Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Die kanadische Royalty-Gesellschaft Franco-Nevada zahlt monatlich eine Dividende. Das ist nur ein Grund, warum Anleger die Aktie im Blick haben sollten. Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds für die private Geldanlage.

Kursverlauf der Franco-Nevada-Aktie

Aktientipp - Franco-Nevada: Verzinste Alternative zu einem Goldfonds

Im ersten Quartal zogen Investoren aus börsennotierten Goldfonds 5,85 Millionen Unzen ab. Die Bestände der Fonds verringerten sich um fast sieben Prozent auf rund 78,8 Millionen Unzen und erreichten das tiefste Niveau seit August 2012. Es war der höchste Abfluss seit Auflage der ersten Goldfonds vor gut zehn Jahren. Erstaunlich ist, dass der Goldpreis die Rückgabewelle nicht mit höheren Abschlägen quittierte. Möglicherweise bedeutet der Rückzug von Anlegern nicht zwingend, dass sie sich komplett aus Gold verabschieden. Denkbar wäre auch, dass Anleger nur daran zweifeln, ob ihr Geld in den Goldfonds tatsächlich komplett investiert ist in Goldbarren, die meist in Londoner Tresoren verwahrt werden. Die City ist der weltweit wichtigste Handelsplatz für Goldbarren. Die US-Terminbörsenaufsicht will prüfen, ob der Goldpreis in einem transparenten Prozess entsteht. Genau unter die Lupe nehmen wollen die Aufseher das Londoner Goldfixing.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Ein gewichtiges Motiv, den Goldpreis zu manipulieren, wäre zum Beispiel dann gegeben, wenn in London tatsächlich weit weniger physisches Gold im Umlauf wäre als angenommen. Dann könnte noch mehr Kapital aus Goldfonds abgezogen und in physisches Gold, aber auch in Goldminen gesteckt werden. Deren Aktien litten unter der Konkurrenz der Goldfonds. Allerdings hängen die meisten Titel in der Luft. Das liegt an der dramatischen Kosteninflation im Goldbergbau. Für viele Produzenten liegt die Gewinnschwelle bereits oberhalb des aktuellen Goldpreises von 1550 Dollar.

Weniger betroffen vom Kostendruck sind Royaltygesellschaften. Diese kassieren von Minen Lizenzabgaben, sogenannte Royalties. Diesen Anspruch sichern sich Gesellschaften wie Franco-Nevada meist gegen Zahlung einer Anschubfinanzierung. Royalties sind lukrativ, weil sie unabhängig von den Produktionskosten fließen. 2012 nahmen die Kanadier 427 Millionen Dollar ein. Gut zwei Drittel davon konnten die Kanadier als freien Mittelzufluss verbuchen. Die Gesellschaft ist schuldenfrei, sitzt auf 822 Millionen Dollar Liquidität und zahlt monatlich sechs Cent Dividende je Aktie. Der Titel ist eine verzinste Alternative zu Goldfonds.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%