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Bitcoin, Ripple, Ether Kryptowährungen weiter unter Druck

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US-Marktplatz will Handel einstellen

Investoren wissen aber auch, dass in den vergangenen Quartalen heftige Rückschläge zum Anlegen in Kryptowährungen dazu gehörten – bevor es dann in den meisten Fällen wieder kräftig nach oben ging. „Die Cyber-Währung konnte sich in jüngster Vergangenheit von ähnlichen Kursrückschlägen relativ zeitnah erholen“, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. „Doch diesmal scheinen Investoren vor der größten Herausforderung zu stehen als je zuvor.“

Unter anderem die europäische Wertpapieraufsicht, die deutsche Finanzaufsicht Bafin und die US-Regulierungsbehörde SEC warnen mittlerweile jedoch regelmäßig vor der Gefahr von Totalausfällen für Privatanleger. China will Meldungen zufolge sowohl gegen den Handel als auch das Erschaffen von Digitalmünzen („Mining“) vorgehen.

In den USA kündigte der Handelsplatz Bitconnect am Dienstag an, den Handel mit Kryptowährungen einzustellen. Zwei US-Bundesstaaten waren gegen das Unternehmen vorgegangen, zudem hatte in den vergangenen Tagen eine Hackerattacke die Plattform zeitweise lahmgelegt. Immerhin: Die digitalen Geldbörsen der Kunden sollen erhalten bleiben.

Allerdings hatte die eigene Krypotwährung BCC bereits seit Anfang Januar mehr als zwei Drittel an Wert verloren, als erstmals über das behördliche Eingreifen berichtet worden war. In der Nacht auf Mittwoch ist der Kurs dann von 150 auf 33 Dollar kräftig eingestürzt.

Einer der Kritikpunkte an Bitcoin ist die rechen- und zeitintensive Verarbeitung von Transaktionen. Konkurrenten wie Ethereum oder Ripple punkten aber nicht nur mit höherer Geschwindigkeit. Ihre Software dient gleichzeitig als Technologie-Plattform, die mehr bietet als reinen Geld-Transfer. Dem Sog des fallenden Bitcoin-Preises könnten sich diese Krypto-Währungen dennoch nicht entziehen. Ethereum verbilligte sich dem Branchendienst CoinMarketCap.com zufolge am Mittwoch um 15 Prozent auf 909 Dollar. Der Ripple-Index, der den Preis der gleichnamigen Cyber-Devise widerspiegelt, brach sogar um 25 Prozent ein. Am Dienstag hatte er ähnlich viel verloren. Damit notiert er aber immer noch fast fünf Mal so hoch wie Anfang Dezember.

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