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Aldi, Lidl, Kaufland Der heimliche Reichtum der Discounter-Patriarchen

Deutschlands Handelsclans hüllen sich über ihre jährlichen Gewinne in Schweigen. Aber es gibt ein paar Anhaltspunkte.

Welche Unternehmer die höchsten Ausschüttungen einstrichen
Der Vorstandsvorsitzende der Knorr-Bremse AG, Heinz Hermann Thiele Quelle: dpa/dpaweb
Der Schriftzug des Technologiekonzerns Siemens Quelle: dpa
Klaus J. Jacobs Quelle: AP
Klaus-Michael Kuehne Quelle: AP
Models bei der IPO des Kosmetikherstellers Coty Quelle: REUTERS
Susanne Klatten, Vorsitzende des Siftungsrates der Herbert-Quandt-Stiftung, und Ehemann Jan Klatten Quelle: dpa
Die Chefin der Quandt Group, Johanna Quandt Quelle: AP

Wann immer Ranglisten über die vermögendsten Deutschen publiziert werden, steht der Gewinner eigentlich schon fest: Aldi-Süd-Patron Karl Albrecht führt die Reichenriege regelmäßig an. Auf den Plätzen folgen mit Lidl-Gründer Dieter Schwarz und der Familie des verstorbenen Aldi-Nord-Gründers Theo Albrecht ebenfalls Discounter. Wie hoch ihre Vermögen exakt ausfallen – und welche Beträge alljährlich hinzukommen –, ist indes eher Glaubensfrage als lösbare Gleichung.

Denn das Spitzentrio eint ein Hang zur geschäftlichen Verschwiegenheit. Dass keiner der Discounter an der Börse notiert und damit berichtspflichtig ist, versteht sich von selbst. Doch auch die im Bundesanzeiger veröffentlichen Daten lassen allenfalls Umrisse der Vermögensstrukturen erahnen. Renditekönig Aldi Süd kam 2011 bei 13 Milliarden Euro Umsatz auf eine Vorsteuerrendite von 4,3 Prozent, mithin ein Plus von rund 560 Millionen Euro. Die 35 Regionalgesellschaften von Aldi Nord erzielten derweil knapp 10 Milliarden Euro Umsatz und eine Vorsteuerrendite von 2,2 Prozent, also 220 Millionen Euro.

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Wie viel von dem Geldsegen letztlich in den Kassen der Eigner landet, ist völlig offen. Zumal Immobilienerträge die privaten Bilanzen erheblich aufpeppen dürften. Teile des Filialnetzes befinden sich im Privatbesitz der Clans. Die Unternehmen überweisen dafür Miete an ihre Eigentümer. Davon dürfte auch Multimilliardär Schwarz profitieren. Der Herr über Lidl und Kaufland hat zwar vor Jahren seiner gemeinnützigen Dieter Schwarz Stiftung 99,9 Prozent der Geschäftsanteile überschrieben. Zugleich tauchen im Handelsregister aber Immobiliengesellschaften auf, die sich der Familie zurechnen lassen.

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