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Aktien Deutschland „2014 wird ein Jahr des Stock-Pickings“

Der Dax markiert ein neues Allzeithoch, die magische Marke von 10.000 Punkten scheint in Reichweite. Geht die Rally weiter? Gute Konjunkturdaten stimmen optimistisch. Doch die Aktienauswahl muss gut überlegt sein.

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Obwohl die Wirtschaftsaussichten gut sind, werden wohl nicht alle Unternehmen gleichermaßen profitieren. Quelle: dpa

So sieht eine wahre Jahresendrally aus. Drei Handelstage vor Schluss schafft der Dax mit 9439 Punkten springt der Leitindex auf ein neues Allzeithoch. Die zwischenzeitlichen Verluste scheinen vergessen, Aktien bleiben im Zinstief gefragt. Angesichts der beachtlichen Hausse fragen sich Anleger, wie weit der Dax noch steigen kann - oder ob eine größere Korrektur droht. Handelsblatt Online hat mit dutzenden Fondsmanagern, Vermögensverwaltern und Analysten gesprochen. Sie verraten, mit welcher Strategie Investoren auch im nächsten Jahr erfolgreich sind.

Konjunktur, Konjunktur, Konjunktur: Finanzexperten sind sich einig, die positive Entwicklung der Weltwirtschaft wird im kommenden Jahr ein wesentlicher Kurstreiber sein – insbesondere für den deutschen Aktienmarkt. Zwar dürfte der Anstieg nicht mehr so steil verlaufen wie im Jahr 2013, doch die Marke von 10.000 Punkten wird der Deutsche Aktienindex wohl knacken.

Die Konjunkturprognosen für 2014 stimmen optimistisch. So rechnet etwa die Bundesbank damit, dass der Aufschwung der deutschen Wirtschaft im Winter an Fahrt gewinnen wird. Auch das ZEW-Barometer für die Konjunkturerwartungen in den kommenden sechs Monaten stieg im Dezember auf 62,0 Punkte von 54,6 Zählern im November – und damit deutlich stärker als erwartet. Das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hatte dafür 252 Analysten und institutionelle Anleger befragt.

Nachdem die Märkte in diesem Jahr besonders stark von politischen Entscheidungen getrieben wurden, dürfte es in den nächsten Monaten wieder verstärkt um die einzelnen Unternehmen gehen. „Zurück zur Normalität“, so könnte 2014 das Motto für die Aktienmärkte lauten, meint Michael Schmidt, Leiter Aktienfondsmanagement bei Union Investment. Die Wahrscheinlichkeit für Extremereignisse sei deutlich gesunken, die europäische Schuldenkrise dürfte eine geringere Rolle spielen. „Damit sollten die fundamentalen Entwicklungen – also Konjunktur und Unternehmensnachrichten - wieder stärker Einfluss auf die Kurse ausüben“, sagt Schmidt.

