereinigt, nun wird ein Entwicklungscenter für Medikamente aufgebaut.

2013 könnte Stada mit deutlich mehr als 1,8 Milliarden Euro einen Rekordumsatz erzielen. Netto sollten erstmals gut 150 Millionen Euro Gewinn bleiben. Im weltweiten Generikageschäft ist das Unternehmen aus dem hessischen Bad Vilbel damit die Nummer fünf – und mit rund 1,6 Milliarden Euro Börsenwert als Übernahmekandidat nicht zu teuer.

Aktientipp - Wienerberger: Wohnungs-Boom treibt den Ziegelmarkt

Kursverlauf der Wienerberger-Aktie

Um sieben Prozent liegen die Neubaugenehmigungen für Wohnungen und Eigenheime in Deutschland derzeit über Vorjahr. In ähnlicher Höhe, so der Branchenverband des Bauhauptgewerbes, könnte das Volumen des Wohnungsbaus 2013 zunehmen. Angesichts niedriger Zinsen und Wohnungsnot in Ballungsgebieten eine realistische Prognose, die einem Unternehmen besonders zugute kommen sollte: der österreichischen Wienerberger, dem größten Ziegelhersteller der Welt.

Der kann die Ankurbelung durch den nördlichen Nachbarn gut gebrauchen. Wegen der Schuldenkrise ist der Neubau von Häusern und Wohnungen in großen Absatzländern wie Frankreich und Italien rückläufig. Schwacher Ziegelverkauf, die mangelnde Auslastung vieler Ziegelwerke und der Konzernumbau führten 2012 zu Verlusten; nach Schätzungen zwischen 25 und 40 Millionen Euro.

10 Tipps für Börseneinsteiger

Mehr als die Hälfte seines Geschäfts (und in guten Jahren weit mehr als die Hälfte seines Gewinns) macht Wienerberger mit Ziegeln in Westeuropa. Deutschland ist hier der größte Einzelmarkt. Wenn der in Bewegung kommt, wird das die Wienerberger-Zahlen wieder liften. Ebenfalls auszahlen dürfte sich der Zukauf des Kunststoffrohr-Herstellers Pipelife, der bereits rentabel arbeitet und Wienerberger in diesem Jahr einen Umsatzschub von 2,3 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden ermöglichen sollte.

Wegen schwankender Ertragszahlen sind Wienerberger-Aktien ein spekulatives Investment; aber auch ein substanzielles: In der Bilanz stecken zwei Milliarden Euro Eigenkapital, mehr als doppelt so viel wie der Börsenwert.

