Börse Dax klettert auf Fünf-Jahres-Hoch

Auch heute ist die Jagd am deutschen Aktienmarkt auf ein neues Allzeithoch wieder eröffnet. Am Donnerstagmorgen machte der Dax erneut den Sprung über die 8000 Punkte und schaffte den höchsten Stand seit fünf Jahren.

Wo Deutsche investieren – und wovor sie sich fürchten
Die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone und die Probleme rund um Griechenland haben bei den deutschen Sparern ihre Spuren hinterlassen. Bei der Geldanlage sind die Deutschen heute deutlich vorsichtiger gestimmt, als zu Beginn der Finanzkrise. Das ist das Ergebnis des fünften Schroders Investmentbarometers. Auf den folgenden Seiten zeigen wir, wo die Deutschen ihr Geld heute investieren - und wovor sie sich fürchten. Quelle: Schroders Investment Management GmbH Quelle: REUTERS
EuropaDie Untergangspropheten für den Euro haben ganze Arbeit geleistet. Mittlerweile sehen 40 Prozent der deutschen Anleger Europa als die Region mit dem höchsten Risiko. Damit liegt der europäische Staatenverbund vor allen übrigen Regionen und Ländern. Die gestiegene Risikoaversion macht sich auch bei der Geldanlage der Deutschen bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr wurden Investitionen in Europa um 15 Prozent zurückgefahren. Als sicher sehen die Deutschen im Moment nur ihr eigenes Heimatland. Gerade einmal 3 Prozent der deutschen Sparer würden ihr Geld nicht in der Bundesrepublik investieren. Quelle: dapd
ImmobilienImmobilien gelten momentan als einer der sichersten Anlagen. In den europäischen Metropolen überteigt die Nachfrage oftmals das Angebot. Dadurch klettern die Preise seit Jahren auf immer neue Rekordwerte. Auch für viele deutsche Anleger sind trotz der Krise Immobilien der Fels in der Brandung. 32 Prozent halten europäische Immobilien für besonders sicher. Quelle: dpa
AktienmärkteDas ständige Auf und Ab an den europäischen Aktienmärkten hielt viele deutsche Anleger in den letzten Jahren von einem Investment ab. Gerade einmal jeder fünfte Kleinanleger investierte sein Erspartes in Aktien. Trotzdem werden europäische Aktien von 21 Prozent der Befragten als sicher eingestuft. Quelle: dapd
DeutschlandDie Vorliebe für Deutschland als Anlageregion ist mit der Sorge um die Euro-Zone gestiegen. Mittlerweile investieren mehr als 80 Prozent der Befragten den größten Teil ihres Geldes in der Bundesrepublik. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von neun Prozent. Dagegen sehen die Deutschen internationale Anlagen als zu risikoreich. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten gab an, keine Inventionen im Ausland tätigen zu wollen. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Quelle: dpa
AsienDie asiatischen Länder mussten sich im letzten Jahr mit einem geringeren Wachstum zufrieden geben. Trotzdem sehen 46 Prozent der deutschen Anleger die Region als Wachstumsmarkt von morgen an. Das heißt aber nicht, dass sie dort auch tatsächlich investieren. Der Anteil der Anleger, die in der Region (ohne China und Japan) investiert sind, schrumpfte von fünf auf ein Prozent. Quelle: dapd
ChinaKnapp 20 Prozent der deutschen Privatanleger halten eine Investition in China für sinnvoll. Die Zahl der in China investierten Anleger halbierte sich dennoch im vergangenen Jahr von vier auf zwei Prozent. Quelle: AP
IndienDie Deutschen fuhren ihre Anlagen in Indien im vergangenen Jahr von zwei auf annähernd null Prozent zurück. Gleichzeitig hält ein Drittel der Befragten ein Engagement in den kommenden Jahren für sinnvoll. Quelle: AP
USAMit Anlagen in den USA halten sich die Deutschen zurück. Die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Anlageverhalten ist auch hier zu beobachten. Zwar sehen die Deutschen das Risiko bei weitem nicht mehr so hoch an. Dennoch sind aktuell lediglich vier Prozent - und damit fünf Prozentpunkte weniger als 2011 - dort investiert. Quelle: dpa

Die Hoffnung auf eine Belebung der US-Konjunktur hat den Dax am Donnerstag erneut über die Marke von 8000 Punkten gehoben. Der Leitindex notierte in der Spitze 0,8 Prozent fester bei 8031 Zählern, dem höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Vergangenen Freitag hatte er die psychologisch wichtige Marke erstmals seit Januar 2008 wieder übersprungen.

Meilensteine des Dax

Der MDax gewann 0,56 Prozent auf 13.475 Punkte und der TecDax rückte um 0,53 Prozent auf 928 Punkte vor. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte am Vorabend mit einem weiteren kleinen Plus einen erneuten Rekord markiert - den siebten in Folge und er verzeichnete auch seine längste Gewinnstrecke seit 1996. Im Tagesverlauf stehen nun die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die vergangene Woche an. Analysten rechnen zwar mit einem leichten Anstieg auf 350.000. Einige Anleger setzen bei den Daten laut Börsianern dennoch auf eine positive Überraschung. Zudem schloss der Nikkei in Tokio so hoch wie seit September 2008 nicht mehr.

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Auf Unternehmensseite standen vor allem Zahlen im Fokus: Die Aktien des Salz- und Düngerproduzenten K+S verteuerten sich um 2,43 Prozent. Das Unternehmen rechnet dank des gestiegenen Absatzes von Auftausalz Anfang 2013 mit einem höheren Betriebsgewinn im laufenden Jahr. Zudem hob K+S die Dividende an. Lufthansa-Papiere stiegen um 3,13 Prozent und die Titel von HeidelbergCement sogar um fast vier Prozent. Das Unternehmen verschärft trotz der guten Aussichten auf eine weltweit steigende Nachfrage nach Baustoffen seinen Sparkurs. Alle drei Unternehmen überzeugten die Anleger mit ihren Resultaten oder Ausblicken.

Zu den wenigen Verlieren im deutschen Leitindex zählten die Anteilsscheine von E.On mit minus 0,31 Prozent und Fresenius Medical Care mit einem Abschlag von 0,4 Prozent.

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