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Apple Warum die Apple-Aktie noch viel zu billig ist

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Apple nimmt großen neuen Markt ins Visier

Auf der Entwicklerkonferenz am Montag hat Apple sein Music-Streaming vorgestellt; und Musik wird nur der Anfang sein. Es folgen Film- und TV-Angebote, ein mobiler Bezahldienst (Apple Pay) ist in den USA bereits eingeführt; Gerüchte um ein eigenes Apple-Auto wollen nicht verstummen. Apple dürfte zwar kein eigenes Auto bauen, aber allein an Elektronikteilen und Software ist der Automarkt rund 20-mal größer als etwa der für Smartphone-Teile und Software.

In der Kombination mit Apple Pay und Geräten wie dem iPad ergibt das Sinn: So könnte zum Beispiel, wer künftig zu Hause auf dem iPad nach Biergärten in München sucht und dann ins Auto steigt, dort gleich alle passenden angezeigt bekommen, die auf der vom Navi gelieferten Route liegen – und die Apple Pay akzeptieren.

Wichtige Kennzahlen der Apple-Aktie und der Konkurrenz

Bereits zu kaufen ist die Smartwatch Apple Watch, die Gesundheitsprogramme auf dem iPhone über Sensoren mit Daten wie Puls und Blutdruck füttern kann. Analystin Huberty erwartet 36 Millionen Verkäufe 2015, Investor Icahn schätzt für 2015 sechs Milliarden Dollar iWatch-Umsatz und 22,5 Milliarden Dollar 2016.

Potenzial für die bereits existierenden Produkte birgt das Firmenkundengeschäft; bisher von Apple eher links liegen gelassen. Traditionell stark ist Apple nur in der Werbe- und Musikbranche. Eine Kooperation mit IBM verspricht Wachstum auch in anderen Industrien. Ein neues iPad mit größerem Display, das wohl 2016 kommt, könnte Apple als Ersatz für kleine Firmen-Laptops vermarkten, etwa für Außendienstler.

Viel billiger als andere Giganten

Verglichen mit dem Rest der Börse und mit anderen Tech-Aktien, ist Apple zu billig: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), basierend auf den Gewinnschätzungen für die kommenden zwölf Monate, beträgt 13,5. Im Schnitt kosten die 500 großen US-Aktien im S&P 500-Index das 17,4-Fache ihrer Gewinne. Konkurrent Google kostet den 16,4-fachen und Microsoft den 16,8-fachen geschätzten Gewinn (siehe Charts oben).

Börse



Dabei wuchs Apples Gewinn pro Aktie seit 2009 um 498 Prozent, der aller Unternehmen im Index nur um 30 Prozent. Auch in den kommenden Jahren dürfte Apple seinen Gewinn erheblich schneller steigern als der Rest der Börse. „Die Apple-Aktie müsste eigentlich teurer sein als die meisten anderen Aktien, und dabei ist der Cash-Reichtum nicht berücksichtigt“, sagt Vermögensmanager Koch.

In den vergangenen Jahren bezahlten Anleger für Apple deshalb meist mehr als heute: Ende September 2010 etwa betrug das KGV 19,3, im Jahr 2009 20,1. Nur 2013 wäre die Apple-Aktie noch günstiger gewesen als heute. Damals stieg Carl Icahn ein. Bisher liegt er 120 Prozent im Plus.

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