Zertifikattipp - Platin: Minen-Manager drehen an der Preisschraube

Diese Unternehmen machten nach der IPO dicht
HessKaum vier Monate nach dem Börsengang ist der Leuchtenhersteller Hess pleite. "Die Hess AG ist zahlungsunfähig", stellte der neue Alleinvorstand Till Becker fest und kündigte den Gang zum Insolvenzgericht an. Verhandlungen mit dem Großaktionär, der Familie Hess, über eine Kapitalspritze waren ebenso gescheitert wie Gespräche mit neuen Investoren. Diese fürchten die Risiken von Klagen verärgerter Aktionäre, die seit Oktober fast ihren ganzen Einsatz verloren haben. Vorstandschef Christoph Hess und Finanzvorstand Peter Ziegler waren vor drei Wochen unter dem Verdacht der Bilanzfälschung geschasst worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bei dem Unternehmen aus Villingen-Schwenningen im Schwarzwald wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs durch falsche Angaben im Börsenprospekt. "Aufgrund der Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche Anlegerklagen bestehen auch keine hinreichenden Aussichten auf eine kurzfristige Eigen- beziehungsweise Fremdkapitalzufuhr durch Investoren", teilte der Hersteller von Straßenlaternen mit. Mit dem Insolvenzantrag rund vier Monate nach der IPO stellt Hess einen traurigen Rekord auf. So schnell gingen nicht einmal die Unternehmen vom Neuen Markt pleite. Quelle: dpa
GigabellAm 11. August 1999 ging der Internet- und Telefonanbieter Gigabell mit Sitz in Frankfurt an die Börse. Der Emissionspreis der Aktie lag bei 38 Euro, nur wenig später war das Papier - der Dotcom-Euphorie sei Dank - mehr als 130 Euro wert. Dann geriet das Unternehmen ins Trudeln. Am 15. September 2000 meldete Gigabell Insolvenz an. Damit begann das Ende des Nemax und der deutschen Dotcom-Blase. Quelle: dpa
Biodata Information TechnologyAuch das in der IT-Sicherheit tätige Unternehmen Biodata hielt nicht viel länger durch. Der Anbieter von Verschlüsselungssoftware und Netzwerkkomponenten ging im Jahr 2000 an die Börse. Die Aktie, ausgegeben zu 45 Euro, erreichte schon am ersten Tag astronomische Höhen von 300 Euro und mehr. Der Höchstkurs lag bei 439 Euro. Nur hatten diese Summe nichts mit dem tatsächlichen Wert des Unternehmens zu tun, Biodata schrieb laufend Verluste. Im November 2001 meldete das Unternehmen dann Insolvenz an. Quelle: dpa
Kabel New Media1993 gründete Peter Kabel das Unternehmen Kabel New Media, mit dem er 1999 auch an die Börse ging. Das Beratungsunternehmen erlitt ein ganz ähnliches Schicksal wie andere im Nemax gelisteten Firmen und hinkte mit den tatsächlichen Umsätzen den Entwicklungen an der Börse hinterher. Die Folge: Im Juli 2001 stellte das Unternehmen den Insolvenzantrag, am ersten September 2001 wurde das Verfahren eröffnet. Gegen Geschäftsführer Kabel ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Insiderhandels, der Kursmanipulation und Insolvenzverschleppung. Im Juni 2007 stellt das Amtsgericht Hamburg das Verfahren gegen Peter Kabel wegen gegen eine Geldauflage von rund 14.000 Euro ein. Quelle: dpa
Brain InternationalDas Softwareunternehmen Brain International ging im Jahr 2000 im Segment "Neuer Markt" an die Börse. Nur zwei Jahre später, am 30.8.2002 eröffnete das Amtsgericht Freiburg das Insolvenzverfahren für die drei Gesellschaften Brain International AG, Breisach, Brain Automotive Solutions GmbH und Brain Industries Solutions GmbH.
Ceyoniq Die Bielefelder Softwarefirma Ceyoniq hielt nach dem Börsengang noch gut vier Jahre durch: 1998 wagte das Unternehmen den Schritt aufs Parkett, 2001 rutschte es in die Verlustzone. Rund 90 Millionen Euro Miese machten die Bielefelder, wiesen aber sämtliche Pleitegerüchte von sich. Auch die Aktie ging auf Talfahrt - bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Jahr 2002 hatte das Papier bereits 98 Prozent seines Wertes eingebüßt. Die Vorstände der Ceyoniq AG kamen wegen Betrugsverdachts vorübergehend in Untersuchungshaft.
ComroadAuch Bodo Schnabel, Gründer der Comroad AG, beendete seine Karriere am neuen Markt in einer Zelle. Das Unternehmen, das Navigationsgeräte herstellte, startete am 26. November 1999 erfolgreich am Neuen Markt in Frankfurt und gehörte bald zu den Topwerten im Nemax. Anfang 2002 wurde dann bekannt, dass Comroad im großen Stil Scheingeschäfte getätigt hatte - und das bereits seit 1998. Rund 95 Prozent der Umsätze waren erfunden. Im April 2002 wurde Comroad wegen Bankrotts geschlossen, Vorstandsvorsitzender Schnabel landete in Untersuchungshaft. Quelle: dpa

Der größte Platinproduzent der Welt, die südafrikanische Anglo American Platinum, ist im vergangenen Jahr mit 166 Millionen Dollar Verlust in die roten Zahlen gerutscht. Verantwortlich dafür waren hohe Produktionskosten und der niedrige Platinpreis. Anglo American will gegensteuern und dabei an zwei Schrauben drehen: direkt an den Produktionskosten und indirekt am Platinpreis. Zum einen werden mehrere Minen geschlossen, Tausende Mitarbeiter entlassen; zum anderen wird die geplante Drosselung der Jahresproduktion um 400 000 Unzen das Platinangebot senken und damit den Preis stabilisieren. Die Macht dazu haben die Südafrikaner. Immerhin stammen drei Viertel der weltweiten Platinproduktion aus Südafrika, davon wiederum die Hälfte aus Minen von Anglo American. Die Rohstoffexperten der britischen Barclays Bank rechnen damit, dass die weltweite Platinproduktion in diesem Jahr um 2,7 Prozent auf 5,68 Millionen Unzen sinkt. Das wäre der niedrigste Stand seit 13 Jahren.

