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Aktien Deutschland „2014 wird ein Jahr des Stock-Pickings“

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Für neue Investoren gibt es noch Potenzial

Trotz der insgesamt optimistischen Einschätzungen, gibt es auch im kommenden Jahr diverse Risiken. Unklar ist vor allem, wie lange der konjunkturelle Aufschwung überhaupt anhalten wird. Harald Preißler, Chefvolkswirt und Leiter Anlagemanagement des Anleihemanagers Bantleon, ist vorsichtig: „Unsere weit in die Zukunft blickenden Frühindikatoren zeigen an, dass die konjunkturelle Dynamik in der Euro-Zone bereits im zweiten Quartal wieder nachlässt.“ Der Dax dürfe dann einen deutlichen Rückschlag erleiden. „20 Prozent sind durchaus drin“, so Preißler.

Unsicher bleibt aber auch das Timing der Notenbanken. Wann wird die US-Notenbank Fed mit dem sogenannten Tapering beginnen, also ihre Staatsanleihekäufe verringern? Und was macht die Europäische Zentralbank? „Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten wird sich 2014 abflachen, weil diese unter dem wahrscheinlichen Umschwenken der US-Notenbankpolitik leiden werden“, prognostiziert etwa Ottmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank.

Anders seine Einschätzung zur EZB: „Da die EZB 2014 ihre lockere Geldpolitik beibehalten wird, präferieren wir deutsche und südeuropäische Aktien.“ Schmidt von Union Investment nennt die Notenbankpolitik dagegen „eher einen vorübergehenden Einflussfaktor“. Von Bedeutung dürfe aber auch der Bankenstresstest der EZB sein.

Börse



Und bei welcher Marke wird der Dax Ende 2014 stehen? „Wir erwarten 2014 ein Gewinnwachstum von 12,8 Prozent bei den 30 Dax-Unternehmen“, sagt Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim. Für den Index prognostiziert er einen Anstieg auf 10.100 Punkte. Henning Gebhardt von der DWS liegt mit seiner Prognose von 10.150 Punkten nur leicht darüber. Ottmar Lang ist dagegen sehr optimistisch: „Wir sehen für den Dax ein Rückschlagpotenzial bis 8.300 Indexpunkte, erwarten ihn aber zum Jahresende 2014 bei rund 10.700 Zählern.“

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    Trotz neuer Rekordstände bei den Indizes seien deutsche und globale Aktien im historischen Vergleich noch nicht teuer, erklärt Gebhardt. Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche zudem, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots untergewichtet haben. Auch Born meint, dass man noch lange nicht von Euphorie sprechen könne, „deswegen glauben wir an weiteres Potenzial, dass neue Investoren in den Markt kommen.“

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