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    Was Experten für den Kapitalmarkt 2014 erwarten
    Jeden Winter veröffentlichen die internationalen Banken ihren Kapitalmarktausblick für das kommende Jahr: Wie entwickeln sich einzelne Währungen, Staatsanleihen, die Inflation, das Wirtschaftswachstum einzelner Länder und Wirtschaftsregionen oder die Leitindizes. Als Rückversicherung geben viele Geldhäuser neben ihren Prognosen aber auch gleich noch mit an, dass natürlich alles ganz anders kommen kann. So gab beispielsweise der Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, Uwe Burkert, zum Abschluss seines Kapitalmarktausblickes zu, dass gleich ein ganzes Bündel möglicher Gefahren die Zuversicht der Investoren ins Wanken bringen und sämtliche Aktienprognosen über den Haufen werfen könnte. So könnte die Angst vor dem Platzen von Preisblasen an den Finanzmärkten für Verunsicherung sorgen. Im Folgenden also die Analystenprognosen - wie immer ohne Gewähr. Quelle: Fotolia
    Aktienprognose von SchroedersDie Experten der britischen Vermögensverwaltung Schroeders gehen davon aus, dass europäische Aktien auch 2014 ein starkes Aufwärtspotenzial haben. "Ein verbessertes Ertrags-Momentum dürfte als nächster Impulsgeber für einen Aufschwung bei europäischen Aktien dienen", sagt Rory Bateman, Leiter britische und europäische Aktien bei Schroders. Für ihn ist im kommenden Jahr ein Stockpicking-Ansatz der Schlüssel zum Erfolg, um die Gewinner unter den europäischen Werten zu ermitteln. "Anleger sollten sich nun darauf konzentrieren, zwischen den verschiedenen Grautönen innerhalb des europäischen Marktes zu unterscheiden. Allgemeingültige Anlagestrategien für bestimmte Sektoren oder Ländern sind nämlich nicht mehr angebracht. 2014 wird für den europäischen Aktienmarkt ein Jahr der Einzeltitelauswahl", ist der europäische Aktienexperte überzeugt. Er rät beispielsweise zu Papieren von Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Getränkesektor sowie zu Konsumgüterherstellern. Quelle: Screenshot
    Schroeders zur Entwicklung bei den BankenMit Blick auf die viel befürchtete Bankenkrise in Europa kann Bateman beruhigen: „Das Risiko einer systemischen Bankenkrise in Europa ist praktisch nicht mehr vorhanden. Die Banken in der Region haben den Fremdkapitalanteil und die Risikopositionen in ihren Bilanzen abgebaut und geben Aktien aus. Der Sektor ist also auf dem richtigen Weg, um die in Basel III festgelegte Kernkapitalquote von zehn Prozent bis Ende 2013 umzusetzen – weit vor der gesetzlich vorgesehenen Frist.“ Außerdem werde die Europäische Zentralbank (EZB) 2014 die Vermögensqualität im Bankensektor prüfen. Und auch wenn einzelne Banken vermutlich zusätzliches Kapital benötigen werden, geht der europäische Aktienexperte davon aus, dass das Vertrauen damit nicht nur wiederhergestellt, sondern auch signalisiert werde, dass die europäischen Banken kein systemisches Risiko mehr darstellen. Während spanische Banken aufgrund von Immobilienkrediten mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, würden notleidende Kredite auch den italienischen Banken gewisse Unsicherheiten bescheren. Quelle: dpa
    DAX-Prognose der TargobankDer Targobank-Chefvolkswirt Otmar Lang blickt optimistisch in das kommende Börsenjahr: „Wir sehen für den DAX ein Rückschlagpotenzial bis 8.300 Indexpunkte, erwarten ihn aber zum Jahresende 2014 bei rund 10.700 Zählern“, sagt er. Obwohl der deutsche Leitindex in den letzten zwei Jahren gut 30 Prozent zugelegt habe, sei er noch nicht überwertet. "Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt in der Nähe der langfristigen Durchschnitte", so Lang. Die große Skepsis der Vergangenheit, die sich in sehr niedrigen Bewertungen niederschlug, sei in hoffnungsvolle Erwartungen umgeschlagen. Quelle: obs
    Rohstoffausblick der TargobankBei den Rohstoffmärkten werde sich auch 2014 nicht viel tun, so Lang. Jedenfalls lasse die Aufwärtsbewegung weiter auf sich warten. Quelle: dpa
    Targobank zur Inflation und GeldpolitikChefvolkswirt Lang geht davon aus, dass die US-Notenbank FED unter neuer Führung eine Wende in der Geldpolitik einleiten, aber sehr, sehr viel Augenmaß walten lassen wird. "Die Notenbanken werden ihre Geldpolitik nur ändern, wenn die Konjunktur anzieht." Es sei dennoch möglich, dass die FED im Laufe des zweiten Quartals 2014 ihr Anleihen-Ankauf-Programm reduziere. Und weiter: "Je lockerer die europäische Geldpolitik wird, desto fester notiert der Euro." Der Glaube an mögliche Wunderwaffen der EZB und vor allem an den "Magier" Draghi erstaune, solle aber nicht beiseite gewischt werden. "Wir sind skeptisch, ob ein Zurückfahren der lockeren Geldpolitik, womit im ersten Halbjahr 2014 gerechnet werden sollte, in den USA wirklich einen stärkeren Dollar bedingt. Das gilt umso mehr, wenn Europa sich 2014 aus der Rezession befreien kann." Inflation spielt Lang zufolge 2014 keine Rolle. "Es ist sogar möglich, dass sich der Preisauftrieb für den gesamten Euroraum der Null-Linie nähert", prognostiziert er. "Das wird der EZB nicht gefallen." Auch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den europäischen Südländern dürfte sie beunruhigen. Quelle: REUTERS
    Targobank zur Weltkonjunktur und den Anleihemärkten"Die Weltkonjunktur wird sich in den kommenden sechs Monaten nur langsam erholen", sagt Lang. "Belebungseffekte gehen von den USA aus, aber weiter nur sehr verhalten von den Emerging Markets." So werde die chinesische Wirtschaft erst in der zweiten Hälfte 2014 Fahrt aufnehmen. Europa könne sich zwar aus der Rezession befreien, doch ein konjunktureller Aufwärtstrend werde sich frühestens Mitte 2014 herausbilden. "Deutschland kann mit positiven Wachstumsraten rechnen", glaubt der Experte. An den Rentenmärkten haben "Südeuropäische Anleihen Kurspotenzial, weil es der Politik gelingen sollte, die Euro-Krise weiter einzudämmen", sagt Lang. "Die jüngsten, wenn auch nur marginalen Rating-Verbesserungen für Griechenland und Spanien, sind Vorboten einer Stabilisierung in der Eurokrise." Das Schwerpunktinvestment der Targobank blieben aber dennoch Unternehmensanleihen mit kürzeren Laufzeiten. Quelle: dpa