Heiße Wetten auf weißes Metall
Zertifikate für eine Spekulation auf einen steigenden Platinpreis (aktuell 1695 Dollar je Feinunze)
Partizipationszertifikat ohne HebelFaktorzertifikat mit Hebel
Kurs (Euro)15,46115,89
Stoppkurs (Euro)13,0592,71
Funktionsteigt und sinkt dank Währungssicherung wie der Platinpreis in Dollar; keine Laufzeitgrenze; für langfristige Spekulation geeigneterstärkt die Preisbewegungen um den Faktor drei; Beispiel: Steigt Platin um 15 Prozent, klettert das Zertifikat um rund 45 Prozent; keine Laufzeitgrenze; für kurz- bis mittelfristige Spekulation geeignet
Kauf-Verkaufs-Spanne0,3 Prozent2,0 Prozent
Emittentin (Ausfallprämie)Deutsche Bank (1,1 Prozent = mittleres Ausfallrisiko)Commerzbank (1,6 Prozent = erhöhtes Ausfallrisiko)
ISINDE000DB2XPT9DE000CZ34QT3
Chance/Risiko8/610/9
Quelle: Thomson Reuters, Bloomberg

Auf der anderen Seite ist die Nachfrage robust. Mehr als die Hälfte des Platins geht in die Autoindustrie für Katalysatoren. Zwar ist der Fahrzeugabsatz in Europa wegen der Schuldenkrise rückläufig; weltweit aber dürften in diesem Jahr dank der ungebrochenen Nachfrage in den Schwellenländern und der guten Autokonjunktur in den USA zwei Prozent mehr Fahrzeuge verkauft werden.

Was aus 1000 Euro in zehn Jahren wurde

Mit rund 1700 Dollar je Feinunze liegt der Platinpreis ein Viertel unter seinen Spitzennotierungen vom März 2008. Bei rückläufigem Angebot und stabiler Nachfrage könnten in den nächsten ein bis zwei Jahren Preise um 2000 Dollar möglich sein; genug Spielraum für eine Platin-Wette mit Zertifikaten.

Anleihetipp - Hornbach: 3,7 Prozent auf alles

Staatsfonds kapern die ganze Welt
Platz 15: International Petroleum Investment - VAEDer Staatsfonds der International Petroleum Investment Company in den Vereinigten Arabischen Emiraten verfügt über ein Vermögen von 65,3 Milliarden US-Dollar. Der Fonds wurde im Jahr 2006 gegründet, um Dubais Staatsunternehmen finanziell zu unterstützen. Dadurch soll die wirtschaftliche Entwicklung des Emirates vorangetrieben werden. Quelle: dpa
Platz 14: Investment Corporation of Dubai - VAEEin Staatsfonds aus Dubai. Der Investment Corporation of Dubai verwaltet insgesamt ein Vermögen von 70 Milliarden US-Dollar. Quelle: dapd
Platz 13: Australian Future FundDer australische Staatsfonds Australian Future Fund verfügt über ein Vermögen von 83 Milliarden US-Dollar. Trotz eines BIP von mehr als einer Billionen US-Dollar, gehört der australische Staatsfonds zu einem der kleinsten Staatsfonds auf der Welt. Der Fonds wurde gegründet, um die künftigen Rentenzahlungen der australischen Beamten bedienen zu können. Quelle: AP
Platz 12: Qatar Investment AuthorityDas Vermögen des Staatsfonds der Qatar Investment Authority in Katar beläuft sich auf knapp 115 Milliarden US-Dollar. Seit der Gründung im Jahr 2005 kauft sich das Emirat über Fonds und Tochtergesellschaften bei Unternehmen weltweit ein. Quelle: rtr
Platz 11: National Social Security Fund - ChinaKnapp 135 Milliarden US-Dollar hat der chinesische National Social Security Fund unter Verwaltung. Seit dem Start im Jahr 2000 erwirtschaftete der Fonds, dank eines breit gestreuten Portfolios, eine konstant gute Rendite. Quelle: rtr
Platz 10: National Welfare Fund - RusslandDas Vermögen des russischen National Welfare Fund beläuft sich auf 149,7 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen stammen überwiegend aus Öl- und Gasgeschäften. Der Fonds investiert einen großen Teil des Geldes in Aktien und Anleihen. Darüber hinaus ist der Staatsfonds auch als Kreditgeber für den russischen Bankensektor aktiv. Quelle: dpa
Platz 9: Temasek Holdings - SingapurEin weiterer Staatsfonds Singapurs - diesmal der Temasek Holdings - verfügt über ein Vermögen von 157,5 Milliarden US-Dollar. Ziel des Fonds ist es, Unternehmen mit guten Wachstumsaussichten mit Kapital zu unterstützen. Dadurch soll die wirtschaftliche Entwicklung des Stadtstaates vorangetrieben werden. Quelle: AP

