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Aktientipp Linde: Neue Medizin gegen flaue Konjunktur

Nach der Übernahme eines amerikanischen Konkurrenten treibt Linde das Geschäft mit medizinischen Gasen voran. Das könnte sich auszahlen.

Logo des Linde-Konzerns Quelle: AP

Für 590 Millionen Euro kauft Linde vom amerikanischen Konkurrenten Air Products das Geschäft mit medizinischen Gasen. Es ist die erste größere Übernahme, seit Linde 2006 den britischen Rivalen BOC übernommen hat. Dank der Übernahme (bisheriger Jahresumsatz 210 Millionen Euro) dürfte Linde mit medizinischen Gasen 2012 deutlich mehr als eine Milliarde Umsatz erzielen und hohe Gewinnspannen einstreichen. Medizinische Gase – etwa Sauerstoff beim Einsatz in der Schlaftherapie – sind angesichts einer weltweit älter werdenden Bevölkerung ein stabiler Wachstumsmarkt, der wenig von der allgemeinen Konjunktur abhängt.

Kursverlauf der Linde-Aktie 2010-2012

Bei Industriegasen allerdings dürfte die Dynamik in den vergangenen Monaten etwas nachgelassen haben. Linde liefert Sauerstoff oder Stickstoff an die Stahlindustrie, die Elektronikbranche und Chemieunternehmen. Angesichts des insgesamt schwächeren vierten Quartals dürfte Linde es nicht geschafft haben, das bisherige Jahresplus beim Gewinn (21 Prozent bis Ende September) zu halten. Doch selbst wenn die Gewinne im vierten Quartal nur gleich geblieben sind, wäre Linde unterm Strich auf 1,2 Milliarden Euro Nettojahresgewinn gekommen – rund 13 Prozent plus gegenüber dem Vorjahr.

Für 2012 sind die Aussichten gut. Vor allem in den Schwellenländern spürt Linde rege Nachfrage. In China ist der Konzern mittlerweile die Nummer eins der Branche und legt 14 Prozent Wachstum vor. Im Nordosten Chinas baut Linde eine Wasserstoffanlage für die Chemieindustrie; mit lokalen Stahlkochern wurden neue Verträge geschlossen.

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