Aktientipp Walt Disney: Superhelden zahlen sich aus

Die Aktien des Medienkonzerns Disney gehören derzeit zu den stärksten Standardwerten weltweit. Die Comic-Verfilmung "The Avengers" holte das Unternehmen gerade aus dem Tief. 2012 winkt ein Rekordergebnis.

Filmszene aus The Avengers Quelle: AP

Mit dem besten Kinostart aller Zeiten holt die Comic-Verfilmung "The Avengers" den Medienkonzern Disney aus dem Tief, nachdem der vorangegangene Science-Fiction-Streifen "John Carter" mächtig gefloppt war. Mit Hochdruck arbeitet Disney jetzt an der Fortsetzung des aktuellen Erfolgsfilms und der multimedialen Vermarktung der vereinten Superhelden: von Lizenzverkäufen aus den Comic-Figuren bis zu Aktionen in den konzerneigenen Freizeitparks.

2009 hatte Disney den Comic-Verlag Marvel für gut vier Milliarden Dollar gekauft. Nun hat der darauf basierende Avengers-Streifen schon mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz eingespielt und dürfte unterm Strich einer der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten werden.

Kursverlauf der Walt-Disney-Aktei

Disney hat damit die Chance, im laufenden Geschäftsjahr (bis September 2012) so viel zu verdienen wie nie zuvor in seiner 89-jährigen Geschichte. Denn zur überraschend wiedererstarkten Filmsparte kommen stabile Einnahmen im Kerngeschäft Fernsehen (mit den Sendern ABC, Sportkanälen und Familienprogrammen) sowie steigende Einnahmen mit Freizeitparks und Kreuzfahrten. Die Besucherzahlen klettern, Disney kann die Ticketpreise erhöhen. In Orlando in Florida ist ein neuer Freizeitpark nach Motiven des Erfolgsfilms "Avatar" geplant. Die Rechte daran hat sich Disney frühzeitig gesichert. Als große Neuinvestition ist ein Vergnügungspark in Shanghai in Vorbereitung, der allerdings nicht vor 2016 eröffnet werden dürfte.

Von Januar bis März machte Disney sechs Prozent mehr Umsatz und holte netto dabei 1,1 Milliarden Dollar heraus (plus 20 Prozent). 2012 könnten am Ende gut 42 Milliarden Dollar Geschäftsvolumen und mehr als sechs Milliarden Nettoertrag herausspringen.

Disney-Aktien gehören derzeit zu den stärksten Standardwerten weltweit. Zwar ist der Unterhaltungskonzern nicht immun gegen schwere wirtschaftliche Rückschläge wie in den Jahren 2002 und 2009. Doch dass er dennoch in den vergangenen zehn Jahren seine Netto-Umsatzrendite mehr als verdoppelte und das Eigenkapital von 22 Milliarden auf 38 Milliarden Dollar ausbaute, zeigt seine Defensivqualitäten. Die Aktie ist ein Basisinvestment.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%