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Aktientipp Agnico-Eagle-Mines: Abschreiben und wieder zurück auf Los

Warum die WirtschaftsWoche die Aktie des kanadischen Goldproduzenten Agnico-Eagle Mines empfiehlt.

Minenarbeiter bei Agnico-Eagle Mines Quelle: dpa

Ein steigender Goldpreis wirkt tendenziell stützend für einen Goldproduzenten. Sofern die Kosten nicht schneller steigen als der Goldpreis selbst und das Unternehmen keine Absicherungsgeschäfte gegen einen fallenden Goldpreis eingegangen ist, verbessert sich die Ertragslage der Goldproduktion. Zusätzlich erhöht sich der Substanzwert durch die höhere Bewertung der Goldreserven. Dennoch sind Gold und Goldaktien alles andere als eine homogene Anlageklasse – besonders mit Blick auf die Risiken. Überirdisches Gold in Form von Barren und Münzen ist bereits gefördert und weist somit keine operativen Risiken auf. Gold im Boden muss dagegen erst noch gefördert werden. Und auf dem Weg nach oben lauern mitunter besondere Risiken für einen Goldförderer. Hart zu spüren bekam das der kanadische Goldproduzent Agnico-Eagle Mines. Das lässt sich schon ablesen an der verheerenden Kursentwicklung der vergangenen Monate. Gegenüber Oktober 2011 stürzte die Notierung in der Spitze um mehr als 50 Prozent ab.

Kursverlauf der Agnico-Eagle Mines-Aktie

Ausgelöst hatte die Talfahrt die nicht mehr abzuwendende Entscheidung des Managements, die Produktion in der kanadischen Goldex-Mine nach einem Wassereinbruch einzustellen und das Investment komplett abzuschreiben. Der Fortbestand des Unternehmens war dadurch aber nicht in Gefahr. Agnico-Eagle betreibt noch drei weitere Minen in Kanada und je eine in Mexiko und Finnland. Und man arbeitet an der Entwicklung weiterer Minenprojekte. Als sicher und wirtschaftlich abbaubare Goldreserven bleiben immerhin noch 18,6 Millionen Unzen, einschließlich Goldex wären es 21,3 Millionen Unzen.

Das ursprünglich für 2011 in Aussicht gestellte Produktionsziel von 1,1 bis 1,2 Millionen Unzen wird sich aber um mehrere Jahre nach hinten verschieben. Für 2012 liegt das eingedampfte Produktionsziel bei 875.000 bis 950.000 Unzen. Trotz – oder gerade wegen – des Desasters bietet die Aktie auf dem extrem gedrückten Kursniveau aber wieder Chancen. Das verbliebene Minen- und Projektportfolio gilt als wachstumsstark. Und der auf sieben Milliarden Dollar geschrumpfte Unternehmenswert macht Agnico-Eagle zu einem verdaulichen Übernahmekandidaten.

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