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Auto1-Börsengang 45 Prozent Kurssprung – aber Zweifel am Geschäftsmodell

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 legt einen glänzenden Börsenstart hin.

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 legt einen glänzenden Börsenstart hin. Eine Analyse der WirtschaftsWoche weckt indes Zweifel am Geschäftsmodell.

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45 Prozent Kurssprung zum Börsenstart – beim Autofahren nennt man so etwas einen Kavaliersstart. Die Aktien starteten in den Handel an der Frankfurter Börse am Donnerstag mit einem Kurs von 55 Euro. Das waren besagte 45 Prozent Aufschlag zum Ausgabepreis der Aktien von 38 Euro.

Schon im Vorfeld des Börsengangs hatten die begleitenden Banken über eine riesige Nachfrage nach der Aktie berichtet. Der Betreiber von „wirkaufendeinauto.de“ wird zum Börsenstart nun mit 11,7 Milliarden Euro bewertet. Auto1 ist das erste Unternehmen, das in diesem Jahr auf das Frankfurter Börsenparkett geht. Auto1 selbst fließt dabei unabhängig vom Zuteilungspreis eine Milliarde Euro zu.

Christian Bertermann, Chef und Mitgründer von Auto1, feierte die nächste Etappe in der Unternehmensgeschichte. Er sprach von einem „fantastischen Tag“ für Auto1. Das Unternehmen sei „in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewachsen und der heutige Börsengang ist der Startschuss für die nächste Phase dieser unglaublichen Wachstumsgeschichte“. Man wolle „die beste Plattform schaffen, um Autos online zu kaufen und zu verkaufen“.

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Eine Analyse der WirtschaftsWoche weckt indes jedoch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells. So sei das Kerngeschäft womöglich deutlich schlechter digitalisierbar als allgemein erwartet. Der An- und Weiterverkauf der Gebrauchtwagen sei mit einem relativ hohen Fixkostenblock verbunden, der sich auch bei größerem Wachstum nicht beliebig drücken lasse. Normalerweise steht und fällt die hohe Bewertung von Onlinegeschäftsmodellen mit deren Skalierbarkeit: Umsatzwachstum soll dabei nicht mit gleich hohen Kostensteigerungen einhergehen, sodass die Marge immer weiter steigt. Genau das könnte Auto1 dann aber schwerfallen.

Mehr zum Thema: Lesen Sie hier die detaillierte Analyse.

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