Aktienmarkt am Feiertag Der Dax legt eine Verschnaufpause ein

Nach der Rekordjagd der vergangenen Tage legt der deutsche Aktienmarkt an Christi Himmelfahrt eine Pause ein. Der Dax bleibt im Feiertagshandel weitgehend stabil. Doch die Geldschwemme der Notenbanken dürfte bald neue Rekorde bringen.

Diese Dax-Aktien sollten Anleger halten

Nach der Börsenrally der vergangenen Tage haben sich europäische Aktienanleger an Christi Himmelfahrt eine Pause gegönnt. Der Dax notierte im Feiertagshandel am Donnerstag kaum verändert bei 8245 Zählern. Der EuroStoxx50 gab um 0,6 Prozent auf 2768 Zähler nach. Die Börsen in Mailand, Madrid oder Paris notierten ebenfalls schwächer.

Börsianer sagten, nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage machten einige Anleger Kasse. Grundsätzlich seien aber weitere Kursgewinne zu erwarten. "Ich würde hier noch nicht den Deckel drauflegen wollen", sagte ein Händler. Die Gewinnmitnahmen dürften nur kurz anhalten, dann dürfte es mit neuem Schwung weiter nach oben gehen. "Bei all den Notenbank-Interventionen ist es schwer, außen vor zu bleiben."

Der Dax hatte zuletzt ein Rekordhoch nach dem anderen hingelegt - auch in der ersten Handelsstunde war er zunächst auf eine neue Bestmarke von 8258,07 Zählern geklettert. Die lockere Geldpolitik vieler Notenbanken macht den Investoren Aktien derzeit besonders schmackhaft. "Da die Geldschwemme anhält, dürfte der Dax sicherlich schon bald weitere Höchststände erklimmen", sagte ein Börsianer.

Meilensteine des Dax

Fed-Geldpolitik hängt vom Arbeitsmarkt ab

Aus den USA kamen unterdessen erneut zuversichtlich stimmende Daten vom Jobmarkt: In der vergangenen Woche haben so wenige Amerikaner wie seit nahezu fünfeinhalb Jahren nicht mehr Arbeitslosenhilfe beantragt. Zuletzt hatte der monatliche Job-Report positiv überrascht. Die US-Währung zog nach den Daten zum Yen etwas an, Euro-Anleger blieben dagegen unbeeindruckt. Die Gemeinschaftswährung notierte wenig verändert um 1,3135 Dollar.

Wie lang die US-Notenbank Fed ihre Geldschleusen so weit offen hält wie derzeit, hängt vor allem von der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab. Fed-Chef Ben Bernanke will erst dann seine lockere Geldpolitik zurückfahren, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist. Und das dürfte noch eine Weile dauern - im April lag sie bei 7,5 Prozent.

Für die Wall Street deutete sich ein kaum veränderter Start an.

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