Dass der Baumarktkonzern Hornbach im November seine Ergebnis- und Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2012/13 (bis Ende Februar) gesenkt hat, war keine gute Nachricht für die Aktionäre. Hornbach rechnet jetzt mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern unterhalb des Vorjahreswertes von 128 Millionen Euro. Die Rezession in der Euro-Zone trübt die Konsumfreude der Heimwerker. Doch im Vergleich zum Gros der Konkurrenz stehen die Pfälzer noch gut da.

Vor allem im Gegensatz zu Praktiker. Den Konkurrenten hat die „20 Prozent auf alles“-Strategie beinahe ruiniert. Hornbach hingegen eröffnet neue Bau- und Gartenmärkte, expandiert ins Ausland und wächst schneller als die Branche. Zum Vergleich: Praktiker hat im vergangenen Jahr 14 Filialen geschlossen, Hornbach hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres drei Märkte eröffnet, in Rumänien, Schweden und der Schweiz. Insgesamt gibt es 138 Hornbach-Märkte in Europa, vier mehr als im Vorjahr. Hornbach gehört zu 76 Prozent der Hornbach Holding, an der wiederum die Familie Hornbach zu 38 Prozent beteiligt ist, der britische Baumarktkonzern Kingfisher hält 21 Prozent.

Anleihe-Info: Hornbach
Kurs (in Prozent) 100,71
Kupon (in Prozent)3,875
Rendite (in Prozent) 3,76
Laufzeit bis 15. Februar 2020
WährungEuro
ISINDE000A1R02E0

Seit 1993 ist Hornbach börsennotiert – und seither hat das Unternehmen in jedem Jahr seinen Umsatz erhöht. Zugleich fielen in jedem Jahr Gewinne an, im aktuellen Geschäftsjahr 2012/13 dürften es netto wahrscheinlich 70 Millionen Euro werden. Daran gemessen ist die neue Anleihe ein interessantes Angebot. Das Papier läuft bis 2020, wirft einen jährlichen Kupon von 3,875 Prozent ab, bei aktuellen Kursen von 100,71 Prozent ergibt das eine Jahresrendite von 3,7 Prozent. Das sind 2,7 Prozentpunkte mehr, als es für Bundesanleihen gleicher Laufzeit gibt.

Kuriose Börsenpannen

Die Ratingagentur Moody’s verpasst der Anleihe die Note Ba2. Moody’s moniert, dass Hornbachs Expansion liquide Mittel binden könnte. Außerdem sei das Unternehmen im Vergleich zu anderen Spielern, etwa zur britischen Kingfisher, recht klein. Mit dieser Note ist das Papier ein spekulatives Investment, liegt hier aber im oberen Bereich. Immerhin ist die Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 50 Prozent solide, die Nettoschulden liegen nur bei 27 Millionen Euro.

Die Einnahmen aus der neuen Anleihe will Hornbach nutzen, um eine alte, vorzeitig gekündigte Anleihe zu tilgen. Auch wenn es für die neuen Papiere weniger Zinsen gibt, ist der Hornbach-Bond ein Baustein in einem breit angelegten Anleihendepot.

