WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Seite 5/5

Fondstipp - Pictet Timber: Waldbesitzer im großen Stil

Die Fondsmanager Gabriel Micheli und Christoph Butz investieren in Unternehmen, die Waldflächen besitzen und bewirtschaften, zudem kaufen sie Aktien von Konzernen, die Holzprodukte herstellen. Im September 2008 wurde der Fonds aufgelegt. „Zuvor konnten Kleinanleger kaum sinnvoll in die Forstwirtschaft investieren“, sagt Butz, „dabei ist die Branche aus Anlegersicht sehr attraktiv.“

Historisch betrachtet sei der Wald eines börsennotierten Unternehmens im Vergleich zu dem einer nicht notierten Gesellschaft etwa mit einem Abschlag von zehn Prozent bewertet. Der Grund dafür seien die Preisschwankungen am Aktienmarkt. „Aktuell betragen die Abschläge aber zwischen 25 und 30 Prozent gegenüber dem Private-Equity-Markt“, sagt Butz.

Kursverlauf Pictet Timber

Deshalb hat der Fondsmanager vor allem Waldbesitzer in seinen Aktienkorb gelegt. Weniger als 25 Prozent der Unternehmen im Fonds sind dagegen in der Holzverarbeitung tätig. Große Waldbesitzer wie Rayonier und Weyerhaeuser sind mit jeweils 7,2 Prozent im Portfolio enthalten, Plum Creek Timber macht sieben Prozent des Fondsvolumens von 218 Millionen Euro aus und Potlatch 4,6 Prozent.

Börse



Der Substanzwert des Waldes sei sowohl in den Büchern in Europa als auch in den USA – und dort besonders stark – unterbewertet. Hat Weyerhaeuser etwa 1960 ein Waldstück gekauft, so bilanziert man dieses heute noch mehr oder weniger zum damaligen Preis. Vorteil von Titeln wie Fabria Celulose (3,5 Prozent im Fonds) sind dagegen Plantagen in Brasilien, wo eine schnelle Ernte möglich ist.

Insgesamt machen die zehn größten der aktuell 57 Positionen im Fonds fast 50 Prozent aus. „Es gibt nicht unbegrenzt viele Firmen mit großem eigenem Waldbesitz, andererseits sollen unsere größten Überzeugungen ruhig entsprechend im Fonds zum Ausdruck kommen“, sagt Experte Butz, der sich seine und die Arbeit seiner Kollegen mit einer jährlichen Gesamtkostenquote von 1,93 Prozent bezahlen lässt. Zuversichtlich stimmt ihn, dass der US-Immobilienmarkt wieder anzieht. So sei die Nachfrage nach Einfamilienhäusern, die in den USA traditionell aus Holz gebaut werden, zwar noch auf tiefem Niveau, aber doch um ein Drittel gestiegen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%