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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Warum die Aktie des kanadischen Silberminenbetreibers Silver Wheaton als Anlage taugt. Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds für die private Geldanlage.

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Kursverlauf der Silver-Wheaton-Aktie

Aktientipp - Silver Wheaton: Neue Chancen mit der silbernen Ikone

Gewinne aus physischen Edelmetallanlagen bleiben nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, weil bei ihnen weiter die alte Spekulationssteuer gilt. Doch während der Kauf von Gold von der Mehrwertsteuer befreit ist, werden beim Kauf von Silber zwischen 7 (Anlagemünzen) und 19 Prozent (Barren) Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Von 2014 an entfällt zudem der ermäßigte Satz für Münzen. Eine gute Alternative zum physischen Silber bleibt deshalb die Aktie von Silver Wheaton. Anleger der ersten Stunde und Mutige, die im Crash von 2008 eingestiegen sind, konnten ihren Einsatz zwischenzeitlich mehr als verzwölffachen. In der seit nunmehr gut zwei Jahren laufenden Konsolidierung hat sich das Kursplus zwar halbiert. Dadurch bieten sich aber erneut Kaufchancen.

Die Kanadier betreiben selbst keine Minen, sondern sichern sich gegen Einmalzahlung an Minenbetreiber das meist als Beiprodukt geförderte Silber zum Fixpreis von gut vier Dollar je Unze. Silver Wheaton selbst trägt keine operativen Risiken, während die Kontraktpartner eine Finanzierungsalternative erhalten gegenüber Kredit oder Kapitalerhöhung.

10 Tipps für Börseneinsteiger

Inzwischen bestehen Kontrakte mit 19 Minen über ein für 2013 geschätztes Produktionsvolumen von insgesamt 33,5 Millionen Unzen Silberäquivalent, darin eingeschlossen sind etwa 145 000 Unzen Gold. Inklusive vier weiterer Minen, die noch nicht im Betrieb sind, hat Silver Wheaton Zugriff auf geprüfte Reserven von 1,109 Milliarden Unzen Silberäquivalent, worin 4,9 Millionen Unzen Gold enthalten sind. Hinzu kommen noch nicht wirtschaftlich verwertbare Vorkommen von 945 Millionen Unzen. Gut 70 Prozent der Minen haben eine Lebensdauer von über zehn Jahren. Keine einzelne Mine kommt auf einen Anteil von mehr als 20 Prozent an der Gesamtproduktion. Läuft alles nach Plan, wird Silver Wheaton die Silberlieferungen bis 2017 auf 53 Millionen Unzen Silberäquivalent ausweiten.

Ein Fünftel der im jeweiligen Vorquartal eingefahrenen operativen Mittelzuflüsse geht stets an die Aktionäre. Aus der für das zweite Quartal angekündigten Dividende von zwölf Cent errechnet sich derzeit eine Jahresrendite von zwei Prozent.

Aktientipp - Metro: Der Chef hat mehrfach kräftig eingekauft

Kursverlauf der Metro-Aktie

Im März 2012 erwarb Olaf Koch, Chef des Konsumkonzerns, 20.000 Metro-Aktien für knapp 30 Euro das Stück. Mit denen liegt er zwar noch unter Einstand. Mit den 35.000 Papieren, die er in den Folgemonaten für 22 bis 25 Euro dazukaufte, liegt er allerdings im Plus. Und auch die zu 30 Euro erworbenen Anteile könnten ihren Kaufkurs in diesem Jahr wieder erreichen.

Metro hat sich nach dem Gewinneinbruch des vergangenen Jahres (auf netto 101 Millionen Euro, minus 86 Prozent) wieder stabilisiert. Im ersten Quartal 2013 ging der Verlust von 80 Millionen auf vier Millionen Euro zurück. Nun zahlt es sich aus, dass Metro unrentablen Geschäftsfeldern den Rücken kehrte: dem Großkundengeschäft in Britannien, den Supermärkten in Osteuropa, den Elektronikmärkten in China. Vor allem der hohe Anteil des inländischen Geschäfts (40 Prozent vom Gesamtumsatz) dürfte Metro in diesem Jahr wieder leicht steigende Gewinne bescheren.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Nach den Verbraucherexperten von GfK ist der Konsum hierzulande so robust wie vor der Finanzkrise. Ein wichtiger Dreh kommt von den Elektronikmärkten Media- Saturn. Dieses Segment leidet zwar unter den Querelen mit Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals, operativ aber ziehen die Gewinne wieder an. Auch der einst angeschlagene Kaufhof schafft die Wende. Auf gleicher Fläche stieg der Umsatz im ersten Quartal um ein Prozent. Der Warenhausableger ist damit wieder ein wertvoller Bestandteil der Metro; egal, ob dieser Wert eines Tages versilbert wird oder ob die Warenhäuser als tragende Säule unter dem Metro-Dach bleiben.

