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Aktientipp Harmony Gold: Die südafrikanische Goldrakete

Je nach Förderkosten bieten die Aktien von Goldminenbetreibern Vor- oder Nachteile gegenüber einem direkten Goldkauf. Für das Gold vom Kap gelten besondere Spielregeln - das bietet Chancen.

Grafik: Kursverlauf der Harmony-Gold-Aktie 2002-2010

Besonders interessant werden Goldminenaktien, wenn sich der Abstand zwischen dem Goldpreis und den Gesamtkosten pro geförderter Unze Gold ausweitet. Das war in der aktuellen Goldhausse, die zur Jahrtausendwende einsetzte, aber nur zeitweise der Fall. Denn die Kosten sind im Branchenschnitt nahezu proportional zum Goldpreis gestiegen. Mit den Aktien von Goldminen schnitten Anleger nur in der ersten Phase der Goldhausse besser ab als mit dem simplen Halten von physischem Gold. Seit 2003 legte der Goldpreis, in Dollar gerechnet, stärker zu als der Minenindex Amex Gold Bugs. Gar in die andere Richtung ging es seither mit den Aktien des südafrikanischen Goldförderers Harmony Gold. Die Titel notieren, in Dollar gerechnet, ein Drittel unter ihrem Stand von Anfang 2003, in Euro sind es fast 50 Prozent. Für diese enttäuschende Vorstellung gesorgt haben vor allem die im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohen Förderkosten am Kap.

Substanz niedrig bewertet

Harmony holt 96 Prozent seiner Jahresfördermenge von etwa 1,5 Millionen Unzen aus Minen am Kap. Die enormen Tiefen der südafrikanischen Bergwerke, die hohen Stromkosten und die im Vergleich zum Dollar starke Heimatwährung Rand haben die Renditeschwelle für Harmony besonders hoch gelegt. Steigt der Goldpreis aber über diese Renditeschwelle, klettert der Gewinn überproportional stark. So meldete Harmony für das Dezemberquartal eine Verdreifachung des Nettogewinns auf umgerechnet 48,4 Millionen Dollar. Trotz geringerer Goldverkäufe stiegen die Erlöse um gut 13 Prozent auf 467 Millionen Dollar.

Bis 2013 will Harmony die Jahresfördermenge über den Ausbau aussichtsreicher Projekte in Papua Neuguinea auf zwei Millionen Unzen ausweiten. Harmony verfügt aktuell über gut 48 Millionen Unzen wirtschaftlich abbaubarer Goldreserven. Hinzu kommen weitere Ressourcen von rund 190 Millionen Unzen. Bewertet wird jede Unze aus den Reserven an der Börse nur mit 110 Dollar. Diese Substanzbewertung ist extrem preiswert für einen Goldförderer, dessen Gewinne bei einem weiteren Goldpreisanstieg besonders stark steigen werden.

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