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Börse Frankfurt Dax-Anleger hoffen auf Schub in Griechenland

Die Entwicklung in Griechenland dürfte heute die Richtung an der deutschen Börse bestimmen. Erste Dax-Indikationen deuten darauf hin, dass die Kurse weiter nach oben gehen könnten.

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Der deutsche Aktienindex (Dax) am Dienstag: Zuletzt ging es wieder nach oben. Quelle: Reuters

Nach dem stürmischen Anstieg zu Jahresbeginn haben die Kurse an der Frankfurter Börse in den vergangenen zwei Tagen eine Pause eingelegt. Zumindest auf Schlusskursbasis bewegte sich der Deutsche Aktienindex nicht nennenswert von der Stelle. Am Dienstag ging er mit einem Minus von 0,15 Prozent auf 6.754 Punkte aus dem Handel. Das ist insofern positiv, als der Dax im Tagesverlauf zeitweise mehr als ein Prozent im Minus gelegen hatte.

Zentrales Thema an der Börse bleibt das Ringen um ein neues Sparpaket und damit neue Milliardenhilfen für Griechenland. Die Regierung von Ministerpräsident Lucas Papademos wollte sich ursprünglich schon am Montag auf neue Sparmaßnahmen einigen, hat sich aber dann zwei mal vertagt. Am Dienstagabend hieß es dann, heute nachmittag solle es endgültig so weit sein. Die Börsen hoffen auf einen Durchbruch.

An den Börsen in New York sorgte am Dienstag die Aussicht auf eine Einigung schon für steigende Kurse. Der Dow-Jones-Index gewann 0,26 Prozent auf 12.878 Punkte und schloss auf dem höchsten Stand seit Mai 2008. Der technologielastige Nasdaq-100-Index erreichte mit 2.532 Punkten sogar das höchste Niveau seit dem Jahr 2001.
Die gute Stimmung der US-Anleger übertrug sich zeitweise auch auf die Märkte in Asien. In Tokio stieg der Nikkei um mehr als ein Prozent und schloss mit 9015 Zählern über der wichtigen Marke von 9000 Punkten. Auch an anderen asiatischen Börsen lagen die Leitindizes im Plus.
Den Dax sahen erste Indikationen am Morgen moderat im Plus bei 6.763 Punkten.


Die Jahresgewinner verloren zuletzt am stärksten

Zu den größten Verlierern gehörten am Dienstag die Unternehmen, die in diesem Jahr am meisten zugelegt hatten. Im Dax waren das die Aktien von BMW und Daimler. Auch die Commerzbank-Aktie verlor zeitweise deutlich, schaffte es nach Gerüchten um eine schnellere Integration der Tochter Eurohypo aber an die Dax-Spitze. Bei bislang gut gelaufenen Aktien des Bergbaukonzerns Xstrata und des Rohstoffhändlers Glencore nahmen Investoren Gewinne mit, nachdem die Konzerne ihren viel diskutierten Zusammenschluss öffentlich gemacht hatten.

Als wichtiger Treiber der Märkte gilt auch die Europäische Zentralbank (EZB), die den Banken bereits im Dezember Dreijahreskredite über fast 500 Milliarden Euro zum Leitzins von einem Prozent zur Verfügung gestellt hat. Damit sind zum einen die Sorgen geschwunden, dass den Banken das Geld für die eigene Refinanzierung ausgeht, zum anderen haben die Banken Geld anzulegen.

Das nutzen seit Anfang des Monats erstmals seit langem auch wieder spanische Banken, um sich am Anleihemarkt unabhängig von der EZB zu refinanzieren. Gestern begab Banesto, die börsennotierte Tochter der Großbank Santander, eine vier Jahre laufende mit Hypotheken gedeckte Anleihe über 500 Millionen Euro. Die Rendite dafür lag bei rund 3,8 Prozent.


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