Aktientipp KPN: Hohe Gewinnspanne, üppige Dividende

Die Aktie des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN lockt mit hoher Dividende. Besonders der deutsche Ableger E-Plus sorgt für die guten Zahlen.

Grafik: Kursverlauf der KPN-Aktie 2009-2011

In drei Wochen wird Eelco Blok neuer Chef von KPN. Blok ist seit 1983 bei dem niederländischen Kommunikationskonzern und dürfte den Kurs des langjährigen Chefs Ad Scheepbouwer fortsetzen. Zuletzt war Blok zuständig für das internationale Mobilfunkgeschäft – und das ist für KPN ein entscheidender Wachstumsmarkt.

Am wichtigsten ist dabei der deutsche Ableger E-Plus. Hier erhöhten die Niederländer im vergangenen Jahr die Zahl ihrer Kunden um sieben Prozent auf 20,4 Millionen. Handys mit immer mehr Anwendungen und flache Tablet-Computer machen größere Breitbandleistungen notwendig. KPN konzentriert sich hier vor allem auf Kunden in wirtschaftlich starken Ballungsräumen. Hier sind die Gewinnmargen höher als bei der flächendeckenden Versorgung bis in den letzten Winkel des Landes. Beim Ausbau des neuen Mobilfunkstandards LTE arbeitet E-Plus mit starken Partnern wie China Mobile und dem chinesischen Netzausrüster ZTE zusammen, die ihrerseits die internationale Expansion in Europa forcieren.

KPN zahlt üppige Dividende

So dynamisch wie E-Plus entwickelte sich das Kerngeschäft in den Niederlanden bisher allerdings nicht. Da es zwei Drittel der gesamten Konzernumsätze ausmacht, dürfte KPN in diesem Jahr nicht wesentlich über die 13,4 Milliarden Euro Umsatz von 2010 hinauskommen. Gutes Geld verdienen die Niederländer dennoch: Trotz stagnierender Umsätze machten sie im vergangenen Jahr hier fünf Prozent mehr operativen Gewinn.

Unterm Strich dürfte KPN seine Ertragsstärke in diesem Jahr weiter ausbauen. Nach 1,8 Milliarden Nettogewinn 2010 können es knapp 1,9 Milliarden werden. Diese im Branchenvergleich hohe Gewinnspanne ist die Basis dafür, dass KPN eine üppige Dividende bezahlt. Für 2010 bekommen Anleger 80 Cent je Aktie, für 2011 sind 85 Cent in Sicht. Bei Kursen um zwölf Euro wären das sieben Prozent Rendite.

KPN kauft weiter Aktien zurück, die Bewertung der Aktie wird rechnerisch günstiger, weil sich der Gewinn auf weniger Aktien verteilt. Von den Folgen der Japan-Krise sind europäische Telekom-Unternehmen wenig betroffen.

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