Fondstipp - LiLux Convert: Banken-Roulette ist nicht sein Ding

Kursverlauf LiLux Convert

Wandelanleihen könnten theoretisch viele Probleme von Anlegern lösen: Bei Inflation bieten sie die Sicherheit von Sachwerten, weil der Käufer sie jederzeit in Aktien tauschen kann. Dadurch sind sie traditionellen Anleihen, die bei Inflation und steigenden Zinsen Kursverluste haben, überlegen. Herrscht Deflation, fallen also Preise, Zinsen und Aktienkurse, wartet der Anleger bis zur Fälligkeit und bekommt sein Geld zurück, oder er verkauft die Anleihen mit Kursgewinn. Man kann also teilweise vom Aktienkursanstieg profitieren und bekommt mindestens den Nennwert zurück – wenn der Emittent nicht pleitegeht.

Allerdings gibt es derzeit Tücken: Bei den niedrigen Zinsen ist bei japanischen Wandlern der Zins bereits negativ, bei soliden europäischen Schuldnern liegt er nahe null. An der Börse gibt es nichts umsonst, deshalb wird die Chance, die Anleihe in Aktien zu tauschen, mit einem Zinsabschlag gegenüber normalen Anleihen bezahlt.

Diese Fondsmanager schaffen Traumrenditen
Platz 20: Moritz Schildt und Claus TumbrägelBeide managen einen Euro-Rentenfonds, den NORDIX RENTEN PLUS (DE000A0YAEJ1). Performance 2012: 23,60 Prozent Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar Outperformance unter Euro-Rentenfonds: 15,35 Prozentpunkte Einschätzung des Managements: „In 2012 ist unsere Strategie aufgegangen: Wir waren davon überzeugt, dass die Kursabschläge auf Nachranganleihen großer Banken übertrieben sind – die Vorboten einer Überwindung der Euro-Krise, die systemische Relevanz des Bankensektors und schließlich auch der Anlagedruck großer Investoren haben sehr erfreuliche Kursgewinne ermöglicht. Auch in 2013 werden wir unseren Kurs als „Bondpicker“ beibehalten und unterbewertete Anleihen suchen: Wir sehen unverändert Chancen bei Nachranganleihen aus dem Finanzsektor und finden immer wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten bei Emissionen, die kleinere Volumina haben oder zum Beispiel wegen eines Kündigungsrechtes oder eines strukturierten Kupons von anderen Fonds vernachlässigt werden. Um auf dem aktuellen Zinsniveau noch eine Überrendite erzielen zu können, muss man bereit sein, sich auch mit Spezialitäten unter den Anleihen zu beschäftigen und auch einmal den Prospekt genau lesen. Die 2012er Performance von mehr als 20 Prozent werden wir im aktuellen Marktumfeld schwerlich wiederholen können – Das Renditeziel bleibt aber bei 7% und wir werden dieses Ziel auch in 2013 mit Direktinvestments in interessante Euro-Anleihen verfolgen - ohne Einsatz von Leverage, ohne Fremdwährungswetten, ohne Hedging und ohne Beimischung von Schwellenländerrisiken.“            Datenquelle für die Performance: Feri EuroRating Services AG, eigene Berechnungen
Platz 19: Edwin LugoDer Profi von Franklin Templeton managt den Franklin Global Small-Mid Cap Growth A (acc) USD (LU0144644332). Performance 2012: 23,67 Prozent Fünfjahres-Performance: 6,30 Prozent pro Jahr Outperformance in der Kategorie Aktien Welt Mid/Small Caps: 9,35 Prozentpunkte Outperformance über fünf Jahre: 7,60 Prozentpunkte Anlageziel dieses Fonds ist das Kapitalwachstum. Der Fonds investiert vornehmlich in Wachstumswerte mit geringer und mittlerer Marktkapitalisierung von Unternehmen mit Sitz in den Industrieländern auf der ganzen Welt. Fondsvolumen: 104 Millionen US-Dollar. Auflegungsdatum: 15.04.2002
Platz 18: Jean-Jacques DurandManager des Edmond de Rothschild Emerging Bonds C (FR0007021050). Performance 2012: 23,80 Prozent Fünfjahres-Performance: 8,56 Prozent pro Jahr Outperformance in der Renten Emerging Markets: 8,35 Prozentpunkte Underperformance über fünf Jahre: -0,82 Prozentpunkte Klassifizierung: „Rentenpapiere und andere internationale Forderungspapiere“Ziel: den Referenzindex, den Index JP Morgan EMBI Global Index (abgesichert in Euro), über den empfohlenen Anlagehorizont zu übertreffen. Dies soll mit einer diskretionären Verwaltung von Titeln aus sämtlichen Rentenmärkten der Schwellenländer erreicht werden.
Platz 17: Jürg NagelEr und sein Team managen den MIV Global Medtech Fund P1 (LU0329630999) Performance 2012: 24,02 Prozent Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar Outperformance unter Aktien Gesundheitswesen Welt: 8,97 Prozentpunkte Kommentar des Management: „Das fünfköpfige (6 inkl. Assistentin), langjährige Team der MIV Asset Management AG besteht aus sehr erfahrenen Finanz- und Medizintechnikanalysten. Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf die Verwaltung des MIV Global Medtech Fund, einem Anlagefonds der weltweit in Aktien kotierter Gesellschaften der Medizintechnik investiert. Das heißt, wir halten keine anderen Mandate, sondern managen "nur" diesen einen Fonds! Die intensive, globale Primäranalyse der attraktivsten Märkte und Unternehmen in der Medizintechnik ist die Basis für die Anlageentscheide und damit das diversifizierte Portfolio des Fonds. Das aktuelle Fondsvermögen beträgt 285 Millionen Euro.“ Ausblick: „Dank struktureller Wachstumstreiber bietet die Medizintechnik in jedem wirtschaftlichen Umfeld ein attraktives Anlageuniversum. Unsere Beteiligungen sind überwiegend hochprofitabel, generieren hohe Cashflows und verfügen über solide Bilanzstrukturen. Zudem ist die Bewertung nach wie vor attraktiv.“