Zertifikattipp - Credit Suisse: Kurspotenzial dank Milliardengewinn

Kleine Börsenchronik - Dax auf Rekordjagd
Dax-Höchststand Quelle: dpa
Foto vom roten Platz in Moskow Quelle: AP
Foto der US-Notenbank Quelle: dapd
Foto von Verona Pooth Quelle: dpa/dpaweb
Foto des Anschlages auf das World-Trade-Center am 11. September 2001 Quelle: REUTERS
Foto des Irakkrieges Quelle: dpa
Schriftzug IKB Quelle: dpa

Credit Suisse, die zweitgrößte Bank der Schweiz, hat mit 1,3 Milliarden Franken im ersten Quartal netto so viel verdient wie im ganzen Jahr 2012. Kostensenkungen und der Abbau von Risiken – Mitte 2011 eingeleitet – tragen nun Früchte und dürften der CS spätestens im nächsten Jahr wieder Gewinne wie in guten Zeiten vor der Finanzkrise bescheren: zwischen fünf und sieben Milliarden Franken im Jahr. Umgerechnet auf jede einzelne Aktie, wären das rund 4,00 bis 5,50 Franken. Allein bei einer zehnfachen Gewinnbewertung hat die Aktie angesichts aktueller Notierungen um 27 Franken deutliches Kurspotenzial. Für Zertifikate sind CS-Aktien damit ein vielversprechender Basiswert.

Schweizer Bank für alle Fälle: Anlagezertifikat und Hebelpapier für den weiteren Anstieg der Credit-Suisse-Aktie (aktuell 26,96 CHF)
Discount für AnlegerLongzertifikat für Spekulanten
Kurs (Euro)23,007,10
Stoppkurs (Euro)19,595,33
FunktionBietet bis Fälligkeit (19. Juni 2014) 14,7 Prozent Rabatt auf den Aktienkurs, begrenzt den Gewinn dafür auf 12,2 Prozent (Cap bei 25,81 CHF); Aktienrückgänge unter Einstand führen zu Verlust; dank Währungssicherung wird ein CHF als ein Euro gerechnetVerstärkt die Kursbewegungen der Aktie derzeit um das Dreifache; Beispiel: Steigt die Aktie um 2 Prozent, gewinnt das Zertifikat rund 6 Prozent; keine Laufzeitgrenze; Achtung: Sinkt Aktie auf oder unter Basispreis (aktuell 18,47 CHF), entsteht Totalverlust
Kauf-Verkaufs-Spanne0,2 Prozent1,3 Prozent
Emittentin (Ausfallprämie)Commerzbank (1,6 Prozent = mittleres Ausfallrisiko)HSBC Trinkaus (0,8 Prozent = geringes Ausfallrisiko)
ISINDE000CK66L28DE000TB5JBD7
Chance/Risiko6/510/9
Quelle: Thomson Reuters; Stand: 06.06.2013

Die neue Stärke der CS kommt an. Im Privatbankgeschäft wuchsen die verwalteten Gelder binnen Jahresfrist um neun Prozent auf 1311 Milliarden Franken. Dank niedriger Personalkosten klettern die Margen. Der größte Gewinnschub kommt aus dem Investmentbanking, dem Geschäft rund um Wertpapiere, das derzeit vom lebhaften Börsenumfeld profitiert. Allerdings fahren die Schweizer ihre risikogewichteten Aktiva zurück, senken also den Anteil wackliger Kredite, Wertpapiere oder Beteiligungen. Damit sollte die CS auch in ruhigeren Börsenzeiten stetige Erträge erzielen. Dass sie die Risikoaktiva mit 15 Prozent Eigenkapital unterlegt, ist ein veritabler Schutz in Krisenzeiten. Die guten Gewinnaussichten sind auch der Grund dafür, dass die CS-Manager keine Angst vor möglichen Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe haben. Wie andere Banken war die CS wegen Steuerangelegenheiten ins Visier des US-Justizministeriums geraten.