    Die deutsche Wirtschaft ist stark in den Welthandel eingebunden, das könnte sich im kommenden Jahr besonders bezahlt machen. „In weiten Teilen der Welt hellt die Stimmung auf – wie etwa der globale Einkaufsmanagerindex zeigt“, sagt Christian von Engelbrechten, Manager des Fidelity Germany Fund. „Dank ihrer sehr hohen Exportquote werden deutsche Unternehmen mit zu den Hauptprofiteuren dieser Entwicklung gehören.“ Der Fondsmanager rechnet unter anderem mit einer steigenden Investitionsquote im Bereich Ausrüstung und Maschinen. Daneben dürfte aber auch der Binnenkonsum eine bedeutende Rolle spielen.

    Doch nicht nur die Wirtschaftslage spricht für ein Investment in Aktien. „Die Notenbanken der westlichen Industrieländer werden ihre Zinsen noch lange auf einem sehr niedrigen Niveau halten und die Märkte weiterhin mit reichlich Liquidität versorgen“, prognostiziert Stefan Dudacy, Senior-Portfoliomanager Aktien bei Metzler Asset Management. „Angesichts der sehr niedrigen Geld- und Kapitalmarktzinsen dürften Aktien von weiteren Umschichtungen profitieren.“

    Um manche Branchen machen die Experten einen Bogen

    Die zehn Horrorprognosen für 2014
    1. EU-weite Einführung von Vermögensteuer läutet Rückkehr zu einer Wirtschaft im Sowjetstil einDeflation und mangelndes Wachstum versetzen die EU-Kommission in Panik, vermutet die Saxobank. Eine Vermögensteuer für Ersparnisse von über 100.000 Euro bzw. US-Dollar soll helfen. Dies soll Ungleichheit abbauen und Mittel für einen „Krisenpuffer" schaffen. Laut Saxobank wäre das der letzte Schritt in Richtung eines totalitären europäischen Staates und der Tiefpunkt für individuelle und Vermögensrechte. Dann hieße es: „Hard Assets" wie beispielsweise Immobilien kaufen und Finanzanlagen verkaufen. Quelle: Saxobank Quelle: dpa
    2. Anti-europäische Allianz wird stärkste Fraktion im Europäischen ParlamentAus den Wahlen zum Europaparlament im Mai geht eine transnationale anti-europäische Allianz als stärkste Kraft und größte Fraktion im EU-Parlament hervor. Ein EU-skeptischer Präsidenten wird vom Parlament ernannt. Zugleich gelingt es den europäischen Staats- und Regierungschefs nicht, sich auf einen Präsidenten der Europäischen Kommission zu einigen. Damit verfällt Europa wieder in politisches und wirtschaftliches Chaos. Quelle: dapd
    3. Die "Fat Five" des Technologiesektors erwachen 2014 mit einem üblen KaterWährend die Aktien des amerikanischen IT-Sektors derzeit um rund 15 Prozent unter der aktuellen Bewertung des S&P 500 notieren, wird eine Handvoll von Technologieaktien mit einem massiven Aufschlag von ca. 700 Prozent über der Marktbewertung gehandelt. Diese „Fat Five" - Amazon, Netflix, Twitter, Pandora Media und Yelp - stellen sozusagen eine neue Blase innerhalb der alten Blase dar. Zu verdanken ist das dem Run von Anlegern auf seltene Wachstumstitel im Nachgang zur Finanzkrise. Quelle: dpa
    4. Nachdem der Dollar auf unter 80 JPY fällt, bucht Bank of Japan Staatstitel aus2014 erlahmt der globale Aufschwung. Die Kurse riskanter Assets purzeln, und Investoren sehen sich gezwungen, Yen zu kaufen. In der Folge fällt der USD/JPY-Wechselkurs unter 80. Daher greift die Bank of Japan zu einer verzweifelten Maßnahme und bucht ihre gesamten Staatstitelbestände aus ihrer Bilanz aus. Das ist ein ebenso simpler, wie unerprobter buchhalterischer Trick, der dem Land nervenaufreibende Ungewissheit und ein potenzielles Desaster mit ungeahnten Nebenwirkungen beschert. Quelle: dpa