Platz 16: Peter PechelManager des ISP International Stock Picking Fund (LU0046899927) Performance 2012: 24,18 Prozent Fünfjahres-Performance: -4,35 Prozent pro Jahr Outperformance in der Kategorie Aktien Welt: 13,17 Prozentpunkte Underperformance über fünf Jahre: -2,33 Prozentpunkte Strategie 2012 „Mit einer sehr optimistischen Positionierung befanden wir uns am Jahresanfang angesichts der Finanzkrise in Europa klar in der Minderheit. Das zurückliegende Jahr hat uns in dieser Einschätzung, wie auch in der strategischen Ausrichtung des Fonds, bestätigt. Es hat sich also im Jahresverlauf gelohnt, nicht zu sehr der Tagespolitik und Konjunkturprognosen zu folgen, sondern eher ruhig zu bleiben und im Zweifel gar nichts am Portfolio zu ändern. Die Zeit war für die Unternehmensanalyse besser verwendet. Der ISP hat sich bei der Aktienauswahl auf deutsche und europäische Qualitätsaktien konzentriert.“ Ausblick  2013„Beim Blick voraus gibt es handfeste Gründe, auch nach dem guten Jahr 2012 ein Plädoyer für die Aktie zu halten. Da wären zum ersten die Bilanzen der Unternehmen, die viel besser sind als die der Staaten. Die Aktienbewertungen sind günstig, so sind beispielsweise die Dividendenrenditen von vielen Dax- und MDax-Werten mehr als doppelt so hoch wie die Renditen der Bundesanleihen. Institutionelle Anleger, wie Versicherungen und Pensionskassen, aber auch Privatanleger sind unterinvestiert in Aktien, gleichzeitig sind aber die Alternativen wenig rentabel. Das Bevölkerungswachstum in den asiatischen Ländern wird am besten über Exportweltmarktführer gespielt. Die Konjunkturaussichten sind derweil gut. In den USA scheint der Wachstumsmotor anzuspringen, die chinesische Regierung tut alles, die Wirtschaft zu beleben und selbst in Europa gibt es vermehrt positive Signale. Es könnte sich also als ein großes Risiko herausstellen, im Jahr 2013 nicht in Aktien investiert zu sein. Der ISP behält seinen Fokus auf deutsche und europäische Aktien zunächst bei, hat allerdings einige Gewinne bei besonders erfolgreichen Positionen mitgenommen und dafür andere attraktive Titel aufgestockt.“  
Platz 15: Kay-Peter TönnesManager des Antecedo Independent Invest A (DE000A0RAD42). Performance 2012: 25,80 Prozent Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar Outperformance im Bereich „Absolute Return Multi Strategy mit Verlusttoleranz“: 15,35 Prozentpunkte Information des Fondsmanagements: „Der Antecedo Independent Invest ist ein Absolute-Return-Fonds, der auf die Erzielung eines überdurchschnittlichen Wertzuwachses ausgerichtet ist, wobei gleichzeitig bei stark schwankenden Finanzmärkten als Sicherheitsstrategie der Werterhalt im Vordergrund wird, was sich bei stark schwankenden Finanzmärkten für die Anleger als außerordentlich wertvoll erweist. Langfristig wird eine Zielrendite von 6% p.a. über der Verzinsung am Geldmarkt angestrebt. Natürlich ist der Fonds nicht gegen alle Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten gefeit. Bislang konnten zeitweilige Rückgänge des Anteilswerts aber jeweils in relativ kurzer Zeit wieder aufgeholt werden. Es gilt die Vorgabe, dass der Independent Invest im Extremfall binnen 12 Monaten jegliche Verluste ausgeglichen und ein neues Allzeithoch im Anteilswert erreicht haben soll. Das Basisinvestment des Antecedo Independent Invest besteht zu etwa 70 Prozent des Kundenvermögens aus kurz laufenden Anleihen hoher Bonität und zu etwa 30 Prozent aus der Options- und Handelsstrategie. Damit hat der Fonds seit Auflegung im Januar 2009 bis Ende 2012 p.a. 10,39 Prozent zugelegt.“ 
Platz 14: Béryl Bouvier di NotaManagerin des Amundi Fds Equity Euroland Small Cap - AE (C) (LU0568607203). Performance 2012: 29,11 Prozent Fünfjahres-Performance: -1,07 Prozent pro Jahr Outperformance in der Kategorie Aktien Euroland Mid/Small Caps: 6,33 Prozentpunkte Outperformance über fünf Jahre: 1,59 Prozentpunkte Kommentar des Fondsmanagements: „Wir sind Stock-Picker. Unser Anlagestil ist es, auf jede Gesellschaft zu schauen, die in der Lage sein könnte, ein Wachstum des Gewinns je Aktie zu liefern. Die Ursache kann eine machtvolle Wachstumsstory sein, aber auch in spezifischen Faktoren liegen, wie eine gute Umsetzung eines Turnarounds oder der Wechsel des Managements. 2012 wurde die Performance des Fonds maßgeblich getrieben von Gesellschaften wie Wirecard in Deutschland.“