Anleihetipp - Stada: Rentables Rezept

Das sind Deutschlands wertvollste Städte
Platz 10Auf dem letzten Rang der Top Ten landet Hannover. Hier sitzen etwa die Continental AG und die Versicherungsgesellschaft Talanx. Börsennotierte Unternehmen: 4 Börsenwert in Milliarden Euro: 35,56 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 9In Stuttgart sitzt etwa die Daimler AG. Börsennotierte Unternehmen: 2 Börsenwert in Milliarden Euro: 49,52 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 8In Frankfurt finden sich etwa die Deutschlandzentralen von Nestlé und Ferrero. Börsennotierte Unternehmen: 6 Börsenwert in Milliarden Euro: 59,57 Quelle: dpa
Platz 7Bonn ist der große Verlierer des Jahres. Die ehemalige Bundeshauptstadt fliegt zum ersten Mal in der Geschichte der Börsenliga aus den Top 5 und ist nur noch auf Rang 7 zu finden. "Das liegt aber nicht etwa an absolut schlechten Ergebnissen von Telekom und Post. Andere haben sich in diesem Jahr einfach besser entwickelt und sind dadurch im Ranking hochgerutscht“, erklärt Dr. Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher.Börsennotierte Unternehmen: 2 Börsenwert in Milliarden Euro: 64,34 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 6Ludwigshafen ist der Standort des Chemieriesen BASF. Börsennotierte Unternehmen: 1 Börsenwert in Milliarden Euro: 68,02 Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 5Volkswagen ist das Markenzeichen schlechthin von Wolfsburg - es ist auch das einzige börsennotierte. Börsennotierte Unternehmen: 1 Börsenwert in Milliarden Euro: 71,81 Quelle: dpa
Platz 4Düsseldorf hat einen Stammplatz unter den Top Ten der Börsenliga. Allerdings war die Stadt im Vorjahr noch auch Rang 2 zu finden. Zu den börsennotierten Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf gehören Henkel und die Metro Group. Börsennotierte Unternehmen: 6 Börsenwert in Milliarden Euro: 72,04 Quelle: dpa Picture-Alliance

Mit 2,4 Prozent Jahresrendite ist die neue Anleihe des Pharmakonzerns Stada zwar kein Hochzinspapier, bringt allerdings immer noch doppelt so viel wie der Durchschnitt öffentlicher Anleihen. Zudem ist die Ausstattung des Stada-Bonds für Privatanleger geeignet: Die Mindeststückelung liegt bei 1000 Euro, die Laufzeit ist mit fünf Jahren überschaubar, die Kauf-Verkaufs-Spanne mit 0,1 Prozent günstig – und verzwickte Kündigungsklauseln sind auch nicht eingebaut. Dass für Stada kein Rating einer großen Agentur vorliegt, ist zu verschmerzen. Dem Unternehmen spart das Gebühren – und dass Stada seit mehr als 20 Jahren in jeder Saison einen Nettogewinn gemacht hat, spricht auch so für die Stabilität des Geschäfts.

Stada aus dem hessischen Bad Vilbel konzentriert sich auf die Produktion und den Verkauf von Generika, also Nachahmermedikamenten, die nicht mehr unter Patentschutz stehen. Eine aufwendige Forschung nach neuen Wirkstoffen entfällt damit; das dämpft die Kosten.