    5. US-Deflation: Bald auch in Ihrer Nähe!Zwar mögen einige Indikatoren darauf hindeuten, dass die US-Wirtschaft sich erholt hat, doch der Häusermarkt bleibt schwach und die Löhne stagnieren. Für Januar steht im Kongress der zweite Akt der Tragikomödie „Wie man die US-Wirtschaft am besten sabotiert" auf dem Programm. Die Leidtragenden sind Investitionen, Beschäftigung und Zuversicht der Verbraucher. Im Ergebnis würde die Inflation sinken, und Deflation stände wieder ganz oben auf der Tagesordnung des Offenmarktausschusses der Fed. Quelle: dpa
    6. Quantitative Lockerung erfasst sogar HypothekenanleihenDurch die quantitative Lockerung in den USA sind die Zinskosten gesunken und die Preise für riskante Assets in die Höhe geschnellt. Dadurch ist der trügerische Eindruck entstanden, die Wirtschaft erhole sich. Es gibt immer noch massive Probleme, vor allem am Häusermarkt, der künstlich gestützt wird. Daher wird der Offenmarktausschuss der Fed die dritte Runde seiner quantitativen Lockerung 2014 auf den Hypothekenanleihemarkt ausweiten. Anstatt mit dem Tapering zu beginnen, wird die Fed ihr nunmehr völlig auf Mortgage Bonds ausgerichtetes Ankaufprogramm auf ein Volumen von über 100 Milliarden US-Dollar pro Monat hochschrauben. Quelle: dpa
    7. Brent Crude fällt infolge von Ölschwemme auf 80 Dollar/BarrelDurch die zunehmende Ölförderung mit neuen Methoden und dem wachsenden Fördervolumen Saudi-Arabiens entsteht ein Überangebot am Markt. Erstmals seit vielen Jahren bauen Hedgefonds umfassende Short-Positionen auf. Im Ergebnis fällt der Preis für Brent Crude auf 80 Dollar pro Barrel. Sobald die Ölproduzenten ihren Output jedoch drosseln, wird der Ölpreis wieder in die Höhe schnellen. Letztlich wird die Branche realisieren müssen, dass hohe Preise durchaus nicht selbstverständlich sind. Quelle: dpa

    Obwohl die Wirtschaftsaussichten gut sind, werden wohl nicht alle Unternehmen gleichermaßen profitieren. „Nach den diesjährigen Kursgewinnen am Aktienmarkt erwarte ich, dass die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern größer wird“, sagt von Engelbrechten. Doch wie soll der Anleger bei der Aktienauswahl vorgehen? „Es kommt vor allem darauf an, was langfristig Erfolg verspricht: Ein starkes Geschäftsmodell, hohe Gewinnmargen, echte Wachstumsperspektiven, gutes Management und solide oder sich verbessernde Bilanzen – diese Eigenschaften kommen an der Börse nie aus der Mode“, ergänzt Schmidt von Union Investment.

    „Besondere Chancen sehen wir für das kommende Jahr bei konjunktursensitiven Aktien aus der Technologiebranche und dem Industriesektor“, verrät Schmidt. „Anleger sollten aber nach wie vor auch auf dividendenstarke Titel setzen.“ Insgesamt werde 2014 aber wohl ein „Jahr des Stock-Pickings“ und die Möglichkeiten seien bei kleineren und mittleren Unternehmen besonders groß.

    Auch Mathias Born ist als Stock-Picker unterwegs. „Ich finde nach wie vor viele attraktive Unternehmen am deutschen Aktienmarkt, die meisten kommen aus den Bereichen Industrie, Chemie, Konsum, Gesundheit und Technologie“, sagt der Senior Portfolio Manager bei Allianz Global Investors.

    Exportorientierung sei dabei zwar kein Auswahlkriterium, aber es gebe einen Zusammenhang: Erfolgreiche Geschäftsmodelle haben oft auch einen höheren Globalisierungsgrad. „Ich setze nicht so sehr auf Nachzügler, sondern glaube, dass die Gewinner der letzten Jahre dies auch bleiben werden, wie beispielsweise Bayer“, sagt Born. Auf Maschinenbau und Technologie „Made in Germany“ setzt auch Henning Gebhardt. „Deutsche Automobil-, Sport- und Modemarken sind insbesondere bei den Konsumenten in den Emerging Markets gefragt“, sagt der Aktienexperte der DWS.

