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Anleihen, Aktien, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Carmignac Patrimoine A: Bringt Einkaufstour in Südeuropa die Wende?

Kursverlauf Carmignac Patrimoine A

Französische Vermögensverwalter haben in den letzten Jahren mit sehr guten Ergebnissen geglänzt. Während kleine Anbieter wie Rouvier Associés, die den Spitzenplatz bei Mischfonds innehaben, hierzulande kaum bekannt sind, haben viele deutsche Anleger den 23 Milliarden Euro schweren Patrimoine des Pariser Hauses Carmignac im Depot. Doch 2012 wurden sie enttäuscht. Der Fonds schafft im Einjahresvergleich ein Plus von 4,1 Prozent, während eine je zur Hälfte auf internationale Aktien- und Anleihenindizes verteilte Mischung bis zu zehn Prozent gebracht hätte. Chef-Fondsmanager Edouard Carmignac hatte zwar schon Anfang 2012 den Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, in einem offenen Brief aufgefordert, zur Stützung des Euro-Staatsanleihen-Marktes die Titel der Schuldenländer aufzukaufen. Als Draghi am 26. Juli tatsächlich ankündigte, notfalls unbegrenzt Anleihen zu kaufen und alles zu tun, um den Euro zu retten, war Carmignac nicht vorbereitet.

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Die Aktion beruhigte Investoren und entfachte eine Rally am Euro-Land-Kapitalmarkt. Da der Patrimoine nur fünf Prozent Aktien im Portfolio hielt, profitierte er kaum. In dem schweren Fahrwasser der vergangenen zehn Jahre aber bleibt sein Erfolg unter dem Strich beachtlich. Mit im Schnitt jährlich acht Prozent gehört er zu den besten Mischfonds. Dabei hat Carmignac heiße Eisen wie Nachranganleihen angefasst und sich früh auf Schwellenländer und Rohstoffe konzentriert. Geht die Strategie auf, ist alles wunderbar, sonst ist der Fonds riskanter als rein europäische Portfolios, zumal ein rascher Schwenk bei dem großen Volumen unmöglich ist.

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Jetzt hofft das Fondsteam, dass es mit der aktuellen Aufstellung besser läuft. Hinter der inzwischen auf die maximal möglichen 50 Prozent ausgedehnten Aktienquote stehen manche japanische Titel und auch Euro-Land-Banken wie die niederländische ING, die spanische Santander und die italienische UniCredit. Auch bei Anleihen kauften sie diverse Papiere von Euro-Land-Banken zusammen, die schnell wieder verkauft werden könnten. Santander ist auch hier mit von der Partie. Carmignac setzt auf die Stabilisierung in den Euro-Schuldenstaaten und hakt die Euro-Krise zunächst ab.

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