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Auto-Kaufprämien So viel Geld haben die Autobauer noch in der Kasse

Mercedessterne vor der Montage: Der Autohersteller fordert, wie zahlreiche Wettbewerber, staatliche Kaufprämien für Neuwagen. Quelle: AP

Daimler, VW und BMW fordern Kaufprämien für Neuwagen, obwohl sie Milliarden an Liquidität haben. Nicht unbedingt ein Widerspruch: Das Geld wird rapide weniger. So sehen die Finanzpositionen der drei Autobauer im Dax aus.

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Bei Daimler ging die Nettoliquidität im vergangenen Quartal auf gut neun Milliarden zurück, was insbesondere auf den negativen Free Cash Flow des Industriegeschäfts zurückzuführen war, der durch die weltweiten Auswirkungen der Pandemie geprägt war. Daimler ging dagegen vor und hat Anfang April die finanzielle Flexibilität mit einer weiteren Kreditlinie in Höhe von zwölf Milliarden Euro deutlich erhöht. Diese besteht zusätzlich zur einer bereits bestehenden Linie über elf Milliarden Euro, die bisher noch nicht in Anspruch genommen wurde. Die zusätzliche Darlehensfazilität wurde mit einem internationalen Bankenkonsortium vereinbart.

Die Nettoliquidität im Auto-Kerngeschäft sank bei Volkswagen per Ende März um 3,5 auf 17,8 Milliarden Euro – Ende Dezember 2019 hatte sie noch bei 21,3 Milliarden Euro gelegen. Damit sei die Zahlungsfähigkeit „weiter solide“, so die Wolfsburger in ihrer Quartalsmitteilung. Konzernchef Herbert Diess erwartet bisher, dass während des Corona-Lockdowns bis zu zwei Milliarden Euro pro Woche an Liquidität verloren gehen.

BMW dagegen überraschte am Mittwoch mit der Vorlage seiner Quartalszahlen. Nach dem zuletzt rund 18 Milliarden Euro in der Kasse lagen, sicherten sich die Münchner bis Ende März noch einmal eine Milliarde Cash. „Die BMW Group hat ihre ohnehin starke Liquiditätsposition zum Quartalsende noch einmal auf knapp 19 Milliarden Euro erhöht. Wir verfügen weiterhin über das beste Rating aller europäischen Automobilhersteller und das zweitbeste weltweit. Dank unserer nach wie vor guten Bonität profitieren wir weiterhin von einem sehr guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten“, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter.

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