Alibaba und Xiaomi China sammelt Milliarden für geplante Börsengänge von Tech-Firmen

China will Tech-Konzernen beim Börsengang helfen. Investmentfonds sollen bis zu 40 Milliarden Euro sammeln, um die Platzierungen zu unterstützen.

ShanghaiChinas Führung greift den heimischen Tech-Giganten bei deren geplanten Börsengängen unter die Arme. Sechs Investmentfonds sollen im Auftrag der Regierung bei Investoren bis zu 300 Milliarden Yuan (umgerechnet 40 Milliarden Euro) einsammeln, um damit die Platzierungen von Unternehmen wie dem Smartphonehersteller Xiaomi und dem Amazon-Konkurrenten Alibaba an chinesischen Börsen zu unterstützen.

Jeder der sechs Fonds soll in den nächsten Tagen 50 Milliarden Yuan bei privaten und bei professionellen Investoren einsammeln. Die Fonds sollen nach dem Willen der Regierung dann als Ankerinvestor an den Börsengängen der Tech-Firmen teilnehmen und sich verpflichten, die Aktien drei Jahre lang zu halten. Dies sehen einige Experten kritisch, da nicht absehbar sei, wie sich die Technologiebranche weiter entwickele, und die meisten Unternehmen bereits hoch bewertet seien am Kapitalmarkt.

Xiaomi strebt in den kommenden Wochen eine Platzierung am Hongkonger Aktienmarkt an. Bei der Neuemission will der Smartphonehersteller etwa zehn Milliarden Dollar einsammeln. Es wäre der größte Börsengang eines chinesischen Technologieunternehmens seit fast vier Jahren. 2014 hatte Alibaba fast 22 Milliarden Dollar bei seinem Wall-Street-Debüt eingenommen. Nun plant Alibaba auch einen Börsengang in China. Außerdem will der Google-Rivale Baidu, der ebenfalls bereits in den USA gelistet ist, in China Aktien zum Handel anbieten.

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