Börse Asien: Schwache China-Daten lassen Asien-Börsen auf Stimulierungsmaßnahmen hoffen
Anleger blicken auf die konjunkturelle Entwicklung in China.
Foto: ReutersAn den Märkten in Asien liegt am Donnerstag das Hauptaugenmerk auf den enttäuschenden chinesischen Wirtschaftsdaten. Das Wachstum der chinesischen Industrie verliert im Mai an Fahrt. Die Industrieproduktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stieg zwar im vergangenen Monat um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Daten des Nationalen Statistikamtes am Donnerstag zeigten.
Die Expansion im Mai markierte jedoch das langsamste Wachstum seit Februar. Die von Reuters befragten Analysten hatten mit einer Abkühlung des Produktionswachstums auf 3,6 Prozent gerechnet, nach 5,6 Prozent im April.
Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für den Konsum, stiegen im Mai den Daten zufolge im Jahresvergleich um 12,7 Prozent und verlangsamten sich damit gegenüber dem Anstieg von 18,4 Prozent im April. Analysten hatten mit einem Anstieg von 13,6 Prozent gerechnet.
„Die Erwartungen steigen, dass von Peking zusätzliche Stimulierungsmaßnahmen kommen werden, und dies könnte der dringend benötigte Katalysator für den chinesischen Markt sein, um die enttäuschende erste Jahreshälfte zu überwinden“, sagte Tai Hui von JP Morgan.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 33.616 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent und lag bei 2306 Punkten. Insbesondere Technologie-Werte stützten den Nikkei: Der Chiptest-Hersteller Advantest stieg um 3,54 Prozent, Tokyo Electron um 1,31 Prozent. Screen Holding verzeichnete ein Plus von 2,61 Prozent. Der größte Gewinner im Nikkei war der Kamerahersteller Nikon mit einem Anstieg von 4,52 Prozent.