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Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipps - UBS Bond Emerging Europe: Lichtblicke im Osten

Kursverlauf UBS Bond Emerging Europe

Im Euro-Land läuft einiges schief. „Die Leichtigkeit, mit der die Finanzminister im Falle Zyperns einen Tabubruch begangen haben, hat die Sparer in Schuldenstaaten alarmiert“, sagt Aristoteles Damianidis, Fondsmanager bei der UBS. Das Chaos hat die Kurse italienischer und spanischer Anleihen sowie vieler Aktien zwischenzeitlich ordentlich unter Druck gesetzt.

Zypern ist aber nicht Griechenland. Der Ministaat verlangt nur wenig Steuern, hatte zunächst aber kein hohes Defizit aufgebaut. Die Krise geht von den Banken aus, die von Steuerflüchtlingen aus Russland, der Ukraine und Kasachstan mit Geld überflutet wurden. Damit hatten sie in Griechenland Anleihen gekauft und Kredite vergeben und müssen jetzt vom Staat gestützt werden.

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Damianidis sucht für seinen Rentenfonds in den osteuropäischen Schwellenländern nach Zinspapieren. Als Euro-Staaten gehören Griechenland und Zypern nicht dazu, aber die Auswirkungen der Krisenherde auf die Anleihemärkte der Nachbarn beobachtet der Fondsmanager trotzdem aufmerksam. Ihn freut, dass die Griechen ihre Leistungsbilanz verbessern und gesamtwirtschaftlich nicht mehr über ihre Verhältnisse leben. Zypern biete keinen Lichtblick, sei aber zu unbedeutend, um andere Märkte zu infizieren. Zypern-Papiere mit einer geplanten Rückzahlung im Juni sind in einer Woche von 94 auf 85 Prozent gesunken und durch die Rendite bei Spekulanten beliebt.

Aus Sicht von Investoren wie Damianidis entwickeln sich Länder wie Polen, Rumänien, Ungarn, Türkei und Montenegro positiv. Teils halten sie die Defizitkriterien ein, die der Maastrichtvertrag eigentlich Euro-Ländern vorschreibt, sie bauen Schulden und Leistungsbilanzdefizite erfolgreich ab und privatisieren Staatsunternehmen. Trotz der Fortschritte gibt es hohe Renditen: in Ungarn zum Beispiel bei fünfjähriger Laufzeit für eine Euro-Anleihe 5,5 Prozent. „Vieles wurde in der Volkswirtschaft verbessert. Wenn Ungarn politisch die rote Linie überschreitet, übt die EU über ihre Strukturfonds Druck aus, und sie rudern zurück“, sagt Damianidis. Das sei für Investoren angenehm. Für Zypern scheint es den Euro-Staaten demgegenüber an Druckmitteln zu fehlen.

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