Arbeitsmarkt stabil Chinesische Exporte brechen überraschend ein

Ein überraschend starker Rückgang des chinesischen Außenhandels weckt neue Sorgen über den Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft. Die Ausfuhren fielen im März drastisch um 14,6 Prozent.

Die faszinierenden Metropolen Chinas
Chongqing ist eine Millionenstadt in der Volksrepublik China. Sie liegt auf einer wie ein Komma geformte Halbinsel am Zusammenfluss von Jangtsekiang und Jialing. Das Verwaltungsgebiet der Stadt ist annähernd so groß wie die Fläche von Österreich. Mit 28,85 Millionen Einwohnern gehört Chongqing zu einer der größten Megastädte Chinas. Quelle: Reuters
Guangzhou ist eine Stadt im Süden Chinas mit 8,86 Millionen Einwohnern. Sie ist ein bedeutender Industrie- und Handelsstandort, weshalb sie auch die „Fabrik der Welt“ genannt wird. Im Oktober 2010 wurde in Guangzhou der höchste Fernsehturm der Welt (600 m) eröffnet. Quelle: Reuters
Die Küstenstadt Zhuhai gehört zu der chinesischen Provinz Guangdong und hat eine Einwohnerzahl von 1,45 Millionen. Zhuhai trägt in China den Beinamen „Stadt der Romantik“ aufgrund der vielen Buchten und Küsten. Die Stadt ist sehr sauber, der Lebensstandard sehr hoch. Zhuhai ist ein beliebtes Wochenenddomizil für Geschäftsleute aus Hongkong. Quelle: Reuters
Wuhans Einwohnerzahl beträgt 8,33 Millionen. Die Stadt in der Provinz Hubei besteht aus drei zusammengelegten Städten. Das ebene Stadtbild ist von zahlreichen Seen geprägt. Quelle: Reuters
Die Stadt Chengdu hat 10,44 Millionen Einwohner. Sie hat sich zum Wirtschaftszentrum Westchinas entwickelt. 2006 erreichte Chengdu den vierten Platz der lebenswertesten Städte Chinas. Quelle: dapd
Peking ist die Hauptstadt und das politische Zentrum der Volksrepublik China. Dort leben etwa 17,6 Millionen Einwohner. Durch die dreitausendjährige Geschichte Pekings beherbergt die Stadt ein imposantes Kulturerbe. Quelle: dpa
Dongguan hat 8,2 Millionen Einwohner. Sie liegt östlich des Perlflusses an der Mündung in das chinesische Meer. Viele Auslandschinesen in Hongkong stammen aus Dongguan. Quelle: Reuters

Die chinesischen Exporte sind überraschend eingebrochen und nähren die Konjunktursorgen in der Volksrepublik. Die Ausfuhren fielen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent, wie die Zollverwaltung am Montag mitteilte. Experten hatten mit einer Zunahme von zwölf Prozent gerechnet. Die Einfuhren gingen mit 12,7 Prozent so stark wie seit Mai 2009 nicht mehr zurück, als die Weltwirtschaft mit der Finanzkrise kämpfte. Analysten sagten, der Rückgang der Exporte könnte den Blick auf den gestiegenen Yuan lenken, der chinesische Produkte im Ausland verteuert.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Der Volkswirt Louis Kuijs von der Royal Bank of Scotland in Hongkong erklärte, die Exportstatistik sei ein Warnsignal für weltweite Nachfrage und die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft. "Es ist eine schwache Zahl, die weit hinter den Erwartungen zurückblieb."

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Die wirtschaftliche Entwicklung wird von der Führung in Peking mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, weil eine Schwäche in der Exportwirtschaft auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben könnte. Die kommunistische Regierung fürchtet, dass es bei einem Anstieg der Erwerbslosigkeit zu Unruhen kommen könnte. Der Arbeitsmarkt hat sich bislang aber überraschend stabil gezeigt. Auch Investoren an den Börsen zeigten sich am Montag von den Zahlen unbeeindruckt. Die Aktienkurse stiegen auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Anleger setzen offenbar darauf, dass die Regierung das Wachstum bald ankurbeln wird.

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