Anleihe-Info: Stada
Kurs (in Prozent)99,52
Kupon (in Prozent)2,25
Rendite (in Prozent)2,36
Laufzeit bis5. Juni 2018
WährungEuro
ISINXS0938218400

Trotz der Sparzwänge im Gesundheitswesen bietet der Generikamarkt gute Wachstumsaussichten: Der Bedarf an preisgünstiger Medikation steigt, die Zahl auslaufender Patente ist hoch. Das Branchenforschungsinstitut IMS Health rechnet damit, dass der weltweite Pharmamarkt in den nächsten Jahren im Durchschnitt um neun Prozent pro anno zulegt. Auch wenn das echte Wachstum nach Gewährung von Rabatten geringer ausfällt, dürfte Stada durchaus mit der durchschnittlichen Rate der vergangenen drei Jahre weiter zulegen, also um rund fünf Prozent pro Jahr.

Motor dafür ist immer mehr der zweite Geschäftsschwerpunkt: frei verkäufliche Markenprodukte wie Grippostad, Mobilat (gegen Gelenk-beschwerden) oder Ladival (Sonnencreme). Dieses Geschäftsfeld baut Stada aus, da es weniger regulatorischen Eingriffen unterliegt als die Generika. Allein im ersten Quartal erhöhte Stada hier den Umsatz um 13 Prozent. Dabei sind die Gewinnmargen doppelt so hoch wie bei den Generika.

Insgesamt dürfte Stada nach einem guten ersten Quartal (Umsatz und operativer Gewinn plus acht Prozent) in diesem Jahr fast zwei Milliarden Euro Umsatz schaffen. Angesichts stabiler Margen sind vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation rund 400 Millionen Euro Gewinn realistisch. Daran gemessen sind die Nettoschulden (knapp 1,2 Milliarden Euro) noch vertretbar. An Eigenkapital stehen 969 Millionen Euro in den Büchern, 32 Prozent der Bilanzsumme.

Fondstipp - 4Q-Smart Power: Tech-Pioniere setzen Amerika unter Strom

Kursverlauf 4Q-Smart Power

„In Deutschland bewegt sich beim Ausbau des Stromnetzes gar nichts“, sagt Fondsmanager Peter Dreide. Vor der Bundestagswahl werde sich daran wenig ändern. Ganz anders sehe es in den USA aus. Amerika bringe sein veraltetes Stromnetz auf Vordermann. Nicht zuletzt die häufigen Stromausfälle hätten zu einem Umdenken geführt. Anders als in Deutschland gebe es wenig Probleme mit Bürgerinitiativen und anderen Bedenkenträgern. Im Vordergrund stünden die technologischen Chancen. Daran verdienten beispielsweise ABB und Quanta Services. Quanta Services sei Marktführer beim Aufbau von Stromnetzen und ABB bei der intelligenten Steuerung dieser Netze. „ABB macht inzwischen 35 Prozent seines Umsatzes in den USA“, sagt Dreide. Da das amerikanische Stromnetz auf den letzten Kilometern oberirdisch verlegt sei, legten Stürme immer wieder ganze Ortschaften lahm, weil Strommasten umknickten. ABB habe Software und Sensoren entwickelt, mit denen sich Schäden im Stromnetz schnell lokalisieren und beschädigte Leitungen über alternative Routen umschiffen ließen. Dadurch blieben nur einzelne Straßenzüge, aber nicht komplette Gemeinden ohne Strom. Um das US-Stromnetz auf einen modernen Standard zu bringen, seien milliardenschwere Investitionen über die kommenden 20 bis 30 Jahre notwendig. ABB und Quanta Services müssten sich daher keine Sorgen um zusätzliche Aufträge machen.

Börse



Zweiter Schwerpunkt von Dreides Fonds ist derzeit die Flüssiggastechnologie. Die Förderung aus Schiefergestein habe den Gaspreis so weit gedrückt, dass es sich lohne, Gas zu verflüssigen und per Schiff nach Europa oder Asien zu transportieren, so Dreide. Allerdings fehle es noch an den nötigen Anlagen, um Gas für den Schiffstransport zu verflüssigen. Solche Terminals kosten zwischen 20 und 40 Milliarden Dollar. Erfolgreich im Flüssiggasgeschäft seien beispielsweise die deutsche Linde, die texanische KBR und die japanischen Konzerne Mitsubishi und Mitsui. Allerdings habe er den Anteil der japanischen Aktien in der ersten Maihälfte deutlich reduziert und Gewinne mitgenommen. „Nachdem der Nikkei so weit gelaufen war, mussten wir handeln“, sagt Dreide.

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