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      Diese Dax-Konzern-Chefs werden am häufigsten gesucht
      Norbert Reithofer, BMW-Konzernchef Quelle: REUTERS
      Wolfgang Reitzle, Linde-Chef Quelle: dpa
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      Jürgen Fitschen, Deutscher-Bank-Chef Quelle: REUTERS
      Platz 6: Christoph Franz Auch Christoph Franz, den früheren Lufthansa-Chef, wurde 2013 viel gegooglet. Die Frage, die die Menschen im September beschäftige, war sein angekündigter Wechsel zu dem Schweizer Pharmakonzern Roche. Es bleibt Spekuklation, ob die Schwierigkeiten mit den Flugzeugen vom Typ Airbus A340 – unter Lufthanseaten als größte Fehlinvestition des Konzerns eingestuft - seine Entscheidung beeinflusste. Quelle: REUTERS
      Anshu Jain, Co-Chef der Deutschen Bank Quelle: dpa
      Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG Quelle: AP

      Um manche Branchen machen die Experten dagegen lieber einen großen Bogen. „Wir meiden Branchen mit strukturellen Problemen, bedingt beispielsweise durch Regulierungseingriffe in den Markt. Hierzu gehören Versorger und Telekommunikation“, sagt Dudacy von Metzler. Ähnlich sieht es auch Gebhardt: „Die Stromversorger-Branche wird auch 2014 mit einem schwierigen Umfeld zu kämpfen haben und bleibt deshalb in unseren Fonds untergewichtet.“ Und Mathias Born hält sich nicht nur bei Versorgern, sondern auch bei Banken zurück.

      Für neue Investoren gibt es noch Potenzial

      Trotz der insgesamt optimistischen Einschätzungen, gibt es auch im kommenden Jahr diverse Risiken. Unklar ist vor allem, wie lange der konjunkturelle Aufschwung überhaupt anhalten wird. Harald Preißler, Chefvolkswirt und Leiter Anlagemanagement des Anleihemanagers Bantleon, ist vorsichtig: „Unsere weit in die Zukunft blickenden Frühindikatoren zeigen an, dass die konjunkturelle Dynamik in der Euro-Zone bereits im zweiten Quartal wieder nachlässt.“ Der Dax dürfe dann einen deutlichen Rückschlag erleiden. „20 Prozent sind durchaus drin“, so Preißler.

      Unsicher bleibt aber auch das Timing der Notenbanken. Wann wird die US-Notenbank Fed mit dem sogenannten Tapering beginnen, also ihre Staatsanleihekäufe verringern? Und was macht die Europäische Zentralbank? „Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten wird sich 2014 abflachen, weil diese unter dem wahrscheinlichen Umschwenken der US-Notenbankpolitik leiden werden“, prognostiziert etwa Ottmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank.

      Anders seine Einschätzung zur EZB: „Da die EZB 2014 ihre lockere Geldpolitik beibehalten wird, präferieren wir deutsche und südeuropäische Aktien.“ Schmidt von Union Investment nennt die Notenbankpolitik dagegen „eher einen vorübergehenden Einflussfaktor“. Von Bedeutung dürfe aber auch der Bankenstresstest der EZB sein.

      Börse



      Und bei welcher Marke wird der Dax Ende 2014 stehen? „Wir erwarten 2014 ein Gewinnwachstum von 12,8 Prozent bei den 30 Dax-Unternehmen“, sagt Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim. Für den Index prognostiziert er einen Anstieg auf 10.100 Punkte. Henning Gebhardt von der DWS liegt mit seiner Prognose von 10.150 Punkten nur leicht darüber. Ottmar Lang ist dagegen sehr optimistisch: „Wir sehen für den Dax ein Rückschlagpotenzial bis 8.300 Indexpunkte, erwarten ihn aber zum Jahresende 2014 bei rund 10.700 Zählern.“

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        Trotz neuer Rekordstände bei den Indizes seien deutsche und globale Aktien im historischen Vergleich noch nicht teuer, erklärt Gebhardt. Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche zudem, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots untergewichtet haben. Auch Born meint, dass man noch lange nicht von Euphorie sprechen könne, „deswegen glauben wir an weiteres Potenzial, dass neue Investoren in den Markt kommen.“

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