Auch der Emittent kann die Anleihe vor Ende der Laufzeit zurückzahlen. „Es werden derzeit am Markt mehr Wandler fällig, als neu emittiert werden, zudem ist der Aktienerwerb über Wandelanleihen vor allem bei finanzstarken Emittenten derzeit häufig teuer“, sagt Ralf Ackermann, der für den LiLux Convert bei Nobis Asset Management zuständig ist. Er weicht auf nachrangige Anleihen aus, etwa vom Versicherer Allianz oder der österreichischen Ersten Bank.

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Sie bieten um die sechs Prozent Zins und erzielten zuletzt Kursgewinne. Damit machte der Fonds ordentlich Performance, doch Wandler machen aktuell nur die Hälfte des Portfolios aus. Ackermann erwartet, das sich dies künftig ändert. Jüngst gekauft hat er den Wandler von Steinhoff International. Das in Südafrika börsennotierte und weltweit im Möbelgeschäft aktive Unternehmen stammt aus dem niedersächsischen Westerstede. Ackermann rechnet damit, dass ein Listing in Europa den Kurs beflügeln könnte.

Contingent-Convertible-Bonds (Cocos) von Banken kauft er trotz hoher Zinsen nicht: „Das ist ähnlich wie Roulette. Wir wären nur Stillhalter, denn sobald die Kernkapitalquote der Bank unter einen Grenzwert rutscht oder sie Staatshilfe bekommt, ist die Aktie wenig wert oder das Geld sogar komplett weg.“

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