WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Seite 5/5

Fondstipp - First Private Euro Dividenden Staufer: Steuererhöhung könnte Italo-Papieren zusetzen

First Private Euro Dividenden Staufer

Die Pattsituation nach den italienischen Parlamentswahlen hat die Aktienmärkte weltweit geschockt. Knapp neun Prozent verlor der italienische Leitindex MIB am Dienstag nach der Wahl, die Schockwellen reichten bis nach Japan, wo der Nikkei zwei Prozent nachgab. Der zehn- prozentige Italienanteil im Euro Stoxx 50 bescherte dem Leitindex mit den 50 größten Unternehmen aus dem Euro-Land ein Minus von drei Prozent. Die Fondsmanager der Euro-Land-Aktienfonds hatten im Schnitt zwar nur sieben Prozent italienische Papiere im Portfolio. Ein Entkommen gab es aber kaum: Aktionäre nahmen auch Spanien als südeuropäischen Schuldenstaat in Sippenhaft.

Was Fondskäufer wissen sollten

Der mit 17 Prozent des Fondsvermögens mit am stärksten in Italien investierte First-Private-Aktienfonds hielt sich stabil. Italienische Banken wie UniCredit und Intesa, die an einem Tag fast 17 Prozent verloren hatten, gehören nicht zum Portfolio. Die einzige Bank im Fonds ist derzeit die Banca Generali, die das Geschäft mit vermögenden Privatkunden vor allem im reichen Norden Italiens betreibt. „Italienische Privathaushalte zählen zu den vermögendsten weltweit, und die Bank kann ihr verwaltetes Geld noch immer steigern“, sagt Fondsmanager Sebastian Müller. Zudem lockt ihn die hohe Dividendenrendite von sechs Prozent. Sein computergestützter Auswahlprozess filtert Aktien nach einer Vielzahl von Kriterien, darunter auch die Verschuldung und die Ertragsentwicklung.

Börse



„Italienische Regierungen waren nie stabil, das ist für die Unternehmen nicht ungewöhnlich“, sagt Müller. Zudem macht der Ölmulti Eni, den er im Portfolio hält, weniger als ein Drittel der Umsätze in Italien. Würden dort allerdings künftig die Steuern stark erhöht, um die Staatsschulden abzubauen, könnte das zum Aktienverkauf führen. „Es würde die Gewinnerwartung der Unternehmen beeinflussen, und eine Kürzung der Dividende wäre wahrscheinlich“, sagt Müller. Noch ist es nicht so weit, und da er keine Staatspleite erwartet, gibt es für ihn keinen Grund an den Auswahlkriterien des Modells etwas zu ändern und damit auf Titel zu verzichten wie den Pharmawert Recordati, die Lottogesellschaft Lottomatica oder den Mautkassierer Atlantia.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%