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Beschäftigungsstand der Top-Unternehmen Dax-Konzerne: Das Ende der Jobmaschine

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Volkswagen baut am stärksten aus

Für den deutschen Markt wird der Unterschied noch deutlicher: Statt fast 200.000 Mitarbeitern der abgestiegenen Konzerne beschäftigen die Aufsteiger hierzulande nur knapp 91.000 Angestellte – 54 Prozent weniger.

So ist es vor allem den 23 etablierten Konzernen zu verdanken – die sowohl 2009 als auch 2018 Mitglied im Dax-waren –, dass die Zahl der in Deutschland Angestellten überhaupt stabil blieb. Den 109.000 Angestellten, die dem Dax durch die Aufsteiger verloren gingen, können die 23 etablierten Mitglieder insgesamt 121.487 zusätzliche Stellen in Deutschland entgegensetzen.

So kommen unter dem Strich die 12.657 Angestellten zusammen, um die die Belegschaft der Dax-Konzerne von 2009 bis 2018 zulegte.

Den größten Anteil am Wachstum der Belegschaft auf dem deutschen Arbeitsmarkt hatte der Volkswagen-Konzern. 2009 arbeiteten bei den Wolfsburgern noch 172.624 Angestellte in Deutschland, 2018 waren es 120.000 mehr.

VW baute seine Belegschaft auch weltweit am stärksten aus – von 368.500 im Jahr 2009 auf knapp 665.000 zum Jahresende 2018.

Dagegen musste RWE in den zehn Jahren die meisten Stellen streichen: um 75 Prozent schrumpfte die Belegschaft weltweit. In absoluten Zahlen wurde RWE auf dem deutschen Markt nur von E.On und der Deutschen Telekom übertroffen. E.On strich 20.236 Stellen. Bei der Deutschen Telekom arbeiteten 2018 insgesamt 29.395 Angestellte weniger in Deutschland als noch 2009.

Dass Dax-Konzerne wie Bayer, BASF, Daimler und die Deutsche Bank nun weltweit zehntausende Stellen streichen, dürfte nichts an der globalen Ausrichtung der Dax-Konzerne ändern. Beispiel BASF: Der Chemiekonzern etwa kündigte an, bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen abzubauen, die Hälfte davon in Deutschland. Das entspricht ungefähr dem Anteil der bisher in Deutschland Beschäftigten BASF-Mitarbeiter

Bei Bayer könnte der geplante Stellenabbau den Anteil der im Ausland Beschäftigten sogar noch erhöhen. 4500 der angekündigten 12.000 Stellen sollen in Deutschland wegfallen. Die deutsche Belegschaft würde um 14 Prozent schrumpfen, die internationale nur um knapp neun.

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