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Aktien Großaktionär Icahn erhöht den Druck auf Apple

Steve Jobs hätte einen Typ wie Carl Icahn wohl schlicht ignoriert. Doch der neue Apple-Chef Tim Cook muss gegen einen gesunkenen Aktienkurs ankämpfen. Und der milliardenschwere Investor Icahn sagt, er habe ein Wundermittel zum Kursantreiben parat.

Das ist Apples neue iPad-Generation
Vorgestellt wurden sowohl ein neues iPad mini als auch das iPad 5, das unter dem Namen iPad Air in den Handel kommt. Quelle: AP
Verkaufsstart der fünften Generation des Tablets soll der 1. November sein. Ein iPad Air mit 16-GB-Speicher kostet in den USA 499 Dollar (rund 365 Euro), der Preis für das iPad 2 soll weiter bei 399 Dollar liegen. Im Laufe des Novembers wird das neue iPad Mini bei 16-GB-Speicher für 399 Dollar zu haben sein. Quelle: REUTERS
Ebenfalls im Handel bleiben das iPad2 und das iPad Mini. Quelle: AP
Das große Modell wurde deutlich dünner, leichter und leistungsstärker gemacht. Äußerlich wurde das iPad Air mit schmalen Seitenrändern an das Design des kleineren iPad mini angepasst. Quelle: dpa
Das iPad Mini ist künftig - wie auch das iPad Air - mit einem hochauflösende Retina-Display bestückt. Quelle: REUTERS
Die Schutzhüllen für das iPad wurden ebenfalls in neuen Farben gestaltet. Für sie berechnet Apple 39 US-Dollar. Quelle: REUTERS
Apple-Chef Tim Cook hält das iPad Air. Es ist deutlich zu erkennen, wie dünn das neue Tablet von Apple ist. Quelle: AP

Der streitlustige US-Investor Carl Icahn drängt Apple mit Nachdruck zu einem 150 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkauf. Das soll den schwächelnden Aktienkurs in die Höhe treiben. Er sei überzeugt, dass „der Markt das Unternehmen drastisch unterbewertet“, schrieb Icahn in einem am Donnerstag veröffentlichen Brief an Apple-Chef Tim Cook.

Icahn hatte im August bekanntgegeben, dass er sich bei Apple eingekauft habe. Anfang diesen Monats konkretisierte er seine Forderung nach einem Aktienrückkauf. Dazu hatte er sich mit Cook zum Abendessen getroffen. Seitdem, so Icahn, habe er seinen Anteil am Konzern weiter aufgestockt. Der 77-Jährige ist berühmt dafür, Firmen mit aggressiven Kampagnen höhere Ausschüttungen abzuringen.

Mittlerweile besitzt Icahn nach eigenen Angaben 4,7 Millionen Apple-Aktien. Nach aktuellem Kurs ist das Paket annähernd 2,5 Milliarden Dollar wert (1,8 Mrd Euro). Was sich viel anhört, relativiert sich allerdings durch die Gesamtgröße von Apple. Icahn hält nicht einmal 1 Prozent am Unternehmen.

Icahn nutzt jedoch seine Bekanntheit in der Investmentwelt, um andere Aktionäre auf seine Seite zu ziehen und öffentlichen Druck auf das Management auszuüben. Nach Icahns Schätzungen könnte sich der Kurs mit Hilfe des Aktienrückkaufs binnen drei Jahren auf 1250 Dollar mehr als verdoppeln. Momentan steht das Apple-Papier bei 525 Dollar.

In der Spitze kostete die Aktie jedoch einmal gut 705 Dollar. Das war im September vergangenen Jahres. Seitdem besteht bei Investoren die Sorge, dass Apple seinen Zenit überschritten haben könnte. Das letzte revolutionäre Produkt war 2010 das Tablet iPad. Seitdem hat insbesondere der südkoreanische Rivale Samsung aufgeholt.

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Apple verdient jedoch weiterhin prächtig. Das weckt die Begehrlichkeiten von Investoren. Diese schielen schon lange auf Apples Geldberg, der bis Ende Juni auf 146,6 Milliarden Dollar angewachsen war. Konzernchef Cook kam ihnen im Gegensatz zu seinem Vorgänger Steve Jobs entgegen: Apple will bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten und zwar über Dividenden und einen Aktienrückkauf.

Icahn verlangt eine Aufstockung. Denn seiner Meinung nach sind Apple-Aktien im Vergleich zu anderen Großkonzernen viel zu billig. Dabei ist der iPhone-Hersteller mit 477 Milliarden Dollar schon heute das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.

Finanzieren soll Apple den 150-Milliarden-Rückkauf durch neue Schulden. Denn der kalifornische Konzern kann sich derzeit billig Geld am Kapitalmarkt leihen. Ob sich Apple-Chef Cook darauf einlassen wird, ist unklar. Icahn dürfte jedenfalls nicht so schnell Ruhe geben. Seine Absichten seien „in keiner Weise kurzfristig“, erklärte der Milliardär.

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