Aktientipp Deutz: Gute Basis für höhere Drehzahlen

Das Umsatzniveau dürfte 2012 gehalten werden, die Gewinne stimmen: Aktien des Motorenbauers Deutz sind derzeit für risikofreudige Anleger ein Thema.

Mitarbeiter bei der Deutz AG in Köln Quelle: dpa

Dass der Motorenbauer Deutz nicht mit vollmundigen Prognosen prahlt, ist kein schlechtes Zeichen. In der wechselvollen Geschichte des Kölner Traditionsunternehmens (dessen Wurzeln bis ins Jahr 1864 zurückreichen) hat es bisher zu viele Enttäuschungen gegeben. Wenn Deutz nun nach der Gewinnwende im vergangenen Jahr (75,5 Millionen Euro Nettoertrag nach 15,9 Millionen Euro Verlust) in diesem Jahr erst einmal das Erreichte sichert, ist das eine gute Basis für den langfristigen Anstieg.

Die Aussichten der Branche sind nicht schlecht. Vor allem in Asien steigt der Bedarf an Bau- und Landmaschinen. In China ist Deutz mit zwei Gemeinschaftsunternehmen vor Ort. Im Januar kam eine neue Partnerschaft mit dem chinesischen Baumaschinenhersteller Shandong Changlin dazu. Von 2013 an sollen hier 65 000 Motoren hergestellt werden. Die Gesamtzahl der von Deutz verkauften Motoren kann dann von 230.000 (2011) auf mehr als 300.000 steigen. Der hohe Auftragseingang des vergangenen Jahres (1,48 Milliarden Euro, plus zwölf Prozent) spricht dafür, dass 2012 das bisherige Umsatzniveau um 1,5 Milliarden Euro gehalten werden dürfte.

Kursverlauf der Deutz-AG-Aktie

Auch die Gewinne stimmen. Die Marge vor Zinsen und Steuern dürfte mit gut sechs Prozent stabil bleiben. Da Deutz mittlerweile 41 Prozent Eigenkapital in der Bilanz stehen hat, sinken die Kosten für Zinsen, das Finanzergebnis fällt besser aus. Insgesamt dürfte Deutz in diesem Jahr auch sein Gewinnniveau um 75 Millionen Euro netto halten und 2013 weiter zulegen. Für risikofreudige Anleger sind Deutz-Aktien derzeit eine interessante Gelegenheit.

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