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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - 4Q-Smart Power: Tech-Pioniere setzen Amerika unter Strom

Kursverlauf 4Q-Smart Power

„In Deutschland bewegt sich beim Ausbau des Stromnetzes gar nichts“, sagt Fondsmanager Peter Dreide. Vor der Bundestagswahl werde sich daran wenig ändern. Ganz anders sehe es in den USA aus. Amerika bringe sein veraltetes Stromnetz auf Vordermann. Nicht zuletzt die häufigen Stromausfälle hätten zu einem Umdenken geführt. Anders als in Deutschland gebe es wenig Probleme mit Bürgerinitiativen und anderen Bedenkenträgern. Im Vordergrund stünden die technologischen Chancen. Daran verdienten beispielsweise ABB und Quanta Services. Quanta Services sei Marktführer beim Aufbau von Stromnetzen und ABB bei der intelligenten Steuerung dieser Netze. „ABB macht inzwischen 35 Prozent seines Umsatzes in den USA“, sagt Dreide. Da das amerikanische Stromnetz auf den letzten Kilometern oberirdisch verlegt sei, legten Stürme immer wieder ganze Ortschaften lahm, weil Strommasten umknickten. ABB habe Software und Sensoren entwickelt, mit denen sich Schäden im Stromnetz schnell lokalisieren und beschädigte Leitungen über alternative Routen umschiffen ließen. Dadurch blieben nur einzelne Straßenzüge, aber nicht komplette Gemeinden ohne Strom. Um das US-Stromnetz auf einen modernen Standard zu bringen, seien milliardenschwere Investitionen über die kommenden 20 bis 30 Jahre notwendig. ABB und Quanta Services müssten sich daher keine Sorgen um zusätzliche Aufträge machen.

Börse



Zweiter Schwerpunkt von Dreides Fonds ist derzeit die Flüssiggastechnologie. Die Förderung aus Schiefergestein habe den Gaspreis so weit gedrückt, dass es sich lohne, Gas zu verflüssigen und per Schiff nach Europa oder Asien zu transportieren, so Dreide. Allerdings fehle es noch an den nötigen Anlagen, um Gas für den Schiffstransport zu verflüssigen. Solche Terminals kosten zwischen 20 und 40 Milliarden Dollar. Erfolgreich im Flüssiggasgeschäft seien beispielsweise die deutsche Linde, die texanische KBR und die japanischen Konzerne Mitsubishi und Mitsui. Allerdings habe er den Anteil der japanischen Aktien in der ersten Maihälfte deutlich reduziert und Gewinne mitgenommen. „Nachdem der Nikkei so weit gelaufen war, mussten wir handeln“, sagt Dreide.

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